Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt…

Frei zitiert nach Pippi Langstrumpf, die ja wie wir alle wissen auch ein Pferdemädchen ist/war und immer bleiben wird. Denn ist euch schon mal aufgefallen wie schnell und wie oft wir Reiter unsere Meinung ändern? Doch warum ist das so?


Äussere Einflüsse

In der heutigen Zeit in der sich ein grosser Teil unseres Alltags online abspielt, wird auch unser naturverbundenes Hobby immer mehr durchs Internet geprägt. Fachforen und Facebook-Gruppen gibt es ja zum Thema Pferd in rauen Mengen. Das vergrössert natürlich unsere äusseren Einflüsse massiv. Denn wo wir früher den Reitlehrer und ein paar Stallgspänli und deren Meinungen zu einem Thema hatten, werfen wir heute eine Frage ins www und bekommen Antworten, Tipps und Ratschläge (um mal beim Positiven zu bleiben) von verschiedensten Leuten die wir zum grössten Teil noch nicht mal kennen. Da ist Verwirrung vorprogrammiert. Denn auch wenn wir nicht alle Antworten immer gerne hören geschwiege denn sie uns zu Herzen nehmen wollen, sie bleiben doch im Hinterkopf und man überlegt sich ob da nicht doch was dran sein könnte. Und so probieren wir halt aus; Zusatzfutter, Sattelunterlage, Spezialbeschlag oder doch Barhuf, Therapeuten, Sitzschulung, Sattler, ohne Sattel reiten, Knotenhalfter, Sperriemen, Bodenarbeit… Ein endloses Lied der Möglichkeiten wie unser Pferd zu seiner inneren Mitte und wir Reiter zu einem artgerechten Leben kommen - oder wars umgekehrt? Nun, wie auch immer, auf jeden Fall bekommen wir zu einem Problem x Lösungsvorschläge und müssen uns dann entscheiden, welcher denn für uns und unser Pferd der richtige ist.


Ganz ähnlich ist es mit der Werbung. Der Reitsport ist mittlerweilen eine riesige Industrie. Angefangen bei den Büchern, die es zu jedem Thema gibt über die Ausrüstung fürs Pferd, Funktionsbekleidung für den Reiter bis hin zu Futter und Einstreu, die Auswahl ist riesig! Doch wie sagt man so schön, wer die Wahl hat, hat die Qual und so ist es wohl kaum erstaunlich, dass wir nicht immer unserer Meinung langfristig treu bleiben. Die Trense die gestern dem Pferd noch perfekt ins Maul passte kann heute schon wieder für unsere sämtlichen Anlehnungsprobleme verantwortlich sein. Also was tut das engagierte Reiterlein? Es kauft die anatomisch korrekte Wundertrense aus dem Material das alle Pferde lieben und mit der hoffentlich alle Mühen vorbei sind. Natürlich, das war jetzt etwas überspitzt ausgedrückt aber ein Funke Wahrheit steckt darin und die Aussagen lassen sich auch beliebig auf fast jeden anderen Reitartikel abändern.


Die eigene Persönlichkeit

Nicht immer braucht es direkten Einfluss von Aussen, um unsere Sicht der Dinge zu ändern. Oft ist es unsere Persönlichkeit oder ein Lernprozess, die unsere Art den Reitsport auszuüben auf einen Schlag oder ganz langsam auf den Kopf stellen kann. Sei es ein neuer Reitstil, eine andere Haltung fürs Pferd oder auch ein Wechsel der Turnierdisziplin. Der Mensch verändert sich und das Pferd macht die Veränderung mit, manchmal ist es auch umgekehrt. Und wenn der eine Part nicht in der Lage ist der Umstellung des anderen zu folgen, kann das halt auch mal eine Trennung bedeuten.


Mein eigener Disziplinenwechsel (wobei es natürlich kein gänzlicher Wechsel ist, da ich berufsbedingt auch meiner bisherigen Sparte treu bleiben werde) ist in vollem Gange, mein Weg zurück in den Busch wird auch Thema meines nächsten Tagebuch-Blogs werden.

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