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Vom Isländer aufs Grosspferd

In meinem letzten Beitrag habe ich erwähnt, dass ich bald über die Unterschiede zwischen Isländer und Grosspferde berichten möchte. Heute ist es soweit!

Vor einigen Wochen hatte ich das Vergnügen bei meiner Freundin wieder einmal in den Grosspferdesattel zu steigen.

Die Unterschiede der Pferdewelten könnten nicht ausgeprägter sein.

Starten wir mit dem Equipment!


Sattel und Zaum ist bei allen gleich, obwohl die Islandzäume keine Kehlriemen aufzeigen. Wir Isländer haben wie bei den Grosspferden aber auch englische, englisch kombinierte und hannoverische bei uns liebevoll isländische Nasenriemen. Auch der Stirnriemen ist identisch.

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Für Grosspferde gibt es Springsättel, Dressursättel, Vielseitigkeitssättel und mehr. Bei den Isländern ist die Rede von einem Islandpferdesattel. Viele bekannte Marken wie Stübben, Amerigo und Prestige bieten extra Modelle für Isländer an. Dies hat mehrere Gründe. Ein Islandpferderücken ist kürzer als der von einem Grosspferd. Dazu kommt die enorme Aktion im Schulterbereich, diese fordert den Sattel im Schnitt heraus. Der Schwerpunkt vom Reiter muss trotz der Länge des Sattels passen. Dazu kommt, dass viele Isländer Sättel eher flach gebaut sind, dies soll für ein besseres Tölt Gefühl sorgen.

Zuhause habe ich einen Stübben Portos, extra für Isländer natürlich. Er ist eher im Dressurstyl geschnitten und ich fühle mich sehr wohl. Im Dressursattel von der Stute die ich reiten durfte, fühlte ich mich aber auch gut.

Wenn wir los tölten, helfen uns Boots für besseren Takt. Das kenne ich aus dem Grosspferdebereich gar nicht. Dafür haben wir hier die Gamaschen, die ich eigentlich fix zum Equipment zähle.

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Wenn wir dann los reiten, sind die Unterschiede sehr klar zu spüren. Kein Isländer den ich je geritten habe, schreitet so wie ein Grosspferd. Die langen Beine und auch der sicherlich grössere Körperbau sorgt für ein ganz anderes Reitgefühl.

Wenn das Pferd dann trabt, trabt es. Es gibt kein Gangsalat mit Tölt oder Galopp, es gibt einen Gang, den Trab. Ich bin vielleicht frech aber ich sage jetzt, wenn man einmal traben kann, kann man jedes Pferd traben. Leichtreiten ist eine Kunst, wer es neu lernen muss weiss das. Aussitzen sowieso, der Trab bleibt aber Trab. Klar, jedes Pferd trabt anders, es trabt aber, der Takt, ist der Gleiche.

Bei unseren Isländer ist das eine andere Geschichte. Es gibt Trabtölt, Töltrab, Passigentölt, Passigentrab, Tölt, Trab, Rolle im Tölt, Rolle im Trab, die Liste könnte noch endlos weiter gehen. Trab ist nicht gleich Trab. Bei jedem unserer Vier Pferde muss ich das Traben anders angehen, jedes Pferd ist anders eingestellt. Dies bezieht sich nicht unbedingt auf das gerittene Eingestellt Sein, sondern auf die Gangveranlagung eines Pferdes. Dies ist bei Isländer viel individueller als bei einem drei Gänger.

Als nächstes kommt das Neven Kostüm. Ich habe bei meinen Freundinnen rumgefragt, was sie als Unterschied sehen. Lustiger weise wurden die Nerven immer als Erstes genannt. Ich will nicht behaupten, dass alle Grosspferde die ich kenne ein schlechtes Nervenkostüm haben aber, ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass die Isländer die ich kenne, stabilere Nerven besitzen. Sie sind näher am Urpferd, leben rustikaler und sind auch für Tierärzte teilweise ein Rätsel. Gerade beim Thema Kolik ist bekannt, dass viele Isländer erst Sympthome zeigen, wenn es schon fast zu spät ist. Für mich hängt das alles mit den Nerven zusammen. Das urchige, bodenständige wird in Island in den Zuchten gefördert, Durchbrenner, Bocker und co. Werden gar nicht erst weiter gezüchtet. Egal, wie viel Leistung dahinter ist. Bekannte Hengste werden als Kinderponys gebraucht. Diese Eigenschaften sind für die Pferdezucht allgemein in meinen Augen einzigartig.

Nichts desto trotz vermisse ich vor allem das Galoppieren sehr. Die riesen Galoppaden, die Geschwindigkeit und die Kraft, die man einfach bei einem Grosspferd deutlich mehr spürt als bei einem Isländer.

 

Ich finde die Abwechslung spannend und freue mich, wenn ich wieder einmal in einen Grosspferdesattel steigen darf. Lernen, muss ich sowieso noch viel und je mehr Pferde ich reiten kann, desto besser werde ich!

 

Du hast Fragen zum Unterschied? Dann melde dich doch bei mir!

Eine schöne Woche

Xenia mit Aeringi

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