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Übungen für den Alltag

Mein Lieblings Poni ist gerade für acht Wochen in den Winterferien. Bei Isländer ist das ganz üblich so. Die Pferde machen einmal im Jahr eine Pause. In Island ist das genau so. Obwohl ich Picasso mega vermisse geniesse ich die Zeit mit den anderen Isis und habe mir auch viele Gedanken in Sache Pferdeausbildung gemacht. Picasso kann zwar für sein Alter und die Anzahl gerittener Kilometer schon ganz schön viel, es gibt aber immer wieder neues, was mir als wichtig erscheint. Ein grosser Punkt ist das Vertrauen und der Respekt. Hier gilt es nicht nur, dass Picasso das lernt sondern das wir als Team zusammen wachsen und lernen.

Bei Picasso hatten wir oft das Problem, dass er uns vom Boden aus nur sehr schwer akzeptierte. Mehre male hat er mich umgerannt oder es war im schlicht egal, wo ich stehe. Umso mehr hat es mich gefreut als wir vor einem Monat unser letztes, zweites und erstes Turnier starten konnten. Letztes für dieses Jahr, zweites für mich und Picasso als Team und erstes in der Kategorie Dreigang. Neben dem Dreigang sind wir auch noch ein kleines Gymkana mit meiner Freundin und einem anderen Poni aus dem Stall gestartet. In der Früh konnte man den Parcours vom Boden aus mit dem Pferd begutachten. Klar, dass wir diese Chance nutzten. Die Stimmung in der Halle war angespannt und ich dachte mir schon, dass könnte ganz schön lustig werden mit meinem knapp fünfjährigen Grünschnabel. Picasso hat mich aber vom Gegenteil überzeugt. Ziemlich gelassen und cool hat er die Situation gemeistert und ich war extrem stolz. Wir konnten das Turnier im Dreigang im Mittelfeld beenden und im Gymkana ebenfalls. Was für ein erfolgreicher Tag. Nicht nur die Klassierungen sondern auch das drum herum.

Der Erfolg startet mit dem still stehen.

Stehenbleiben:

In meinen Augen ist eine sehr wichtige Übung das ruhig Stehenbleiben. Es gibt nichts mühsameres als Pferde die beim Putzen und Satteln immer hin und her tigern, am Hänger angebunden im Training oder am Turnier ist das dann schon ein Problem. Lerne deinem Pferd also ganz gezielt, ruhig zu stehen. Wenn das Pferd angebunden ist, kannst du damit starten es zu loben solange es ruhig steht. Entferne dich dann langsam einmal vom Pferd. Wichtig ist es, dass Pferd immer zu loben und die Abstände langsam zu verlängern. Wenn du nicht sicher bist, dass dein Pferd ruhig steht, dann entferne dich gar nicht. Praktisch ist auch, ein Kommando einzubauen. Oder das Pferd an einer bestimmten Stelle zu berühren oder zu kraulen. Manchmal muss man einfach ein bisschen ausprobieren. Picasso zum Beispiel entspannt sich total wenn ich ihm die Ohren kraule. Danach schläft er praktisch ein und steht schön ruhig, egal wo. Diese Verknüpfung hilft mir nicht nur beim Stehen bleiben. Es hilft zum Beispiel auch vor einem Ausritt mit fremden Pferden.

Korrigier dein Pferd nie mit Gewalt. Stelle dein Pferd ruhig wieder zurück und starte das Ganze wieder von vorne.

Es ist eine Geduldsprobe ja, aber es lohnt sich!

 

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