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Selbstversoger ja oder nein?

In meinem Freundeskreis geht in Bälde der erste Selbstversorger Stall auf. Obwohl ich kein eigenes Pferd habe, mache ich mir natürlich darüber Gedanken, was die Vor- und die Nachteile von einem Selbstversorger Stall sind. Als aussenstehende Person habe ich meine Gedanken einmal im heutigen Blogg zusammengefasst.

 

Die Bedingungen:

Als Grundlage muss zuerst bestimmt werden, was denn genau unter einem Selbstversorger verstanden wird. Bei mir bedeutet das, dass die Pferdebesitzer teilweise oder zu 100% selber misten und das die Stallbesitzer eigentlich nichts mit den Pferden zu tun haben. Im Gegenteil zu einem normalen Pensionsstall, wo die Stallbesitzer die Stallungen misten, füttern und für Ordnung sorgen.

Gehen wir also davon aus, dass sicher einmal am Tag selber gemistet werden muss. Das Kurzfutter gibt aber jeder individuell.

Die Vorteile:

Sobald die Stallbesitzer weniger machen, wird das Angebot preiswerter. Man kann also sagen, dass man sich den günstigeren Stall erarbeiten kann. Durch das Misten und Putzen wird die Box oder der Platz im Offenstall günstiger. Es lohnt sich also, zu arbeiten. Ein weiterer Vorteil ist, dass im Stall oder in der Gruppe individuelle gemistet werden kann. Du kannst also selber entscheiden, wann du mistest und bist nicht an fixe Zeiten gebunden. Weiter geht es mit der Bindung zum Pferd. Wer nach dem Reiten immer noch eine Stunde mistet und um die Pferde ist, lernt die Pferde oder die Herde ganz anders kennen. Die Pferde werden dich als Person auch als anders wahrnehmen. Und dann kommt noch das Motto: Ich mache es lieber selber, dafür ist es richtig. Ich kenne auch Leute, die aus Prinzip niemand fremdes an das Pferd lassen würde. So ist man selber Schuld, wenn etwas nicht gut ist. Wir können aber unter dem Strich sagen, dass einer der Hauptvorteile der Preis ist.

 

Die Nachteile:

Gemistet und gefüttert wird immer, egal wie gut oder schlecht das Wetter ist. Auch wenn man krank ist, ist die Ablösung je nach Stallgefüge eher schwer. Ferien müssen ziemlich genau geplant werden und es sollte immer jemand als Notfallplan vorhanden sein. Dazu kommt die ziemlich grosse Verantwortung. Gerade bei Offenstallungen mit mehreren Pferden in der Gruppenhaltung ist da eine grosse Verantwortung auf deinen Schultern. Ein weitere Nachteil ist die Zeit. Wenn ich in den Stall gehe ist es eigentlich immer nach 18.00 Uhr. Dann plane ich  um die zwei Stunden für Reiten und Ponypflege ein, danach muss ich ab jetzt in einem Selbstversorger Stall noch misten. Im Sommer sehe ich das nicht so problematisch wie im Winter.

Wenn ich manchmal am Wochenende die Morgenschicht im Stall übernehme, miste ich bei 5 Pferden fast eine Stunde lang aus. Das ist dann schon lange, nach einem Arbeitstag bei Regen im Winter wenn man das Pferd schon zwei Stunden draussen hatte.

 

Mein persönliches Fazit:

Ich liebe die Selbstständigkeit und die Unabhängigkeit und ich mag es nicht, wenn ich auf andere angewiesen bin. Ich denke aber, man sollte sich gut überlegen, ob man sich ein Selbstversorgerleben zutraut. Je nach dem wie oft man in der Woche dann tatsächlich misten muss und wie viele Stunden am Tag für das Stall machen drauf gehen, geht die Rechnung am Ende vom Rag nicht auf. Ich verstehe aber, dass in manchen Ställen gar kein Selbstversorger angeboten wird. Dann kann sich jeder das aussuchen, was für ihn am besten passt. Ich finde aber, dass jeder, der um Pferde lebt, wissen muss wie man einen Stall einstreut, ausmistet und wie viel das eigne Pferd pro Mahlzeit kriegt. Egal ob man zum Misten kommt oder nicht, dieses Wissen gehört zum Pferde ein mal eins.

 

In diesem Sinne verabschiede ich mich einmal, gehe misten, Boden fegen und Heu vom Heu Stock herunterlassen, ich liebe diese Arbeiten fast so fest wie das Reiten selber!

 

Xenia mit den Isis

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