Wie können wir das Abwehrsystem unserer Pferde sinnvoll stärken?

Wie kann ich die Abwehrkräfte meines Pferdes sinnvoll und gleichzeitig nachhaltig stärken? Diese Frage möchte ich euch in diesem Blog gerne beantworten.

Wer kennt es nicht: Endlich Urlaub! Zuvor noch eine stressige Woche, in welcher ihr alles wichtige noch erledigen musstet und nun endlich die ach so verdienten Ferien. Aber anstatt Erholung, liegt ihr mit einer Erkältung oder Grippe im Bett.

Erkältungen suchen uns oft in stressigen Phasen unseres Lebens oder in durch Veränderung gekennzeichneten Phasen heim. Es scheint also, als wäre unser Immunsystem von Körper und Kopf abhängig. Die Abwehrkraft ist etwas Ganzheitliches und wird vom ganzen Organismus beeinflusst, somit auch von der Psyche. Unser Immunsystem regeneriert den Körper nach Erschöpfung und schütz uns und die Tiere vor Krankheitserregern und unterstützt die Vitalität. Besonders anfällig für Infektionen sind bei geschwächten Tieren die Schleimhäute, das Verdauungssystem und die Atemwege.

Von Vorteil ist es, die Abwehrkräfte dann zu unterstützen, wenn sie es besonders nötig haben. So zum Beispiel beim Fellwechsel, dem Absetzen eines Fohlens oder dem Wechsel in eine andere Herde. Eine moderate sportliche Betätigung fördert das Immunsystem. Überforderung hingegen wirkt sich negativ auf den Abwehrmechanismus aus. Daher sind ausreichende Ruhepausen zwischen einzelnen Trainingseinheiten sehr wichtig, damit sich der ganze Organismus regenerieren kann.

Artgerechte Haltung und bedarfsgerechte Fütterung sind die Basis für ein gesundes Immunsystem. Wird der Darm durch einen Futterwechsel belastet, ist das Pferd viel anfälliger auf Infekte. Es besteht also eine enge Verbindung zwischen dem Darm und dem Abwehrsystem.

In freier Natur bewegt sich ein Pferd bis zu 16 Stunden ruhig grasend fort. Das Problem vieler Ställe ist, dass der hohe Bedarf an qualitativ hochwertigem Rauffutter nicht gedeckt wird. Oft sind die Fresszeiten durch kleine Raufuttermengen begrenzt und es entstehen Fresspausen. Ebenfalls muss bei der Fütterung beachtet werden, dass qualitativ einwandfreies Futter verwendet wird. Denn verschimmeltes oder mit Bakterien verseuchtes Futter schwächt auf Dauer das Immunsystem. Die Folgen von verschimmeltem Futter treten oft erst später ein und sind somit nur schwer nachvollziehbar.

Spielen wir ein bisschen Kräuterhexe:

Diverse Kräuter können das Immunsystem positiv unterstützen. So zum Beispiel Rosenblütenblätter. Sie sind eine Wohltat für den jungen und alten Magen und Darm. Die Rosenblütenblätter können frisch oder getrocknet zusammen mit Gänsefingerkraut, Fenchel, Kamille, Schafgarbe und Odermenning gegeben werden. Ebenfalls sind Hagebutten sehr gut für ältere Pferde. Sie steigern die Immunabwehr und wirken durchblutungsfördernd, schmerzlindernd und entzündungshemmend. Andere typische Seniorenkräuter sind stoffwechselaktivierenden Brennnessel- und Löwenzahnblätter, sowie Löwenzahnwurzeln und auch durchblutungsfördernder Weissdorn.

Wie ihr merkt können wir also richtig kreativ werden. Aber Vorsicht, damit ihr nichts Falsches erwischt ist ein gutes Bestimmungsbuch von Vorteil!

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