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Teilnahme am Stangenkurs bei Nadja Mächler

Ich kenne John Marti schon länger, da wir ihn früher als Physiotherapeuten für unsere Stute Gipsy B zu uns in den Stall holten. Auf Social Media wurde er jedoch durch seine Videos von den Stangenkursen regelrecht berühmt.
Plötzlich war es „IN“ mit dem Pferd auch einmal in eine Stangenstunde zu gehen und auch wir versuchten für unseren Reitverein einen solchen Kurs auf die Beine zu stellen, was sich jedoch organisatorisch leider nicht als einfach herausstellte.
Deshalb erfreute es mich umso mehr, als ich von der Stallbesitzerin die Ausschreibung eines Stangenkurses erhielt und meldete mich natürlich sofort dafür an. Natürlich mit der Bemerkung, dass für mich wirklich alle Stangen am Boden bleiben müssen, weil ich als Angsthase ja gar nichts mehr springe. =)

Abwechslung gegen den Winterblues
Wie bereits erwähnt wird Stangenarbeit eher als langweilig abgestempelt, weshalb ich gleich an dieser Stelle mit diesem (ungerechtfertigten) Vorurteil aufräumen möchte.
Denn in anderen Reitdisziplinen (z. B. Westernreiten), werden die Stangen kreativ gelegt, was nicht nur mehr Spass bringt, sondern gleichzeitig die Konzentration und die Geschmeidigkeit der Pferde verbessert.

Hand aufs Herz, wer hat den Winterblues (trotz seines milden und erst kurzen Daseins) auch schon voll erwischt? Wenn ich nur schon daran denke, heute Abend wieder die ganze Leuchtartikel- Bekleidung anzuziehen… *bähh*. Aber nicht nur uns Zweibeiner kann ein grauer Winter die Stimmung vermiesen. Auch unsere Pferde sind schnell gelangweilt von der tristen Eintönigkeit. Viele von ihnen drehen nur noch Runde um Runde in der Reithalle, denn die schönen Ausritte sind wortwörtlich „auf Eis gelegt“. Dabei ist es so einfach, den Tieren auch im Winter Abwechslung zu bieten. Ein Beispiel ist eben die Stangenarbeit, denn sie ist sowohl für das junge Nachwuchspferd oder den rüstigen Senioren, wie auch das wilde Korrekturpferd geeignet.
Wie bereits angetönt, stammen viele Aufgaben aus der Stangenarbeit aus dem Westernbereich, jedoch lassen sie sich super auf andere Disziplinen übertragen, denn ihr Ziel ist, ein wendiges, durchlässiges und aufmerksames Pferd, was man sich bekanntlich in jeder Reitweise wünscht. ;-)
Einzige Voraussetzung für die Stangenarbeit (wie auch in jeder anderen Arbeitsweise mit Pferden), ist ein guter Gesundheitszustand des Pferdes.

Die Stangenarbeit ist nicht nur eine super Abwechslung im Pferdealltag, nein sie gymnastiziert auch den Pferdekörper.

Doch die Stangenarbeit hat nicht nur einen hohen Spassfaktor, nein sie fördert auch die Kommunikation zwischen Mensch und Tier. Auch im Kurs mussten die Teilnehmer schnell feststellen, dass eine Übung nur gelingen kann, wenn beide zusammenarbeiten.
Dank diesem Training können mit der Zeit „Barrieren“ zwischen Mensch und Pferd abgebaut werden, sodass man zu einem echten Team zusammenwachen kann.
Ein weiterer positiver Punkt: ein vielfältiges Stangentraining gymnastiziert den Pferdekörper. Denn die Hinterhand wird aktiviert und der Rücken wölbt sich auf, wodurch er gelockert werden kann. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Pferd in Dehnungshaltung und ruhigem, gleichmässigen Tempo über die Stangen tritt.

