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Vorbereitung Winterweide

In acht Wochen heisst es für unsere Pferde ab auf die Winterweide! Wir bringen sie für 6 Wochen auf eine grosse Weide mit vielen anderen Pferden. Nicht nur die Pferde machen Ferien, sondern auch wir.

Im heutigen Beitrag möchte ich euch aufzeigen, wie wir unsere Pferde auf die Winterweide vorbereiten.

Anweiden.

Unsere Jungs sind aktuell täglich auf der Weide, egal bei welchem Wetter. Wir haben das grosse Glück, dass wir unsere Weide selber einteilen können und so teilen wir immer auf. Jedes Weideteil kann sich so gut erholen und das Gras wächst nach. Wir sind hier also klar schon das ganze Jahr auf die Vorwinterweidezeit vorbereitet. Zwei Wochen vor der Winterweide starten wir damit, die Jungs länger als die gewohnten eins bis zwei Stunden raus zu lassen. Hier steigern wir wie beim Anweiden gewohnt, in Zeitschritten. Zuerst lassen wir sie dann in der Nacht früher raus, holen sie aber zeitgleich rein. Im Moment gehen sie um halb 6 in der Früh raus und werden zwischen halb sieben und sieben Uhr rein geholt. Das heisst nachher, gehen sie in den ersten drei Tagen jeweils dreissig Minuten mehr raus, einfach in die Nacht hinein verschoben. Wenn wir dann auf so vier bis fünf Stunden sind, können sie am Morgen einen Teil der Weidezeit einbeziehen und den Rest am Nachmittag. Konkret bei sechs Stunden: 04.00 - 07.00 und 15.00 - 16.00 So ziehen wir dann die Nachmittagsweide zur Morgenweide hin, also jeweils immer eine Stunde früher raus. Bis die Lücke sich schlisst und die Pferde so von 05.00 bis 17.00 Uhr raus können. Mit dem elekrischen Weidetor können wir uns diesen Luxus gut leisten. Die Pferde gehen über die Zeitschaltuhr gesteuert raus.  Unser Ziel ist es, dass die Pferde dann möglichst lange auf der Weide sein können, ohne das wir die Weide komplett zerstören.

Abtrainieren.

Neben der Futteraufnahme ist auch das Training sehr wichtig. Hier lassen wir es langsam auslaufen und die Pferde gehen trotzdem nicht total untrainiert auf die Weide. Wir gehen mit dem Training zwei Wochen vor der Abnahme der Hufeisen runter, zuerst von vier bis fünf Mal reiten auf drei Mal reiten und dann in der letzten Woche noch zwei Mal. Dann sind sie ja auch schön längere Zeit am Stuck auf der Weide und das passt sich gerade schön aneinander an.

Körperpflege.

Vor zwei Wochen haben wir unseren Pferden den Hals und Bauch geschoren, dass wird genau reichen, dass die Haare bis zur Winterweide wieder genügend nachgewachsen sind. Für auf die Weide empfiehlt sich keine Winterfellfrisur. Die Pferde sind draussen und trotzen dem Wetter. Dennoch bereiten wir die Jungs ein wenig vor. Wir schneiden vor der Winterweide den Schweif immer tendenziell ein wenig kürzer als sonst. So haben wir mehr Chancen, dass die schöne Haarpracht überlebt. Die Mähne wird nochmals ordentlich gekämmt und gepflegt, bringt aber ehrlichgesagt nicht wirklich viel. Die Ponys sehen nach der Winterweide meist ziemlich zerzaust aus.

Wir buchen den Zahnarzt immer ca. fünf Wochen vor der Winterweide. Das passt vom Trainingszeitraum optimal und wir können sicher sein, dass sie auf der Winterweide kein Zahnweh haben.

Geimpft werden unsere beiden Pferde sowieso zwei Mal im Jahr ebenfalls entwurmt. Hier legen wir Wert drauf, das möglichst zeitnah ander Winterweidezeit zu planen.

Die Hufeisen kommen natürlich auch weg, das wäre im Ernstfall zu gefährlich auf der Weide.

Hier berechnen wir ca. zwei Wochen vor der Winterweide für die Abnahme einen Termin. In dieser Zeit machen die Pferde eigentlich schon Ferien, sind aber bei uns im Stall.

Was muss mit?

Bei unserer Winterweide muss nichts mit ausser der Pass und das Halfter. Wir buchen auf der Winterweide immer gleich noch ein Impftermin mit, so macht der Tierarzt, der täglich kommt, die Impfung gleich vor Ort. Das geht aber nur, wenn die Pferde die Impfungen gut verkraften.

Dazu kommt ein Halfter und gut ist. Mehr brauchen sie in dieser Zeit nicht.

Und was machen wir in dieser Zeit?

Wir nutzen die Zeit dieses Jahr ganz individuell. Ich darf bei Aeringis Züchter auf dem Hof aushelfen und mich so selber ein wenig weiterbilden, meine zwei Gspähnlis machen einfach frei, sie geniessen die Zeit. Im Stall müssen wir ja dann eigentlich nichts machen. Wir gehen aber wöchentlich vorbei, kontrollieren den Boden und kümmern und um allfällige Probleme. Dazu kommt ein Winterputz und Renovierung, alles was das Jahr durch nicht gleich gemacht wurde, wird in dieser Zeit erledigt.

Da nach der Winterweide ein neues Pferd einziehen wird, werden wir den Stall noch einmal ein wenig ummodeln und mit zusätzlichen Futterautomaten ausstatten.

Dazu kommt, dass wir unsere Sattelkammer mal grundsätzlich überdenken sollten, einen neuen Kühlschrank organisieren müssen und die Mikrowelle mit Raclette einweihen wollen. Ihr merkt, es wird uns nicht langweilig.

Am Anfang hatte ich meine Bedenken, so lange ohne Aeringi. Ich geniesse die Zeit aber sehr und ich denke wirklich, den Pferden tut eine Reitauszeit auch gut.

Was haltet ihr von einer Winterauszeit? Kommt das für euch überhaupt in Frage?

Ich freue mich auf die Ferien und wünsche euch allen einen schönen Herbst.

Xenia mit Aeringi

 

 

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