Sommerhitze - Was soll beachtet werden für einen angenehmen Sommer?

Momentan lässt sich der Sommer nicht wirklich blicken. Doch was tun mit den Pferden, falls er sich doch noch einmal zeigt?


Vielleicht kommt das gute Wetter schon am Freitag zurück. Damit die hitzigen Tage für Reiter und Pferd angenehm bleiben, sollte einiges beachtet werden. Hitzetage sind unbeschreiblich heiss. Temperaturen von 25 bis 36 Grad Celsius herrschen an solchen warmen Tagen. Manchmal dazu sind die Tage noch schwül. Nicht nur die Hitze, auch die Insekten machen einem zu schaffen. Die Tierchen schwirren um den Kopf herum, stechen Pferd und Reiter und lassen keinem mehr Ruhe. Die Konzentration lässt nach und die Motivation verkriecht sich in die hinterste Ecke der Sattelkammer. Wie kann der Reiter diese Hürden umgehen und den Ritt kühler gestalten? Mit der Hitze haben Pferde mehr Mühe als mit der Kälte, teils bekommen sie sogar Kreislaufprobleme. Pferderassen aus dem Norden wie Isländer sind sich die Hitze nicht gewohnt so wie die aus dem Süden stammenden Berber oder Araber.


Hier ein paar Tricks und Tipps, die jeder beachten kann und dem Pferd einen erträglicheren Sommer ermöglicht.

Ein gemütlicher Ritt am Mittag oder Nachmittag im Schritt, tief im Wald und somit im Schatten ist in Ordnung. Die Betonung liegt auf gemütlich und im Schritttempo. Zu dieser Tageszeit ist die Hitze am stärksten und wenn sich Reiter und Vierbeiner gross anstrengen in der gleissenden Sonne, droht vielleicht sogar ein Hitzschlag. Lieber ist ein Mensch einmal zu viel vernünftig und macht weniger, schützt aber auf diese Weise sich selbst und sein Tier. Damit der Ritt draussen nicht zum nervenraubenden Fangen der Fliegen wird, kann dem Pferd auch eine Fliegenausreitdecke angezogen werden.

Wer aber doch mit dem Pferd arbeiten möchte, tut dies in den frühen Morgenstunden oder spätabends. Aber auch hier ist Verstand gefragt! Jeder muss abwägen können wie viel sein Pferd ertragen kann. Leistung kann jedes Pferd bringen, aber jedes hat auch seine persönliche Grenze. Geübte und konditionierte Pferde müssen nicht unbedingt an einem Tag auch viel leisten können. Hört auf euer Bauchgefühl und das Verhalten eures Pferdes. Ist es träge, dann nimmt diese Tagesform so hin und versucht es am nächsten Tag.

Oftmals lohnt es sich auf dem Platz zu reiten, auch wenn dies bedeutet in der Sonne. Aber ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass es in einer Halle stickig und heiss ist. Dies kann aber von Stall zu Stall variieren.

Schatten und Wasser wie kühle Stallungen machen das Leben der Pferde angenehmer. Damit der Stall kühler bleibt, kann der Stallgang mit Wasser bespritzt werden. Dadurch kühlt sich der Boden ab und es bleibt frischer im Stall. Türen und Fenster, die der Sonne hingerichtet sind, können geschlossen oder abgedeckt werden, damit die Sonne den Boden oder die Boxe nicht aufheizen kann. Wichtig ist aber, dass nicht einfach der ganze Stall zugeschlossen wird. Denn so kann keine frische Luft in den Stall dringen, was für eine pferdegerechte Haltung spricht. Mit der frischen Luft wicht auch Staub nach draussen. Wäre alles zu, würden die Pferde abgestandene Luft voller Staubpartikel atmen. Dies fördert die Gesundheit nicht. Eine Nebenwirkung der Erwärmung des Stalls ist, dass der Ammoniakgeruch stärker wird. Deswegen sollten die Boxen der Pferde im Sommer gründlich gemistet werden.

Auch wenn es Sommer ist, dürfen die Vierbeiner trotzdem auf die Weide. Es muss aber bei längerem Aufenthalt Wasser oder Schatten zur Verfügung stehen. Auch Tiere können einen Hitzschlag bekommen! Fliegenmasken, die auch bei reitsport.ch erhältlich sind, machen den Aufenthalt auf der Wiese zu schönen Stunden. Kein Tierchen kitzelt mehr in den Ohren oder saugt an den Augen. Es gibt Vieles, das angewendet werden kann, damit die sonnigen Sommertage zu schönen Tagen werden. Auch Insektensprays können gute Abhilfe verschaffen und sind wie die Maske und die Ausreitdecke überall erhältlich.

Nach dem Reiten muss das Pferd geputzt werden. Auch wenn es nur der gemütliche Ausritt war. Die Tiere schwitzen und sondern somit Schweiss und Salz ab. Das Fell kann verkleben und über längere Zeit feucht bleiben. Ein kleiner Windstoss und das Tier könnte sich erkälten oder es ist eine Einladung für Fliegen, Milben und Pilze. Richtig durchstriegeln und bürsten ist immens wichtig. Wer seinen Vierbeiner abkühlen möchte, sollte nach dem Reiten mindestens 15 Minuten warten und dem Pferd die Chance geben sich abzukühlen. Auch hier ist das Putzen oder besser gesagt das Ausschwemmen des restlichen Wassers wichtig. Für das eignet sich das Schweissmesser.

Oder ihr gönnt eurem Pferd ein Bad in einem Nahen Fluss oder Bach. Wart ihr noch nie drin? Rahel erklärt nächste Woche am Donnerstag in ihrem Artikel wie das gut gelint!


Viel Spass im Sommer mit viel Abkühlung und ohne lästige Insekten.

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