So bringt ihr Abwechslung in den Alltag

Der Alltagstrott und die Routine haben uns eingeholt und schleichen sich auch in den Arbeitsalltag mit den Pferden. Wir werden bequem, suchen uns den einfachsten Weg und sind zu Schönwetterreitern mutiert.

Hier einige Möglichkeiten, den Alltagstrott und die Routine zu durchbrechen und wieder Abwechslung in die Arbeit für den Reiter und das Pferd zu bringen:

Ausreiten muss nicht immer die langweilige Abwechslung zum Arbeiten auf dem Platz sein. Ihr könnt zur Abwechslung die Pferde auch im Gelände trainieren. Reitet Übergänge in allen Gangarten, nicht immer stur in einer Gangart den Weg entlang reiten. Die Wald- und Feldwege bieten auch gut die Gelegenheit um Seitengänge zu üben. Ihr könnt zum Beispiel von der rechten zur linken, von der linken zur rechten Seite oder nur bis zur Mitte und wieder zurück Schenkelweichen. Tritte verlängern und wieder verkürzen, eine ganze Parade reiten, Rückwärtstreten und so weiter. Wie Ihr seht, sind Eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Reitet auch einfach einmal quer durch den Wald (bitte nicht durch den Jungwuchs…), über kleine Baumstämme, auf unebenem Boden. Dies ist super für die Koordination und Trittsicherheit der Pferde. Nutzt die Gegebenheiten des Geländes aus. Geht mit den Pferden Bergtraben oder Klettern. In den flachen Gebieten findet sich meistens ein langer Galoppweg.

Nun zurück auf den Reitplatz oder in die Halle. Arbeitet mit Stangen und Cavalettis, nehmt Euch die Zeit zwei, drei Stangen auszulegen. Dies ist nicht nur für Springpferde gut und bringt Abwechslung, sondern auch für jedes Pferd eine tolle Alternative zum tristen Alltag. Ihr müsst keine technisch, anspruchsvolle Übungen aufbauen. Legt einfach kreuz und quer zwei, drei Stangen oder Cavalletis hin. Diese könnt ihr in allen Gangarten anreiten oder die Stangen als Übergangshilfe brauchen. Also zum Beispiel im Trab anreiten, vor der Stange einen Schrittübergang machen und nach der Stange wieder antraben. Die Stange in eine Volte einbauen, gerade anreiten, diagonal anreiten, in die Arbeit mit den Seitengängen einbauen. Eurer Fantasie sind auch hier keine Grenzen gesetzt. Die Stangenarbeit ist auch für die Pferde keine grosse Anstrengung und kann ohne Probleme jeden Tag eingebaut werden.

Die Pferde an der Longe Arbeiten oder Bewegen. Lasst die Pferde auch einmal ohne Reiter laufen und beobachtet sie gleichzeitig aus einem anderen Blickwinkel. Ihr könnt die Pferde an der Longe auch Arbeiten, aber es ist auch nur ein reines „Bewegen“ möglich. Arbeiten könnt ihr die Pferde nur mit der entsprechenden Ausrüstung und ausgebunden. Wer sein Pferd nur am Halfter oder nicht ausgebunden longiert, bewegt das Pferd einfach, was durchaus ab und zu Sinn macht und auch sein darf. Auch hier könnt ihr wieder super mit Stangen arbeiten.

Beim Longieren könnt ihr gleich weiter Abwechslung reinbringen, indem ihr die Pferde nicht einfach an der Longe ein- und ausschreiten lasst, während ihr am Handy, Rauchen oder Quatschen seid. Nutzt die Schrittphase für Bodenarbeit. Dabei könnt ihr das Vertrauen und den Gehorsam schulen. Lauft einfach an der Seite des Pferdes. Haltet an und schaut was passiert. Das Pferd sollte neben Euch stehen bleiben. Seid dabei klar in Eurer Körpersprache. Lauft kreuz und quer über den Platz, über die Stangen die von der Springstunde her noch am Boden liegen. Lasst das Pferd einmal Rückwärtstreten. Wenn dies klappt, könnt Ihr auch Seitengänge vom Boden aus üben. Und Schwups, sind die Pferde warmgelaufen oder nach dem Longieren ausgeschritten.

Weiter könnt Ihr Abwechslung hineinbringen, indem Ihr mit den Pferden mit dem Hänger in ein anderes Reitgebiet fahrt. In eine andere Halle oder auf einen anderen Platz geht. Reitet auf Sand oder auch auf Gras.

Zudem könnt Ihr auch einmal an einem Trainingsspringen teilnehmen. Dies ist auch immer eine super Vorbereitung bevor es an den Concours geht.

Freispringen bringt auch immer viel Abwechslung und Spass für jedes Pferd.

Nun haben wir Abwechslung für Reiter und Pferd hineingebracht. Weiter ist zu bedenken, dass das Pferd ein absolutes Bewegungstier ist und nicht nur eine Stunde am Tag aus der Boxe will. Bietet ihnen zusätzlich Bewegung und Abwechslung mit viel Weidegang an. Je nach Möglichkeit können die Pferde auch noch auf ein Laufband oder in ein Karussell. Ihr könnt auch einfach noch einen Spaziergang mit ihnen machen.

Als Springreiter trainiert Ihr ja auch immer fleissig, seid auch da kreativ und versteift Euch nicht auf das Parcoursreiten. Ihr habt beim Springreiten so viele Möglichkeiten für tolle Übungen. Versucht Euch auch einmal an einem Geländetraining mit festen Hindernissen. Es gibt viele tolle Anlagen in der Schweiz auf denen lehrreiche Kurse über Naturhindernisse angeboten werden. Dies bringt viel Spass und Abwechslung für Reiter und Pferd.

Nun wünsche ich viel Erfolg beim Durchbrechen Eures Alltagstrott und der täglichen Routine!

 

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