 

Gipsy vergisst manchmal bei der Stangenarbeit, dass wir nicht mehr springen. :P

Damit auch die Stangenarbeit nicht zur Routine wird, sollte man den Übungsablauf immer wieder verändern. So wird das Pferd gleich aufmerksamer auf unsere Hilfen reagieren. Jedoch sollte immer bedacht werden, dass die Stangenarbeit einen körperlichen und geistigen Kraftakt für die Pferde darstellt, weshalb daher nur in kurzen Einheiten trainiert werden sollte.

Gerne gebe ich euch in einem nächsten Blog auch einige Übungsbeispiele an, welche ihr dann mit euren Pferden ausprobieren könnt.

Teilnahme am Stangenkurs
Aber nun zurück zu meiner Teilnahme am Stangenkurs im vergangenen Monat.
Da ich die Homepage und Facebook-Seite unseres Stalles verwalte, war ich natürlich schon bei der ersten Gruppe als Fotografin dabei. Dabei bemerkte ich schon einige Schwierigkeiten, welche mir Bauchschmerzen verursachten.

Offiziell waren hier die Stangen ja nicht mehr am Boden, aber leider teilte dann komischerweise trotzdem niemand meine Bedenken. :P

Ich dachte nur: „Oh je, wie soll Gipsy diesen Stangensalat nur bewältigen“. Dabei sind wir noch geübt, denn wir gehen einmal in der Woche in eine Stangenstunde!
Nach einer Dosis Bachblüten- Notfalltropfen hatte ich mich wieder gefangen und es konnte auch für uns losgehen.
Nachdem Nadja auch immer wieder geduldig erklärte wo wir durchreiten sollten, klappte es auch schon ganz gut. Das Einzige was mich störte, war, dass ich als dritte in der Reihenfolge auf die Stangen zuritt, was mich manchmal etwas irritierte, wenn ein Pferd vor mir stoppte oder plötzlich abwendete. Vor allem im Galopp habe ich gerne etwas mehr Platz vor mir, da Gipsy gerne auch mal anzieht und sobald ich eine verkürzte Dressurschnecke (sorry für den Ausdruck, aber diese bestimmten Pferde - / Reiterpaare kennen wir doch alle ;-)) vor mir habe, habe ich Angst, diese mit Gipsy umzunieten…
Und diejenigen Personen wissen selber, wie gerne ich auch ein solches Dressurtalent wäre ;-)

Deshalb ging am zweiten Kurstag auch alles viel besser, denn dort durfte ich als Spitze reiten und konnte so unser Tempo einhalten, ohne jemanden zu gefährden. :P
Gipsy war noch frisch geschoren, aber machte dennoch super mit, auch wenn ich zu Beginn etwas bedenken hatte, ob ich auch wirklich wieder gebisslos am Kurs teilnehmen sollte.
Nadja gab sich wie immer grosse Mühe jedem gerecht zu werden, was sie meiner Meinung auch geschafft hat! Sie hat uns in verschiedenen Stufe gefordert: sei dies mit dem parallel nebeneinander her reiten (und das noch in verschiedenen Gangarten), oder den Einzelaufgaben, bei welchen sich dann herausstellten, ob die Pferde auch wirklich auf die nötigen Hilfen achten oder lieber der Gruppe nach trotten. Weiter hat sie die Aufmerksamkeit der Pferde ausgebaut, indem sie verschiedene Abstände in den Stangenparcours eingebaut hat. Ausserdem förderte der Kurs mein Vertrauen (im Hinsicht auf die Trittsicherheit) von Gipsy, denn obwohl ich manchmal selber nicht mehr wusste, welche Kurve wir nun am besten wie anreiten, hat sie den „Mikado- Unfall“ in unserer Halle mit Bravur gemeistert!
Ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf eine Fortsetzung des Stangenkurses mit Nadja Mächler!

 

Übrigens, in dem Shop von reitsport.ch findest du auch gebisslose-Zäumungen

Gipsy hat die zwei Tage trotz all meiner Bedenken wie gewohnt super gemeistert!

Zum Schluss möchte ich euch gerne einige bewegte Impressionen in Form unseres Videos zeigen:

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