Voller Erfolg am CSIO St.Gallen für die Schweiz

Turniere wie der CSIO Schweiz in St. Gallen bilden die ganz grosse Bühne des Springsports. Mit über 34'000 Zuschauern ist der CSIO eines der grössten Turniere der Schweiz. Seit 2013 ist die Schweizer Uhrenmarke Titelpartner des CSIO. Longines engagiert sich schon seit Jahren im Springsport und präsentiert sogar eine offizielle Uhr des Longies CSIO Schweiz St. Gallen 2015.

Das Programm des diesjährigen CSIO umfasste zehn internationale Prüfungen, sowie die nationale CSIO Goodwill-Trophy, die Paddock-Golf-Prüfung und die Generation Team-Trophy.

Bei der Generation Team-Trophy konnten sich internationale Stars in einem Team mit einer Schweizer Nachwuchshoffnung messen. Uns freut es besonders, dass sich der reitsport.ch Botschafter Henri Sturzenegger in dieser anspruchsvollen Prüfung zusammen mit seinem Teampartner Daniel Etter einen genialen dritten Platz sichern konnte.

Das Paddock Golf bildete den Abschluss am Samstag. Das Spezielle daran: Die Organisatoren verbanden zwei völlig verschiedene Sportarten zu einer komplett neuen Prüfung! Ein Reiter und ein Golfspieler bildeten hier das Team. Zu der Zeit mit den addierten Punkten für Sprungfehler kamen noch Punkte pro Golfschlag hinzu. Der Golfball wurde dabei aber von einem Tennisball ersetzt, damit die Zuschauer das Ganze besser mitverfolgen konnten. Diese Unterhaltungsprüfung konnten der Belgier Jos Verlooy als Reiter zusammen mit dem ehemaligen Schweizer Eishockeytorwart Renato Tosio als Golfer mit 59.32 Sekunden für sich entscheiden.

Aber nicht nur Profireiter hatten die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Auch Amateuren wurde das einmalige Erlebnis zuteil, im Stadion Gründenmoos zu starten und zwar an der sogenannten Goodwill-Trophy. Diese bestand aus zwei Prüfungen: Die erste am Donnerstag und dem Finale am Samstag. Dabei konnte Reto Kaufmann mit Cortez II seinen Sieg vom letzten Jahr verteidigen. Gratulation!

Beim Longines Grand-Prix dominierte der angriffig reitende Romain Duguet. Als der gebürtige Franzose schliesslich im Stechen mit 77 Hundertstel vor Olympiasieger Steve Guerdat siegte, war die Freude riesig. Ist dieser Sieg doch der 12. Schweizer GP-Triumph am CSIO im eigenen Land und der bislang grösste Erfolg des Reiters. Duguet durfte aber nicht nur den GP-Sieg feiern, auch sonst war es für den vor drei Jahren eingebürgerten Schweizer ein mehr als erfolgreiches Wochenende: Mit Quorida de Treho ritt er zwei geniale, fehlerfreie Runden im Nationenpreis und am Samstag belegte er ausserdem mit dem Hengst Otello du Soleil den zweiten Platz im Jagdspringen. Angesichts dieser Leistung dürfte Duguet wohl endgültig in der Schweizer WM-Equipe für Aachen dabei sein.

Aber auch andere Schweizer Reiter durften sich freuen. Auf Rang fünf platzierte sich Jannika Sprunger mit Bonne Chance, Platz sieben belegte Nadja Peter Steiner mit Celeste und Rang neun ging an Christina Liebherr mit Eagle Eye.

Leider schon in der ersten GP-Runde ausgeschieden sind einige meiner Favoriten: Paul Estermann musste mit seinem Erfolgspferd Castlefield Eclipse zwei Abwürfe in der Dreierkombination verbuchen und Pius Schwizer passierte ein ärgerlicher Fehler am letzten Sprung. Martin Fuchs mit PSG Future musste sich zwei Fehler anrechnen lassen und auch der Stilist Ludger Beerbaum hatte einen Abwurf am Bidet. So hat es leider nicht für die zweite Runde gereicht.

Im Rahmen des Furusiyya FEI Nations Cup (TM) traten die Equipen aus Belgien, Frankreich, Grossbritannien, Deutschland, Irland, Italien und den Niederlanden gegen die Schweiz an. Und es hätte für die Schweiz nicht besser laufen können. Bis ganz zum Schluss bliebt es spannend: Belgien gewann schliesslich mit neun Fehlerpunkten vor der Schweiz mit zwölf Punkten. Auf Rang drei platzierte sich Irland. Somit schaffte es die Schweiz seit ihrem letzten Heimsieg 2000 in Luzern bereits zum neunten Mal aufs Podest. Den letzten Schweizer Sieg an einem CSIO Nationenpreis konnten wir letztes Jahr mit der Equipe von Andy Kistler in Lummen (BE) feiern.

Überschattet wurden diese sportlichen Höhepunkte von einem Vorfall ausserhalb des Springrasens. In der Nacht auf Sonntag befreite sich nämlich Romain Duguets Hengst Otello du Soleil aus seiner Box. Man fand ihn am Sonntagmorgen in der Box von Kevin Stauts Stute Quismy wieder. Zwar tönt das nach einem unterhaltsamen Zwischenfall, doch leider wurde festgestellt, dass sich die Pferde dabei verletzt haben. Die Veranstalter betonen, dass die Stallungen den genauen Vorgaben des FEI entsprechen und auch für die Sicherheit eine genügende Nachtwache vor Ort war. Die genauen Umstände und Folgen werden noch geklärt.

Auch reitsport.ch war mit einem Stand hautnah am Geschehen dabei und erhielt sogar Besuch von Ludger Beerbaum, der fleissig Autogrammkarten verteilte. Was für ein Wochenende!

 

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