Sporrer Cup 16. März

Am Sonntag 16. März fand in Winterthur der Sporrer Cup statt. Gestartet wurde in Dressur und Springen in verschiedenen Stärkeklassen. Trotz der unterschiedlichen GA und Springhöhen, gab es eine gemeinsame Wertung.

Die Sonne schien hell und der Himmel war strahlend blau. Ein guter Tag für die Dressurreiter, da die Prüfung auf dem Aussendressurviereck stattfand. Die Dressur hatte ich nicht gesehen. Aber meine beste Freundin war zuschauen und sie hat mir gesagt, dass alles gut gelaufen ist. Am Sporrer Cup hat jeder die Chance mitzumachen, sogar die Freiberger oder andere nicht typischen grossrahmigen Springpferde. Bei diesem Cup geht es darum mitzumachen, Spass zu haben und Erfahrung zu sammeln. Im Gegensatz zum Springen in Gossau ZH war hier der Ehrgeiz eher zweitrangig. Meiner Meinung nach waren die Ritte der Starter schöner anzusehen und harmonischer sowie ruhiger. Für jeden der ohne Druck ein Springen oder eine Dressurprüfung absolvieren möchte, ist dieser Anlass genau richtig.

28 Reiter starteten im Springen, wobei eine Reiterin ausser Konkurrenz mitmachte und ein Reiter im Handycap. Wie schon gesagt waren die Runden des Springreitens schön anzusehen. Es gab den einen oder anderen Reiter, der ausschied wegen dreifacher Verweigerung oder Hinunterfallens. Doch im Grossen und Ganzen überzeugte mich die Ruhe der Reiter. Eine Reiterin ist mir im Kopf geblieben. Sie merkte, dass ihr Pferd ein wenig abbremst auf den Sprung hin und hat ihn ganz leicht mit der Peitsche unterstützt. Es war irgendwie bewundernswert, dass jemand an einem Springen so liebevoll seinen Vierbeiner unterstützt und lieber fünf Mal leicht auf das Hinterteil klopft wie einmal kräftig, so dass es durch die ganz Halle hallt. Leider weiss ich den Namen der Reiterin nicht mehr. Andere Reiter erwischten ein paar Stangen und hatten vielleicht einen etwas misslungenen Absprung, tätschelten ihr Pferd am Schluss der Runde aber doch. Reiter, denen es nicht wichtig ist, gut und perfekt durchzukommen, sondern mit ihrem Pferd den Parcours zusammen meistern. Alle ritten mit ihrem Pferd und nicht auf ihm!

Leider gab es aber auch zwei kleine Zwischenfälle. Zeitweise waren es viel zu viele Reiter auf dem Anreitplatz. Es war eng, sie mussten Acht geben sich gut aus dem Weg zu reiten und doch noch sinnvoll ihr Pferd aufzuwärmen. Wir Zuschauer standen mit dem Rücken zum Anreitplatz und schauten der Startenden zu. Plötzlich schreit und weint jemand sehr laut. Alle drehen sich um, um zu sehen, was geschehen ist. Sie weint und sitzt auf dem Pferd. Dies machte für mich keinen Sinn. Sie wurde vom Pferd geholt und am Rande des Dressurvierecks auf einen Stuhl gesetzt, damit sie ihren Fuss begutachten konnten. Später stellte sich heraus, dass ein anderes Pferd ausgeschlagen hatte und sie am Bein getroffen hat. Die Reiterin tat mir leid, denn sie war noch gar nicht gestartet und musste wegen zu vielen Reitern auf dem Platz eine schmerzhafte Verletzung erleben. Schade hatte dies niemand vorher bemerkt und die Anzahl Reiter auf dem Platz limitiert. Die nächste Reiterin stand bereit vor dem Halleneingang und wartet geduldig mit ihrem Pferd. So wie jeder andere. Auf einmal rumpelte es und hektische Hufe waren auf dem gepflasterten Weg zu hören. Was genau geschehen ist, kann ich nicht sagen. Mit einem Mal lag ihr Pferd und sie auf dem Boden. Ich nehme an, dass sie oder das Pferd sich selbst gedreht hat und auf dem rutschigen Boden keinen Halt mehr hatten. Glücklicherweise ist nichts Schlimmeres geschehen. Sie hat daraufhin ihr Pferd verladen und ist weggefahren. Ich zolle ihr hohen Respekt, dass sie so vernünftig war und einen Start nicht mehr in Betracht zog. Eine Frage geht mir seit dem nicht mehr aus dem Kopf. Wieso ist die ganze Sporrer Arena gekiest oder Wiese, nur der Eingang zur Halle nicht? Es ist ja bekannt, dass Hufeisen und Teer sowie Beton sich nicht immer gut vertragen.

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