Welche Pflanzen sind giftig für Pferde Teil 3

Adonisrösschen

 Das Frühlings-Adonisröschen erkennt man leicht an seinen drei bis sieben cm grossen, gelben Blüten. Sie haben 10-25 Blütenblätter und blühen von April bis Mai. Man findet die Pflanze auf kalkhaltigem, trockenem Boden, auf sonnigen Hängen und in Kieferwäldern. Der Verzehr verursacht Atemnot, Schleimhautschwellung, Durchfall und Gleichgewichtsstörungen.

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Christrose

Die Blüten der Christrose sind weiss, teilweise auch rot überlaufen. Sie haben fünf Blütenblätter und gelbe Staubblätter. Die Blütezeit ist sehr früh im Jahr, von Dezember bis Februar. Die Pflanze wird 15-30 cm hoch. Die Pflanze ist seltener anzutreffen, daher ist das Risiko, dass Pferde sie fressen gering. Sie wächst nur auf humusreichen Böden, z.B. in den Alpen. Sie steht ausserdem unter Naturschutz. Alle Pflanzenteile sind giftig und verursachen Erregungszustände und Lähmungen des Zentralennervensystems.

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Efeu

Das Efeu ist ein Kletterstrauch, der mit seinen Haftwurzeln Höhen von bis zu 20m erklimmen kann. Er windet sich oft an Bäumen empor, entzieht ihnen aber keine Nährstoffe. Die Blüten erscheinen von August bis Oktober und sind recht unscheinbar. Sie haben eine grünliche gelbe Färbung. Efeu wächst in Parkanlagen, Felsen, Mauren und Buchen- und Eichenwäldern.

Grössere Mengen Efeu führen zu schweren Koliken, da er giftige Saponine enthält. Vorsicht bei Pferdeweiden, die an mit Efeu bewachsene Hauswände grenzen.

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Farne

Der Adlerfarn hat hellgrüne, derbe Blätter, die zweifach gefiedert sind. Die Blattfläche ist bogenförmig geneigt, der Blattrand eingerollt. Er wird bis zu zwei m hoch.

Der Wurmfarn wächst bis zu einem m hoch und breitet seine Blätter trichterförmig aus. Die Blätter sind doppelt gefiedert und haben jeweils 20-35 Fiedern an der Mittelrippe. Auf den Blattunterseiten bilden sich von Juli bis September die Sporen.

Adler- und Wurmfarn wachsen an Waldrändern und Lichtungen. Sie sind die gefährlichsten Vertreter in dieser Pflanzengattung. Nervosität, Krämpfe und blutiger Durchfall sind die Folge einer Farnvergiftung. Oft treten diese Krankheitszeichen nicht direkt nach dem Fressen auf, sondern erst einige Tage später, sodass der Zusammenhang der Erkrankung mit dem gefressenen Farn häufig unbemerkt bleibt. Frisst das Pferd über einen längeren Zeitraum grosse Mengen Farn, können sich diese Symptome derart verstärken, dass sie ohne tierärztliche Hilfe zum Tod des Pferdes führen.

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Ginster

Der Ginster ist ein Strauch von 50-200 cm Höhe. Er trägt goldgelbe Schmetterlingsblüten einzeln oder zu zweit in den Achseln der Blätter. Die gelben Blüten fallen durch ihren eingerollten Griffel auf. Er wächst vorwiegend auf Sandböden, auf Heiden, an Wegen und Kahlschlägen. Oft wird er als Zierpflanze in Hecken gepflanzt. Die gesamte Pflanze ist giftig und erzeugt hohen Pulsschlag und Lähmungen der Atemwege, der Tod tritt durch Erstickung ein.

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Kartoffel

Die Kartoffel ist eine bis zu einem m hoch wachsende Pflanze, die an ihren unterirdischen Ausläufern die Fruchtknollen entwickelt. Ihre Blüten erscheinen von Juni bis August und haben eine weisse bis violette Farbe mit auffallend gelben Staubbeuteln. Rohe Kartoffeln und vorwiegend das Kraut der Pflanze sind für Pferde absolut unverträglich und gehören in keine Pferdefütterung. Es entstehen Darmreizungen, Krämpfe, Durchfall und schwere Koliken sowie Blutzersetzung.

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Kreuz-oder Jakobskraut

Das Jakobs-Kreuzkraut wächst 13-120 cm hoch, trägt gelbe Blütenköpfchen mit 13 Zungenblüten, die in aufrechten Doldentrauben stehen. Blütezeit ist von Juni bis Oktober. Die Pflanze wächst an Wegen und Rainen, man findet sie an Waldrändern und Gebüschen auf Wiesen und Weiden. Das Jakobs-Kraut bevorzugt lehmige Tonböden. Das Kraut enthält Alkaloide und bleibt auch im getrockneten Zustand (Vorsicht im Heu!!) giftig. Die Symptome einer Vergiftung zeigen sich in Verstopfung, Appetitlosigkeit und schwankenden Gang. Bei vermehrter Aufnahme können Leberschäden u.a. weitere Schäden auftreten. Bei rechtzeitiger tierärztlicher Behandlung ist eine Rettung möglich.

