Winterpause - Ja oder nein und wie genau?

Jeder braucht mal eine Pause, ich zumindest brauche hin und wieder eine und ich bin auch davon überzeugt dass die Pferde Pausen brauchen. Deshalb plädiere ich für eine Winterpause für Sportpferde.
Man könnte natürlich auch eine Frühlings-, Sommer- oder Herbstpause einlegen, aber da ich kein Hallenreiter bin sondern meiner Passion viel lieber im Freien nachgehe halte ich das auch beim Turnierplan so. Es gibt auch andere Meinungen zu diesem Thema, das ist klar. Die einen schieben lieber im Hochsommer ein paar freie Wochenenden ein, weil sie in die Ferien fahren oder die Hitze nicht so gut vertragen. Andere Reiter wiederum machen gar keine Pause. Auch das muss nicht schlecht sein, aber dann sollte man meiner Meinung nach die gesamte Turnierplanung danach richten und das Pferd allgemein nicht allzu intensiv einsetzen.
Ich bevorzuge es jedoch, meine Pferde (natürlich je nach Alter und Wunsch des Besitzers) von März bis Oktober regelmässig zu starten und dafür November bis Februar ganz auf Starts zu verzichten. Ausnahmen kann es natürlich immer geben, zum Beispiel möchte ich diesen Winter vielleicht mit einem oder zwei Pferden die Indoor CC Trophy in Angriff nehmen. Diese beginnt Ende Dezember und benötigt bei routinierten Pferden kein grosses Springtraining aber dafür ein oder zwei Crosstrainings, die auch eine tolle Abwechslung bedeuten. Das heisst es bleiben immernoch die zwei Monate Pause in denen ich auf das Springen gänzlich verzichte.
Nach dem letzten Turnier, im Normalfall ist das bei mir der Hallenconcours Aarau haben meine eigenen Pferde zwei bis vier Wochen Ferien. Ich reite sie zwar weiterhin aber es wird nicht gearbeitet. Bei guten Bodenverhältnissen sehen sie in dieser Zeit keinen Reitplatz und keine Reithalle sondern es wird nur ausgeritten, damit keine Langeweile aufkommt auch gern mal in andere Reitgebiete gefahren. Sollte es einen frühen Wintereinbruch geben und die Böden so gefroren sein, dass nur noch Schritt und etwas Trab geritten werden kann muss ich halt wohl oder übel auch alle paar Tage in die Halle um die Pferde etwas galoppieren zu lassen.
Richtig gearbeitet wird aber erst nach der festgelegten Ferienzeit wieder, dann kommt wieder Dressurtraining und Stangenarbeit dazu. Mit dem Springtraining beginne jedoch frühstens nach Neujahr oder auch etwas später, je nach Routine des Pferdes. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Gymnastik, Parcourstraining kommt erst ganz am Schluss wenn der erste CS kurz bevor steht wieder dazu.
Auch bei meinen Berittpferden halte ich es ähnlich. Je nach dem reite ich sie aber während der gesamten Winterpause, das heisst ein bis zwei Mal pro Woche wird gearbeitet. Doch da Arbeit nicht gleich Arbeit ist spüren sie die Winterpause schon auch. Zwei Monate wird nicht gesprungen und und in den ersten vier Wochen stehen Lockerheit und Entspannung im Vordergrund. Danach versuche ich mögliche Probleme oder Baustellen der vergangenen Saison aufzuarbeiten und zu beheben, bevor es ebenfalls im Januar wieder ins Springtraining geht.

Was man tun kann um Langeweile in der Winterpause zu verhindern und was es zu beachten gilt wenn man seinem Pferd eine WinterWEIDEpause gönnen möchte, darüber geht es in Teil zwei zum Thema.

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