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Sommerekzem bei Pferden

 

Sommerekzem sind in der Islandszene weit bekannt und gefürchtet. Oft sind es die importierten Pferde die nach einem Sommer Ekzemer werden, es können aber auch einheimische oder Festlandpferde sein, die nicht verschont werden.

In meinem zweiteiligen Bericht möchte ich über die Erkrankung aufklären und wirksame Produkte vorstellen.

Auf die Plätze fertig los! Das Sommerekzem startet meist im Frühling, wenn die ersten Mücken erwachen. Sommerekzem ist eigentlich ganz einfach erklärt. Es ist eine allergische Reaktion auf Insektenstiche.  Die betroffenen Pferde reagieren mit einer übertriebenen Immunreaktion. Daraus resultieren starke Juckreize vor allem am Mähnenansatz und am Schweifansatz. Die Reaktion kann von kleinen Scheuerstellen bis zu blutigen Wunden variieren. Viele Pferde haben auch am Bauch, an der „Naht“ aufgescheuerte Stellen. Dazu kommt der Kopf, der immer wieder aufgescheuert wird. Die Pferde fühlen sich sichtlich unwohl und sind gestresst. Durch den ständigen Juckreiz kommen sie schlecht zum Fressen und magern teilweise richtig ab.

In der Schweiz gibt es bereits eine ziemlich erfolgreiche Impfforschung die im 2021 auf den Markt kommen sollte. Die getesteten Pferde leiden immer weniger und die scheuer Verletzungen nehmen ab.

Wir fassen also zusammen. Auf das Islandpferd bezogen sind es oft die Inselpferde die Ekzem bekommen, man spricht auch davon, dass Rappen noch anfälliger sind als andere Farben. Hierzu kann ich nichts sagen, bei uns ist es so, dass das hellere Pferd, ein Isabell Wallach, mehr Insekten anzieht als mein Fuchswallach.

Die Pferde brauchen Schutz und wir müssen ihnen helfen. Ich stelle nun einige helfende Lösungsvorschläge vor.

Die Variante mit der Alp

In der Zwischenzeit ist es gang und gäbe das die Pferde in den ganz heissen Sommermonaten auf die Alp gehen. In den höheren Regionen befinden sich andere Krabeltiere und die Haut wird somit geschont. Ich kenne selber ein Ekzemer, der in die Sommerferien darf. Dies Lösung erachte ich als sehr gut. Die Pferde haben eine Auszeit und wir fördern die Gesundheit. Wer aber ein Turnierpferd hat, ist genau dann eigentlich an Turnieren und kann somit seine Saison streichen. Es muss also auch noch eine Alternative geben.

Um die Mücken vom Pferd fern zu halten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste Variante ist ein  Fliegenspray.

Wir haben mehrere Produkte getestet und ich möchte euch meine "Must Have" Produkte ans Herz legen.

Uns ist aufgefallen, dass nicht in allen Regionen die Mittel gleich wirken. Ich empfehle also so oder so ein Test. Diese drei Produkte sollten getestet werden.

Effol

Bremsenblocker + Kräuter

CHF 42.90Zum Produkt

Der Bremsenblocker mit Kräuter von Effol empfinde ich als sehr gut. Der Preis ist fair und die Sprühdose hochwertig.

Kikolily

Flyaway Extreme - Spray

CHF 39.90Zum Produkt

Der Kikolily Flyaway Extreme - Spray ist 100% natürlich. Alle Produkte sind so rein, dass sie sogar für die menschliche Kosmetik zugelassen sind. Hier schlägt das Naturverbundene Herz höher.

Zedan

Bremsenbremse Ultrafresh

CHF 13.90Zum Produkt

Die Bremsenbremse von Zedan ist sehr preiswert. Das merkt man vor allem an der Flasche. Ich finde den Inhalt gut. Er wirkt vor allem kurzzeitig sehr stark, der Sprühkopf ist aber billig.

Als letztes ist bei uns immer eine Sprühflasche voll mit Essigwasser bereit. Ich finde das eine sehr gute Alternative und wird meist parallel zu dem Fliegenspray verwendet. In jedem Lebensmittelladen oder in einer Gärtnerei findet man leere Sprühflaschen, oder ihr verwendet einfach einen, der leer ist für das Essigwasser.

Sobald es wärmer ist sprühen wir die Pferde bereits am Morgen ein. Wichtig ist hier die Mähne und der Bauch.

leovet

Bio-Hautöl

CHF 34.90Zum Produkt

Wenn wir erste scheuer Stellen entdecken, hilft eines immer! Das Hautöl von loevet. Ich schwöre auf dieses Produkt! Es nimmt jeden Juckreiz und schützt so die empfindlichen Stellen. Das Öl gehört in jede Pferdeapotheke!

Effol

Haut-Repair

CHF 22.90Zum Produkt

Im Gegenteil zum Öl ist der Haut Repair von Effol eher eine Creme. Sie kann bei richtig aufgerapsten Stellen noch nachhaltiger Helfen.

Man merke, Öl bei ersten Kratzanzeichen, Creme wenn’s wirklich kratzt.

leovet

Desinfektionsspray

CHF 19.90Zum Produkt

Wenn es dann wirklich blutet, muss desinfiziert werden. Hier empfehle ich einen einfachen Desinfektionsspray. Möglichst nichts, was dann auch noch beisst.  Dazu kommt bei mir immer eine Wundsalbe, ich bevorzuge Arnica oder Ringelblume. Jeder hat eigne Erfahrungen damit, ich finde beides super.

 

Was hilft gegen das Kratzen haben wir jetzt kurz angeschaut, ausgerüstet sollte jeder sein.

Im nächsten Bericht möchte ich euch ein Sommer Pyjama vorstellen. Getestet am eigenen Pferde teile ich gerne meine Erfahrungen mit euch.

 

Bis bald,

Xenia

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