 

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Lebensbaum, Thuja, Zypressen

Der Lebensbaum wächst bis zu 15m hoch, tritt oft auch strauchartig oder mit mehreren Stämmen auf. Seine Rinde ist von graubrauner Farbe. Die schuppenförmigen Blätter sind immergrün, an ihrer Oberseite dunkler, an der Unterseite heller gefärbt. Sie riechen beim zerreichen stark aromatisch. Ihre Blütezeit ist von April bis Mai. Diese sehr häufig vorkommende Zierpflanze, oft als Hecke in Wohngebieten zu sehen, enthält in ihrem Milchsaft das giftige Euphorbon und zusätzlich ätherische Öle. Leider zählen Reiter diese Pflanze meist zu den ungefährlichen Tannen-oder Fichtengewächsen und lassen ihre Pferde fressen. Die giftigen Inhaltsstoffe erzeugen eine starke Schleimhautreizung und Koliken. Im zunehmenden Stadium kommt es zu einer Leberdegeneration, die unbehandelt den Tod zur Folge hat.

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Lupinen

Die Schmetterlingsblüten der Lupinen stehen in 30-50 cm langen Tauben, ihre Blütenfarbe ist entsprechend der Art verschieden. Lupinen werden bis zu 150cm hoch und blühen von Juni bis August. Sie wachsen an Waldrändern und Böschungen, häufig als Zierpflanze in Gärten. Sie ist wegen ihres hohen Eiweissgehaltes für Pferde sehr ungesund. Der Hauptanteil der Giftstoffe ist in den Samen enthalten. Sie enthält Alkaloide und bewirkt Erregungszustände, Krämpfe, Leberschäden und Hufrehe.

 

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Maiglöckchen

Das Maiglöckchen trägt seine weissen, glockenförmigen Blüten in einer endständigen, langgestielten Traube. Die Blüten weisen alle in eine Richtung und duften stark. Sie blühen von Mai bis Juni. Im Juli bis August erscheinen dann die roten Beeren. Es gehört zu den Liliengewächsen. ACHTUNG die Blätter des Maiglöckchens sehen den Bärlauch blättern zum Verwechseln ähnlich! Gewissheit bringt ein Geruchstest.

Die Pflanz wächst vorwiegen in Laubwäldern, in schattigen Waldlagen und Gärten. Der Geschmack ist scharf, bitter und widerlich. Alle Teile der Pflanze sind giftig, bei übermässigem Fressen kommt es zu Durchfall, Benommenheit und Kreislaufschwäche.

 

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Nachtschatten

Der schwarze Nachtschatten trägt weisse Blüten, sie stehen in Trauben und haben fünf Blütenblätter, mit gelben, auffälligen Staubbeuteln. Ihre Blütezeit ist von Juli bis Oktober. Danach reifen die erbsengrossen schwarzen Früchte heran. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 30-100 cm. Der Nachtschatten wächst an Wegrändern, Schuttplätzen oder Unkrautfluren, er stellt wenige Ansprüche an den Boden. Alle Teile der Pflanze sind giftig, seine Alkaloide erzeugen Schwäche und Teilnahmslosigkeit bis hin zu Niederstürzen.

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Osterglocke

Die Osterglocke (Narzisse) wächst aus einer braunen Zwiebel und wird 15-40 cm hoch. Die Blüten sind gelb oder weiss und haben sechs Blütenblätter, innen mit einer Nebenkrone. Sie stehen meist einzeln auf einem langen Stängel. Die Blätter haben eine linealische Form und sind etwas so lang wie der Blütenstängel. Sie blühen vom März bis Mai.

Es ist vorwiegend eine Gartenpflanze. Die Pflanze selber stellt nur eine geringe Gefährdung für die Gesundheit des Pferdes dar. Wird jedoch die Zwiebel mit gefressen, kann es zu starken Kolikanfällen kommen.

 

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Pfaffenhütchen

Das Pfaffenhütchen wächst als Strauch und kann bis zu sechs m hoch werden. Die weisslich bis grünlichen Blüten haben vier Blütenblätter und erscheinen im Mai bis Juni. Die Pflanze wächst in Wäldern und Gebüschen. Besonders der Samen dieses Strauches enthält einen sehr giftigen Bitterstoff. Je nach gefressener Menge leiden die Pferde an Kreislaufstörung, Magen-Darm- Problemen und Durchfall.

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Rhododendron

 

Typisch für alle Rhododendron Arten ist ihre lorbeerähnliche Blattform. Die Sträucher erreichen eine Höhe von bis zu fünf m und haben entsprechend ihrer Zuchtform mannigfaltige Blütenfarben und Formen. An ihren natürlichen Standorten werden sie bis zu 12 m hoch. Sie ist eine geliebte Gartenpflanze.

Alle Arten dieser Zierpflanze erzeugen Schleimhautreizungen, bluten Durchfall und schwere Koliken.

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 (Bildquelle: Google)

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