Wieso Hello Sanctos der Beste ist - reitsport.ch im Interview mit Scott Brash am CSI Basel

Das Jahr 2014 hast Du an der Spitze der Weltrangliste begonnen und abgeschlossen. Wie wird es Ende 2015 aussehen? Wie gehst Du mit dem Druck um?

Um ehrlich zu sein, ich mache nur meinen Job. Ich schaue nach meinen Pferden... Man darf sich nicht zu sehr auf Rankings fixieren. Ich werde nicht für immer die Nummer eins bleiben – und wenn es meinen Pferden gut geht, kann ich wieder dorthin kommen, falls ich die Nummer eins mal abgegeben habe. Es stimmt schon, die Leute erwarten manchmal vieles von einem. Aber für mich ist das ein Teil von meiner Arbeit und gehört zu meinem Job dazu – und wisst ihr: ich mag das.


Was ist das Spezielle an Deiner Beziehung zu Hello Sanctos. Weshalb passt ihr so gut zueinander?

Ich glaube wir verstehen uns einfach sehr gut. Ich reite ihn und er scheint das zu schätzen. Ich denke, es ist eine sehr gute Kombination, Hello Sanctos und ich kommen gut miteinander aus – ja, und verstehen uns einfach... Das Spezielle an ihm ist jedoch, dass er sehr clever ist. Er denkt richtig mit und ist ein intelligentes Pferd. Er versteht seine Aufgabe und weiss genau, was er zu tun hat. Er liebt es, schnell zu gehen. Und dennoch ist es möglich, mit ihm am einen Tag auf Tempo zu reiten und am nächsten Tag kontrolliert und gesetzt im genau gleichen Parcours unterwegs zu sein. Das ist schon sehr ausserordentlich – er ist einfach wirklich sehr sehr clever – das zeichnet ihn aus.


Reitest hauptsächlich Du ihn?

Ja hauptsächlich schon. Wenn ich nicht zu Hause bin, reitet ihn Hana, meine Pflegerin – aber ausser uns, hat er keine anderen Reiter – es ist immer entweder sie oder ich.

Er ist ja ein umgängliches Pferd und eigentlich einfach zu arbeiten.

Auch beim Reisen macht er gut mit. Er bekommt keine Angst beim Transport und bleibt immer schön ruhig. Ich habe auch das Gefühl, dass er es sehr mag, an Turnieren zu sein. Ja, er macht uns mit all diesen Positiven Eigenschaften das Leben sehr viel einfacher. (lacht)


Dann ist er also zwischen dem Turnier in Genf, von Mitte Dezember und hier, dem CSI Basel, heimgereist?

Ja. Ich hatte ihn in diesen drei Wochen zu Hause - und er genoss eine kleine Pause bevor die Sommer-Turniersaison wieder so richtig anläuft. Nach Basel kommt er wieder heim – und am CSI Zürich werde ich reiten, aber Hello Sanctos wird dort nicht am Start sein. Dort werde ich mit meinen anderen Pferden unterwegs sein. Zum Beispiel mit Hello my Lady und Hello Annie.


Weshalb beginnen die Namen Deiner Pferde alle mit „Hello“?

Das ist eine ganz gute Frage.... ich denke, das kommt wohl von Hello Max – das erste Pferd, das die Ladies Pauline Harris und Pauline Kirkham besassen. Sie haben wohl gedacht, dass es gut klingt, mit dem „Hello“ davor. Und so ist es wohl passiert, dass bei allen Pferdenamen nun das „Hello“ davor steht – und ich finde auch, dass es passt;)  


Vielen Dank Scott Brash fürs Interview! - Veronika Studer Bärlocher für reitsport.ch

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