Sicher unterwegs

Beim Pferdetransport stellt sich oftmals die Frage: Sollen empfindlichen Pferdebeine mit herkömmlichen Tansportgamaschen geschützt werden oder nicht? Überraschenderweise sind die Antworten durchaus unterschiedlich, worauf es beim Schützen der Pferdebeine während des Transports ankommt.

Auf den ersten Blick machen Transportgamaschen durchaus Sinn, weil sie die Beine vom Kronrand bis über die Sprung- bzw. Karpalgelenke gegen Stoss- oder Schürfverletzungen schützen können. Das gilt nicht nur für die Zeit des Transportes, sondern auch für das Ein- und Aussteigen, weil gerade Transport-unerfahrene Pferde dabei leicht seitlich von der Anhängerrampe abrutschen können.

Kurze Transportgamaschen

Bei jüngeren Pferden und solchen, die sich den Transport nicht gewohnt sind, werden oftmals kurze Gamschen angezogen: diese bieten einen gewissen Schutz, sind aber nicht so steif und schwer wie die langen Transportgamaschen. Aus der Sicht von Tierärzten gehört es dazu, das Pferdebein während des Transports zu schützen: „Wenn ein Pferd beschlagen ist, sind meines Erachtens nach Transportgamaschen zwingend nötig“, meint Dr. Günter Allmeling, Fachtierarzt für Chirurgie und Betreiber der Tierklinik Börnsen bei Hamburg. „Die Pferde können sich gerade bei Kurven oder bei Bremsmanövern leicht auf den eigenen Kronrand treten und dadurch entstehen üble Verletzungen mit nachfolgenden Wachstumsstörungen im Horn, die schlecht heilen.“ Reitsport.ch führt kurze Transportgamaschen von Busse neu im Sortiment – siehe Bild.

Lange Transportgamaschen

Transportgamaschen, welche über die Sprung- bzw. Karpalgelenke reichen, gehören zu dieser Kategorie – den „herkömmlichen“ Transportgamaschen. Die meisten Modelle sind an den Fesseln und bei den Hufen verstärkt.

Alternative zu Transportgamaschen

Weiche Fleece-Bandagen mit Unterlegkissen sind eine gute Alternative zu Transportgamaschen. Damit ausreichend Schutz gewährleistet ist, sollten sie weit nach unten gewickelt und wenn möglich mit Sprungglocken kombiniert werden.

 

An Transportgamaschen gewöhnen

Damit sich Pferde vor dem Verladen nicht noch zusätzlich wegen den etwas steifen und einengenden Transportgamaschen aufregen, ist es ratsam, das Anziehen und Tragen der Gamaschen einzuüben. Wichtig dabei ist, dass man sich genügend Zeit dafür nimmt. Am besten geschieht das Üben bei der täglichen Routine – beispielsweise beim Putzen oder wenn das Pferd auf der Weide ist.

Worauf kommt es an?

Transportgamaschen unterscheiden sich in der Länge, dem Aussenmaterial, der Polsterungsstärke und den Klettverschlüssen. Die Transportgamschen im Sortiment von reitsport.ch sind alle aus Kunststoffen – Nylon oder Polyester. Diese Materialien sind besonders widerstandsfähig und können gut abgespritzt werden. Unterschiedlich starke Wattierungen von Modell zu Modell sorgen für den nötigen Schutz und die nötige Polsterung. Zum Beispiel die Transportgamaschen von Horze sind besonders weich gepolstert: Siehe Bild: Gamaschen von Horze.

Entscheidend für die Bequemlichkeit ist die Passform: Bei langen Gamaschen ist es wichtig, dass sie speziell an den Sprunggelenken gut anliegen. So sind Standard-Warmblutgamschen kleineren Pferden wie z.B. Arabern oder Quarter Horses oft zu lang, da hilft im Zweifel nur eine Anprobe oder genauen Vermessen der Beinlänge(n). Für sehr grosse Pferde sind preiswerte Gamaschen dagegen oft zu kurz. Die langen Gamaschen sollten nicht zu hart sein, weil sie die Pferde sonst zu sehr stören. Je weniger Klettverschlüsse, desto praktischer sind sie anzulegen. Die Kletten im Bereich der grossen Gelenke sollten idealerweise mit elastischen Einsätzen versehen sein, um das Pferd in seiner Bewegungsfreiheit nicht zu sehr einzuengen.Last but not least ist auch auf die Waschbarkeit zu achten, weil speziell das hintere Paar sehr schnell verschmutzt. Bevor man sie zu oft wäscht (meistens mit 30 Grad in der Maschine), sollten sie aber abgebürstet und mit einem feuchten Tuch abgewischt oder mit einem Wasserschlauch abgespritzt werden.

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