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Wie stretche ich mein Pferd?

In meinem letzten Blogg habe ich darüber berichtet, wieso das Stretchen bei Pferden so wichtig ist. Nach dem Schreiben von diesem Bericht habe ich gleich am Abend diverse Übungen ausprobiert.

Wichtig für das Stretchen ist eine optimale Stimmung. Das Pferd sollte entspannt sein und sich voll und ganz auf den Reiter einlassen. Ich habe mich dafür entschieden, nach einem halbstündigen Spaziergang das Stretchen vor dem Longieren zu machen. Picasso war sehr entspannt und ruhig und es war noch hell, was mich auch sehr positiv stimmte. Die Pferde sollten für die einzelnen Übungen immer frei sein. Ich lege Picasso hierzu einfach den Strick über den Hals.

Bei Pferden die nicht so aktiv und interessiert mit machen, lohnt es sich ein Pferdeleckerli dazu zu nehmen.

Für diese Arbeit sollte das Halfter gut sitzen und nicht einschneiden, da die Pferde sich dehnen und drehen kann es sein, das zum Beispiel ein Knotenhalfter störend ist.

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Oft brauche ich für die Bodenarbeit einen extra langen Strick, dieser hilft mir auch bei diesen Übungen wenn ich aufpassen muss, dass mein Pferd mir nicht davon laufen will.

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Gestartet habe ich die Übungen mit den Strecken des Nackens.

Es funktioniert ganz einfach, man zieht das Leckerli hoch und das Pferd folgt dann mit dem Mund, so wird der Hals gestreckt. Dies ist eine einfache Anfängerübung.

Danach stretche ich den seitlichen Nacken von meinem Pferd. Diese Übung kann man in verschiedenen Formen ausüben, ich mache sie so wie auf dem Bild zu sehen ist. Das Pferd dreht den Kopf um mich herum mit dem Hals und nimmt dann das Leckerli.

Wichtig ist hier, dass das Pferd stehen bleibt, ansonsten bringt die Übung nichts. Mach die Übungen immer langsam und vorsichtig.

Zu all den Nackenübungen gehört auch das vertikale Stretchen des Nackens. Hierzu habe ich ebenfalls ein Bild gemacht. Achte darauf, dass das Pferd sich nicht mit dem Strick verwickelt. Ich gehe für diese Übung immer ein wenig in die Knie und ziehe den Pferdkopf vorne zwischen den Beinen durch mit einem Leckerli.

Beachte dass die Übungen nie durch Zug am Halfter passieren dürfen! Das Pferd macht immer nur so viel, wie es von sich aus anbietet. Mit der Zeit wirst du sehen, werden die Pferde dehnbarer.

Ihr werdet merken, dass die Übungen das Vertrauen zwischen euch und eurem Pferd zusätzlich fördert. Die Dehnung der Schulter ist ebenfalls eine Vertrauenssache. Nimm das Pferde bein vorn vorne vorsichtig aus und versuche es in Laufrichtung zu ziehen. Achte darauf, nur wenig Druck auszuüben.

Mache jede Übung so drei bis vier Mal, so kann dein Pferd sich besser daran gewöhnen.

Wenn du das Bein nach vorne gezogen hast, kannst du auch einmal das Bein aufheben wie beim Hufe auskratzen. Nun nimmst Du es aber höher und drückst es leicht nach oben. Ähnlich wie wenn wir unseren Fuss von hinten aufnehmen und das Knie gebeugt wird und der Fuss nach hinten zeigt.

Nun hast du deinem Pferd mit einfachen Übungen die Muskeln gedehnt und es wird automatisch nach einer Zeit lockerer.

 

Für uns Menschen:

Gerade wenn es so mega kalt ist wie jetzt merke ich nach dem Reiten oft, wie ich meine Schultern nicht locker gelassen haben. Daher möchte ich euch einige einfache Aufwärmungen für vor dem Reiten zeigen. Als erstes kannst du einfach schnell eine Minute lang den Hampelmann machen, praktisch alle Muskeln sind so geweckt und du wirst schnell warm kriegen. Danach kannst du die Schultern durch Armekreisen locker machen und aufwärmen. Wenn du dann noch auf jedem Bein eine halbe Minute ausbalanciert ist nicht nur alles aufgewärmt und ready zum Reiten, du hast sogar auch noch etwas für dein Gleichgewicht gemacht. Es hilft auch, einfach den Stall vor dem Ausritt zu wischen, das gibt auch super schön warm.

Beim Reiten brauchen wir ja einiges an Muskeln, das glaubt uns zwar niemand, aber wir wissen es. Dehne deine Beinmuskeln in dem du dich an einen Baum oder eine Wand stellst und ein Bein im Ausfallschritt nach hinten kippst, du solltest merken wie es in den Muskeln zieht. Die Arme kannst du nach oben strecken, bis es nicht weiter geht und dann noch ein wenig mehr, auch das hat einen dehnenden Effekt.

Nun kann die Frühlingssaison kommen, alle sind gut gedehnt und denk daran, wenn alle deine Muskeln aufgewärmt sind, passiert dir im Notfall auch bei einem Sturz weniger!

 

Ich wünsche euch einen sportlichen Tag, Xenia mit den Isis.

Tags: Xenia Heiden
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