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Sturm im Pferdestall

Dieses Jahr hat es der Wind in sich. Mitte Februar stürmt es so fest, dass massenhaft Beschädigungen registriert werden und die Feuerwehr viel zu tun hat. Ich möchte euch von unserem Offenstall berichtet. Was wir als Vorbereitung getan haben, wie hart es uns erwischt hat und was wir in Zukunft anders machen werden.

Vorab, ich hoffe, keiner von euch hat schwere Einbussen erlebt und vor allem das Wichtigste, keiner ist verletzt worden.

Vorbereitung vor dem Sturm

Die ersten Sturmwarnungen kamen ja bereits einige Tage vorher. Wir konnten uns somit glücklicherweise ein wenig vorbereiten. Unser Stall ist gegen die Wetterseite ausgerichtet, wir kriegen das Wetter also voll ab. Um sicher zu gehen, dass die Windschutznetze halten, banden wir einige nicht ganz so sichere Stellen noch einmal an. Alles, was wegfliegen konnte, wurde gut nach hinten in die Scheune gestellt. Um die Pferde machten wir uns nicht so Sorgen, die sind sich schlechtes Wetter gewohnt. Die Futterplätze schützten wir zusätzlich mit einer besseren Wand, dass das Futter nicht komplett davon fliegt. Auch den gedeckten Bereich erweiterten wir mit mehr Flattervorhang. Lustiger weise waren das nicht nur Sturm Vorbereitungen, wir wollten das sowieso neu anpassen. Rund um das ganze Gelände sperrten wir zusätzlich ab, sollte eine Absperrung nicht halten, können die Pferde nicht komplett weg. Die eine Stallseite führt zur Weide, das wäre ein kleines Übel, die andere Seite aber zur Strasse. Da ist eine doppelte Absperrung an solchen Tagen sinnvoll.

Einzig unser Weidezelt machte mir wirklich sorgen. Ich band es vorsichtshalber noch an das davorstehende Panel. Es sah aus, als sollte alles halten.

Und dann, kam der Sturm

Sturm Sabine fegte vom Sonntag auf den Montag über unser Gelände. Zum Glück, können wir alles auf der Kamera beobachten. Die Ponys standen wie immer in der Nacht im Innenbereich. Schliefen ruhig. Rund um den Stall rüttelte es ziemlich, es hielt aber alles. Zum Glück.

Am Montag strichen wir dann die Weide, der Wind war immer noch sehr stark und gegen Abend sollte noch einmal eine geballte Ladung kommen. Die Pferde waren wohlauf, alles am Stall hielt.

Die Nacht auf Dienstag verlief dann nicht mehr so ruhig. Bis ca. 04.00 Uhr kontrollierte immer mal wieder eine von uns die Kamera. Vor allem das Weidezelt wurde recht getestet. In den frühen Morgenstunden erkannte dann die erste, dass das Weidezelt weg ist. Nicht nur das, das Zelt riss die Panelabsperrung ab.  Wie wenn wir es gespürt hätten, riss es genau dort auf, wo die neue, vorübergehende Absperrung stand. Die Pferde konnten also nicht raus, standen aber in Mitten der Sturm Trümmer.

Als die Nachricht mit dem Kamerabild kam, waren die ersten schon nach 5 Minuten im Stall. Zum Glück ist den Pferden nichts passiert. Das kann man vom Stallgelände nicht behaupten. Das Weidezelt hat es aus der betonierten Verankerung gerissen und komplett gedreht. Die Löcher waren tief. Die Seitenstangen sind verbogen und das Dach von der Scheune hat einiges abgekommen. Das Zelt wurde von den Dachschrägen gestoppt, zum Glück. Sonst wäre es wild in der Gegen herum geflogen. Nur als kurze Notiz, das Zelt ist 180 Kilo schwer, wurde einbetoniert und sollte eigentlich halten.

Wir konnten die Pferde aber gut durch die Trümmer lotsen und sie dann im nicht beschädigten Teil einsperren. Wir sind ja auch immer gut mit Absperrband und co. ausgestatten.

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Nun steht das Zelt seit Dienstag ziemlich traurig halb auf dem Kopf neben unserem Auslauf. Heute, Donnerstag, sollte noch eine Windböe kommen, somit haben wir uns auf einen späteren Zeitpunkt für den Aufbau entschieden.  

Wir sind unheimlich froh, ist den Pferden nichts passiert und dennoch ordentlich genervt. Der Aufbau von diesem Zelt hat viele Stunden mit sich gebracht und das Zelt ist auch nicht günstig. Wir hoffen sehr, die Versicherung übernimmt einen Teil.

Für die Zukunft wissen wir, dass wir die Zeltplane vor einem solchen Sturm wegnehmen müssen. Wenn die Plane nicht drauf ist, hat der Wind keine Angriffsfläche. Wir werden das nächste Mal den Stall auch noch besser absperren, dass die Ponys gar nicht an einen solchen Unfall heranlaufen könnten.

Wir sind trotz all der Erfahrungen immer noch keine jahrelangen Stallbesitzer und handeln immer noch besten Wissen und Gewissen. Dazulernen, tut man immer.

Ich bin einmal mehr froh um meine Ladys im Stall. Der Zusammenhalt ist einfach unglaublich und auch die Hilfe, die so schnell von allen kommt der absolute Wahnsinn. Ein solches Konstrukt zu führen, zusammen zu stemmen und jeden Tag die Verantwortung zu tragen, geht nur mit sehr guten Freunden um dich.

Wir bauen am Wochenende vielleicht wieder um, vielleicht auch nicht. Wir lassen uns Zeit, suchen die richtigen Hilfen und hinterfragen die alte Lösung. Vielleicht, können wir ja in Zukunft noch besser vorberietet sein und das Zelt besser fixieren.

Ausser dem kaputten Zelt und dem fehlenden Unterstand draussen fehlt uns nichts. Im Wald wurden einige Bäume um gewindet, das macht das Ausreiten nicht ganz so einfach, dafür spannend.

Ich wünsche allen einen sturmfreien Monat.

Xenia mit Aeringi

Tags: Xenia Heiden
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