Wie pflege ich Sattel und Zaum?


Nicht nur das Pferd will gepflegt werden, auch die Utensilien wie Sattel und Zaum, die wir zum Reiten brauchen. Wieso genau brauchen auch Sattel und Zaum Pflege und was ist dabei zu beachten?

Das Leder wird täglich eingesetzt und bei Gebrauch können kleine, feine Risse wenn nicht Brüche entstehen. In diese kleinen Lücken kann Staub, Schweiss und Feuchtigkeit eindringen, was dem Leder schadet. Aber auch Sonnenstrahlen oder Hitze in der Sattelkammer sind Feinde des Leders, denn diese können das Material austrocknen. Das Resultat des Ganzen ist ein brüchiger, harter und völlig vertrockneter Sattel.

Regelmässige Pflege mit Sattelseife und Lederfett können diesen Umstand verringern und den Sattel wie auch den Zaum langlebiger machen.

Pflegen, aber bitte richtig! Nach jedem Mal des Gebrauchs sollte alles, was mit Leder zu tun hat, abgewischt werden, damit Schmutz sowie aggressiver Pferdeschweiss nicht anrichten können. Wie viel Mal im Monat oder nach wie vielen Benutzungen Sattel und Zaum gereinigt werden sollten, kann keiner richtig sagen. Manche sagen bereits nach fünf Mal, andere alle zwei Wochen, wenn nicht nur einmal im Monat. Meiner Meinung nach kommt es auch auf die Art der Nutzung an und ob der Reiter in den Regen gekommen ist. Hier sollte jeder selbst entscheiden. Auf jeden Fall sollte regelmässig gereinigt werden, das heisst alle Schnallen öffnen und in den hintersten Ecken des Sattels auch putzen.

Richtige Reihenfolge wäre zuerst die Reinigung mit Seife und erst danach di Pflege. Aus Bequemlichkeit wird öfters nur das Fett genommen, was zur Folge hat, dass sich die Poren im Leder verkleben und das Material nicht mehr atmen kann. Aber Achtung bei der Reinigung mit dem Wassereinsatz! Zu viel ist gleich schädlich wie ein Ritt im Regen. Durch zu viel Wasser dehnt sich das Leder und die Nähte werden beansprucht.

Grober Schmutz kann vor dem Einsatz mit Seife durch ein feuchtes und feines Tuch weggewischt werden. Lasst dem Leder auch ein wenig Zeit, den grössten Teil der Feuchtigkeit wieder abzugeben. Das richtige Timing ist hier gefragt.

Ab und zu brauchen Zaum und Sattel eine spezielle Behandlung. Die kann der Fall sein nach einer längeren Winter- oder Babypause. In dieser Zeit kümmert sich keine Seele um das Material. Die Folge ist auch hier trockenes oder brüchiges Leder. Eine gute Lösung ist, denn Sattel wie auch Zaum zu ölen, damit es wieder die nötige Feuchtigkeit bekommt. Die ausgetrockneten Fasern im Sattel werden so wieder biegsamer und strapazierfähiger. Das Öl reguliert nämlich die Feuchtigkeit im Sattel. Ein- oder zweimaliges Auftragen auf der Fleischseite – dort wo das Leder rau ist – sollte genügen.

Es ist möglich, dass sich das Leder noch immer trocken anfüllt. In diesem Fall nicht noch mehr ölen, auch wenn es nur gut gemeint ist. Aber zu viel Öl führt zu einer schmierigen Oberfläche, die sich nicht mit einem Tuch wegwischen lässt.

Nochmals kurz zusammengefasst: Groben Schmutz abwischen, mit Seife waschen und danach fetten. Bei starker Austrocknung nach langer Pause kann Öl nachhelfen.

 

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