Wie pflege ich Sattel & Zubehör von Amerigo richtig?

Unsere Ausrüstung muss tagein tagaus wirklich viel aushalten, sei es im Sommer die Hitze, bei welcher Schweiss von Pferd & aber auch Reiter nicht lange auf sich warten lassen oder die Eiseskälte im Winter, welche das Leder ebenfalls ziemlich strapaziert, sollte es nicht genügend gepflegt werden. 

Da ich aus eigener Erfahrung weiss, dass man bei der Lederpflege jedoch auch viel falsch machen kann, möchte ich euch heute deshalb einen kurzen Überblick über die Pflege von Amerigo – Artikeln verschaffen. 

Seit Sommer 2015 besitze ich ebenfalls einen Amerigo- Sattel 

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Leder ist nicht gleich Leder!

Wie ich schmerzlich lernen musste, entsteht jedes Leder durch eine andere Art von Gerberei, was einen unterschiedlichen Ledertyp entstehen lässt. Jedoch war mir (naiver Weise) dabei nicht bewusst, dass natürlich auch die Pflegeutensilien exakt dafür erstellt werden. Da mein damaliger Stübben- Sattel ziemlich trocken war, dachte ich mir, dass ich ihn doch mit dem Amerigo- Öl wieder geschmeidig kriegen könnte. Gedacht, getan und gleich wieder bereut ;-/  Man konnte den Sattel zwar noch normal gebrauchen, jedoch wurde das Leder wirklich unschön, weshalb es mir eine Lehre war und ich zumindest für den Sattel nur noch die vom Hersteller vorgeschlagenen Pflegeutensilien verwende. Beim Zaumzeug hat man glücklicherweise auch noch andere Möglichkeiten, da dies auch meistens aus „robusterem“ Leder hergestellt wird. 

Der Amerigo- Sattel 

Der Amerigo- Sattel wird aus italienischem oder französischem Leder der Spitzenklasse gefertigt. Das Kalbsleder ist in reinem Aniline fassgegerbt, wozu nur natürliche Gerbstoffe verwendet werden. Die speziell ausgewählten Häute kommen aus umweltzertifizierten Gerbereien und garantieren, kombiniert mit sorgfältigster Handarbeit, dass jeder Sattel zu einem echtem ‚“Italienischen Meisterstück“ wird. Die Sattelstrippen von Amerigo werden ebenfalls aus einem speziellen Leder gefertigt, weshalb sie keine Anwendung von Ölprodukten benötigen. Jedoch empfiehlt die Marke eine regelmässige Kontrolle zur eigenen Sicherheit. Da der Sattel jedoch sowieso stetig auf die Passform kontrolliert werden muss, ist diese Erwähnung wohl überflüssig.  Jedoch sollte dem Amerigo- Benutzer auch bewusst sein, dass die Verwendung von Haftmitteln aller Art auf Sitz und Seitenblättern sowie ungeeigneten Pflegeprodukten das Leder beschädigen und als unsachgemässe Behandlung gewertet werden, womit die Garantie wegfallen würde. 

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Die Pflegelinie von Amerigo

Damit das Leder seine natürliche Schönheit und vor allem Elastizität behält, muss es natürlich regelmässig mit den entsprechenden Pflegeprodukten, welche reinigend und feuchtigkeitsspendend wirken, gesäubert bzw. behandelt werden. Dadurch gewähren wir dem Leder eine natürliche Schutzbarriere, welche ein vorzeitiges Altern und übermässigen Verschleiss verhindert. 

Amerigo hat deshalb eine eigene dreiteilige Pflegelinie geschaffen, um die Schönheit und Funktionalität des Amerigo Produktes zu erhalten.

Soft Clean:

Der spezielle Lederreiniger enthält (im Gegensatz zu anderen Produkten) keine Seife und befreit die Lederoberfläche schonend von Schmutz und Pferdeschweiss, ohne das Material auszutrocknen.

SoftClean

Soft Grease:

Das ebenfalls speziell für  die Amerigo Lederqualität entwickelte Fett, schützt die Produkte vor Umwelteinflüssen und erhöht Grip und Weichheit des Leders. Es kann ebenfalls regelmässig verwendet werden.

Grease

Soft Oil:

Um die Weichheit und Widerstandsfähigkeit des Leders zu erhalten, empfiehlt der Hersteller das Auftragen des leichten Lederöls. Und zwar vor dem ersten Gebrauch des Sattels sowie anschliessend in regelmässigen Abständen von ca. 8 – 12 Wochen. Bei diesem Lederöl ist es wichtig, dass es wirklich nur in dem vorgeschriebenen Abstand verwendet wird und nicht öfters! 

Ol

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine persönliche Pflegeanleitung:

Da ich meinen alten Sattel zuerst in der Pflege vernachlässigt habe und ihm danach mit dem falschen Produkt praktisch den Rest gegeben habe, habe ich mir fest vorgenommen, es diesmal ganz anders bzw. alles richtig zu machen. Denn es sollte mein erster und einziger Masssattel bleiben. Sollte Gipsy nämlich einmal nicht mehr unter uns weilen, hänge ich mein geliebtes Hobby sowieso ganz an den Nagel, weil ich mich sogar vor dem bravsten Schulpferd zu Tode fürchte ;-P

Also reinige ich den Sattel nach jedem Gebrauch (ausser bei einer gemütlichen, kleinen Runde im Gelände) jedes Mal mit dem Soft Clean. Ausserdem bin ich besonders vom Fett Fan, weil es die unschönen Scheuerstellen meiner leider oft unruhigen Beine wieder vollkommen wegzaubert. Deshalb fette ich das Sattelblatt und die Steigbügelriemen öfters als den Rest des Sattels. Ein weiteres Trauma habe ich durch den alten Sattel von Michel eingefangen, bei welchem viele Nähte aufrissen, weil sie zu trocken waren bzw. vor ihm halt auch zu wenig gepflegt worden sind, weshalb ich auch dort speziellen Wert auf ein „genährtes“ Leder lege. 

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Je nachdem wie oft man den Sattel braucht, muss man „schon“ nach 8 Wochen ölen, meistens sieht man dem Sattel jedoch den passenden Zeitpunkt auch an, wenn sich das Leder trockener anfühlt als sonst.  Bis jetzt fahre ich mit dieser Pflegeanleitung ziemlich gut, jedoch kann ich natürlich auch nicht versprechen, dass sie nicht auch noch Optimierungspotenzial aufweist. 

Weshalb ich mich für einen Amerigo Masssattel entschieden habe und wie der neue Sattel eingeritten wird, könnt ihr übrigens in einem älteren Blog bereits hier nachlesen. 

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