Teil 2: Wie reite ich mein Pferd zu einer Schönheit?

Nun habt ihr bereits im ersten Teil einiges darüber erfahren, wie man Pferde schön reiten kann (zuTeil 1 der Story). In diesem zweiten Teil werde ich euch nun noch einige weitere interessante Fakten aufzählen und erläutern.

Schleppen Pferde einen auffällig grossen Bauch mit sich herum, fehlen ihnen untenrum ein paar Muskeln. Man kann in der Regel davon ausgehen, dass wenn der Bauch hängt auch der Rücken schwach ist. Insofern unterstützt das Rückentraining, welches in Teil 1 erwähnt wurde, auch die Bauchmuskulatur. Die Wampe kann zusätzlich mit Galopparbeit und vor allem viel angaloppieren bekämpft werden.

Ein kräftig bemuskeltes Hinterteil sieht nicht nur schön aus, sondern ist auch sehr nützlich. Nur mit genügend Power und Kraft in der Hinterhand ist das Pferd seinem Job als Reittier gewachsen. Besonders effektiv lässt sich die Kruppenregion mit einem Wechsel aus Vor- und Rückwärts trainieren. Dabei ist wichtig, dass Pferde die Lektionen auf feine Hilfen ausführen. Wirkt der Reiter zu grob ein kann dies schnell zu Verspannungen und Hektik führen.

Hübsch sind Pferde dann, wenn sie eine gewisse Grundzufriedenheit ausstrahlen und nicht nur physisch, sondern auch psychisch im Gleichgewicht sind. Boden- und Beziehungsarbeit sorgt für mehr Schönheit! Denn Angst und Ärger lässt Pferde hässlich wirken. Der Reiter kann seinem Pferd durch Horsemanship- Training zu mehr Selbstbewusstsein helfen. Merkt das Tier das es dem Menschen vertrauen kann, er auf seine Bedürfnisse eingeht und ihm Schutz bietet, bekommt das Pferd einen schöneren Ausdruck.

Der Unterschied zwischen schön und langweilig liegt allein im Eifer, mit dem ein Pferd seinen Job ausführt. Motivation ist daher nicht nur der Schlüssel zum Erfolg, sondern auch zu einem schönen Ausdruck. Man kann sie nicht erzwingen, aber mit geschicktem Training dem Pferd gute Leistung leicht machen. Wer nur drückt und zerrt, kann nicht erwarten, dass das Pferd prompt und eifrig reagiert. Also ist es wichtig, dass dem vierbeinigen Partner sanfte Signale übermittelt werden. Jedes Signal wird zuerst so sanft wie möglich übermittelt. Reagiert das Pferd nicht, wird die Intensität der Impulse stufenweise gesteigert, bis das Tier reagiert. Die Hilfe endet dann sofort und das Pferd wird gelobt. Viele faule Pferde werden so schön rittig.

Oft bremsen Hallenwände und Zäune den Eifer der Pferde. Daher sollte unbedingt für Abwechslung im Trainingsalltag gesorgt werden. Jedes Pferd geniesst einen schönen Ausritt im Gelände und viele Tiere entdecken draussen den Spass an der Bewegung wieder.

Von faulen Pferden sollte man immer nur wenige Tritte von versammelten und hohen Dressurlektionen verlangen. Das Pferd sollte gelobt werden, sobald es sich erkennbar bemüht und wieder gerade aus vorwärts gehen dürfen.

Absolute Routine lässt Pferde oft gelangweilt wirken. Dieser Ausdruck macht die ganze Schönheit zunichte. Daher sollten Bodenarbeit und Reiten, Halle und Gelände, sowie Dressur, Springen und Zirkuslektionen klug kombiniert werden. Das Pferd blüht durch die neuen Impulse und die ständigen Überraschungen auf und wirkt aufmerksamer, energievoller und dadurch auch schöner.

Manchmal kann es auch zu viel Energie sein, die die Schönheit der tollen Vierbeiner verdeckt. Explosive Pferde zum Beispiel stehen unter Spannung und stressen sich und die Umwelt. Das wirkt alles andere als harmonisch und schön. Daher sollte man gerade bei übereifrigen oder gestressten Pferden am Anfang auf Ruhe achten. Beim gemütlichen Spaziergang entspannen viele Pferde. Falls dein vierbeiniger Partner auch nach einem ruhigen Schrittspaziergang noch nicht entspannt läuft, geht die Schrittarbeit auf dem Platz weiter. Die lösende Schrittphase mit vielen Wendungen und Seitengängen sollte solang fortgeführt werden, bis sich das Pferd zu entspannen beginnt.

Wenn zu viel Kraft die Konzentration stört, muss Energie verbraucht werden. Je nach Pferd kann also direkt nach der Einwärmphase mit einem zügigen Trab oder Galopp die Arbeit weiter geführt werden. Hauptsache das Pferd beginnt sich zu entspannen und läuft locker.

Ebenfalls ein wichtiger und letzter Tipp: Wer sein Pferd ständig mit Hilfen nervt, stört die lockere Arbeit. Besonders sensible und heisse Pferde werden bei ständiger Zügel- und Schenkelhilfe unzufrieden und angespannt. Auch das wirkt weder harmonisch noch schön. Daher gerade nervöse und aufbrausende Pferde einmal am langen Zügel laufen lassen. Traust du dich das nicht, zieh einen Trainer herbei, welcher gemeinsam mit dir und deinem Pferd das Vertrauen aufbaut und eine tolle Arbeitsbasis schafft.

Was unsere Leser finden was Pferde so schön macht könnt ihr hier lesen: Wooow! Pferde sind so wunderschön!

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