Welche Pflanzen sind giftig für Pferde Teil 2

Gartenbohne, Grüne Bohne

 Die rohen Bohnen und besonders der Samen sind sehr giftig. Einige Stunden nach dem Fressen kommt es zu blutigem Durchfall, schwerer Kolik und erhöhtem Pulsschlag. Die Gefahr dieser Gemüsepflanze besteht dann, wenn Pferdeweiden direkt an Nutzgärten angrenzen und die Tiere über den Zaun hinweg an die Bohnenpflanzen gelangen.

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Goldregen

 Der Goldregen wächst als Strauch und erreicht eine Höhe von fünf bis sechs Metern, kann mitunter aber auch bis zu 15m hoch werden. Seine gelben Schmetterlingsblüten sind etwas zwei cm gross und hängen in etwa 30 cm langen Trauben. Die Blütezeit ist von Mai bis Juni. Der Goldregen trägt keine Dornen. Am meisten findet man den Goldregen als Zierstrauch in Gärten von Wohngebieten. Bereits 200 Gramm des Samens enthalten eine für Pferde tödliche Menge Gift. Eine Vergiftung durch Goldregen zeigt sich im Speichelfluss, hastigem Atmen, Krämpfen und Durchfall. Der Tod tritt durch Atemlähmung- und Stillstand ein.

Enthaltene Gifte sind Alkaloid Cytisin, Labaruamin, Laburnin und N-Methylcytisin.

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Herbstzeitlose:

 Die Herbstzeitlose treibt von August bis Oktober ihre rosafarbene bis hell violette Blüte aus der Erde. Die trichterförmige Blüte scheint auf einem Stiel zu sitzen, der aber in Wirklichkeit die Blütenröhre darstellt und aus der 15-20 cm tief sitzenden Zwiebelknolle entspringt. Sie haben eine Tulpen ähnliche Form. Die Pflanze wächst auf feuchten Wiesen und Weiden. Sie ist ein sehr giftiges Knollengewächs. Sie bewirkt heftiges Schwitzen, Krämpfe und Koliken mit blutigem, schleimigen Durchfall. Der Tod erfolgt durch Atemlähmung-und Stillstand.

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Liguster

 Die weissen Blüten des Gemeinen Ligusters haben vier Blütenblätter und stehen in dichten Rispen. Sie verströmen einen unangenehmen Geruch und erscheinen von Juni bis Juli. Die Pflanze entwickelt ab September ihre schwarzen, erbsengrossen Beeren, die man auch noch im Winter am Strauch findet. Die Pflanze wächst an Waldrändern und Gebüschen.

Wenn ein Pferd nur 100 Gramm frisst, recht dies aus, es zu töten. Liguster ist eine weit verbreitete Heckenpflanze, die Reiter und Pferde häufig in allen Landstrichen, besonders in Wohngebieten antreffen.

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Oleander

 Der Oleander wächst als Strauch und manchmal auch als kleiner Baum. Seine rosafarbenen oder weissen Blüten stehen in Trugdolden und haben fünf Blütenblätter, Die Pflanze wächst bis zu sechs Meter hoch. Er ist gerne an Orten an denen es etwas mehr Wasser hat.

Nur zehn Blätter des Oleander genügen, um ein Pferd zu töten, Das in den immergrünen Blättern am stärksten konzentrierte Guft erzeugt im Anfangsstadium Durchfall und Kolik. Da sich jedoch hinter diesen Symptomen auch viele andere Ursachen verbergen können, ist diese Vergiftung äusserst tückisch und schwer zu erkennen. Das Pferd stirbt letztendlich an Herzstillstand und Atemlähmung.

 

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Seidelbast

 Der Gemeine Seidelbast ist ein Strauch, der ein bis zwei Meter hoch wächst. Seine rosafarbenen Blüten erscheinen vor den Blättern von März bis Mai und sitzen direkt an den holzigen Stängeln. Sie verströmen einen starken Duft. Im Juli bis August reifen die einförmigen, roten Beeren heran. Es gibt auch den Gestreiften Seidelbast und der Rosmarin- Seidelbst. Er wächst eher auf trockenem Gebiet und Heiden. Bereits 30 Gramm dieser Pflanze können für Pferde tödlich sein, da alle Pflanzenteile das scharf schmeckende Gift Mezerin enthalten. Er verursacht starke Maulschleimhautschwellungen und Darmentzündungen.

 

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Schöllkraut

 Das Schöllkraut hat gelbe Blüten, die zu zwei bis sechs Stück in Dolden stehen. Die Blüten bestehen auf vier Blütenblättern sowie zahlreichen Staibgefässen und werden ein bis zwei cm gross. Er blüht vom Mai bis September. Das Schöllkraut ist eine sehr anspruchslose Pflanze, die an Mauern, Hecken und Schuttplätzen besonders auf kalkhaltigem Boden zu finden ist. Das ganze Gewächs, aber vor allem der Milchsaft, ist sehr stark giftig. Es treten vor allem beschleunigter Atem und blutiger Durchfall auf.

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Stechapfel

 Der Stechapfel hat weisse, manchmal auch hellblaue Blüten, die fünf bis acht cm lang werden. Die Pflanze verströmt einen starken, betäubenden Geruch, der leichte Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann. Die Blütezeit ist von Juni bis September. Die Stechapfelfrucht enthält süss schmeckende, blauschwarze Samen. Der Steckapfel erreicht eine Höhe von 30-100 cm. Hochgradig giftig sind die stark alkaloidhaltigen Samen, aber auch alle anderen Pflanzenteile sind sehr giftig. Hat das Pferd nur wenige Gramm dieser Pflanze gefressen, tritt nach starkem Schwitzen eine Lähmung des Zentralennervensystems ein, die das Pferd im fortschreitenden Stadium sehr schwächt und zum Taumeln bringt. Die Vergiftung kann einen tödlichen Atemstillstand zur Folge haben.

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Tollkirsche

 Die Tollkirsche trägt glockige, aussen braunviolette und innen gelbgrüne Blüten mit fünf Blütenblättern. Die Blüten werden bis zu drei cm gross und stehen einzeln zwischen den oberen Laubblättern. Die Pflanze kann bis zu 150 cm hoch werden. Die Tollkirsche blüht von Juni bis August. Die Tollkirsche gedeiht an warmen Waldrändern, an Kahlschlägen und auf Lichtungen in Laub-und Laubmischwäldern. Die Blätter und der Samen der Tollkirsche sind hochgiftig, nur 125 Gramm des Samens enthalten für ein Pferd eine tödliche wirkende Giftmenge. Überwiegend enthält die Pflanze Atropin, dies erzeugt beschleunigten Puls, starkes Schwitzen und Magen-Darm- Beschwerden.

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Wasserschierling, Sumpfgift

 Die doldenförmig angeordneten Blüten des Wasserschierlings sind weiss und haben fünf Blütenblätter. Die Dolde besteht aus 15-20 Strahlen, die Blütezeit ist von Juli bis August. Die sich im August bis September entwickelnden Früchte sind einförmig bis rund gelbbraun und ca. drei mm breit. Die Pflanze wird 60 – 150 cm hoch.

Dieses sehr stark giftige Gewächs findet man an Bauchufern, Sumpfgebieten und Teichrändern. Es hat einen unangenehmen Geruch und der Stängel ist mit einem gelben Saft gefüllt, der sehr stark giftig ist. Bereits zehn Gramm sind eine für Pferde tödliche Dosis. Eine Vergiftung äussert sich in Gleichgewichtsstörungen, der Tod tritt durch Atemlähmung ein.

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