Schutz und Sicherheit für Pferdebeine

Jetzt werden die tollen Sonnentage langsam aber sicher von kühleren und nassen Herbsttagen abgelöst. Morgens ist es bereits frischer und auch bei der Pferden gilt es, die Herbstgarderobe sicherheitshalber schon mal auf ihre Vollständigkeit hin zu überprüfen. Sind meine Gamaschen noch in Form, um das Pferdebein beim ersten Ausrutscher zu schützen? Sind die Glocken noch schön gummig und ganz?


Gamaschen, Streichkappen und Glocken tragen viel zum Schutz der heiklen Bereiche am Huf, dem Fesselbereich und Röhrbein bei. Regentage und Rutschgefahr sollen dich und dein Pferd nicht zum Stuben- und Stallhocker machen. Einige Tipps und Tricks lassen euch auch bei schwerem Boden und nasser Witterung ohne Rutschpartien sicher ans Ziel kommen.



Die langen schmalen Röhrbeine der Pferde machen zwar einen Grossteil ihrer Eleganz aus, sind aber die für Verletzungen anfälligsten Extremitäten. Im Gelände, auf der Weide und auch im Stall schützen passende Gamaschen oder Bandagen vor Verletzungen. Bei der Wahl des passenden Beinschutzes, muss besonders auf die Passform geachtet werden: kommen die Gamaschen und Streifkappen im Sport bei jeder Witterung zum Einsatz? Das passende Material darf sich durch Nässe nicht verformen und sollte auch schmutzabweisend sein. Die Beinschoner müssen stets in einwandfreiem Zustand sein - eine Verletzung am Bein oder gar der Sehne gilt es vorzubeugen. Ist der Schaden einmal passiert, zieht er oftmals einen langwierigen Heilungsprozess nach sich. Da lohnt es sich auch, ein Reserveset an Gamaschen gleich griffbereit im Stall aufzubewahren. Gamaschensets von Horze sind aus robustem Material und in verschiedenen Farben erhältlich. Die Gamaschen bieten höchsten Standard des Schutzes durch Absobierung von Schockwellen von den Sehnen und erlauben Luftzirkulation und Unterstützung.



Bandagen sind dem Pferd mit etwas mehr Zeitaufwand anzulegen. Mit Bandagen wird ein grosser Bereich des Pferdebeins opitmal geschützt - quasi jedes Mal wieder massgeschneidert. Man kann den gesamten Fesselkopf umschliessen und das schmale Röhrbein ist jeweils bis unter das Beugegelenk eingewickelt und geschützt. Achte darauf, dass die Bandagen möglichst trocken bleiben - oder nach spätestens 1-2 Stunden in der Nässe wieder entfernt werden. Bandagen können gut in der Waschmaschine gewaschen werden.



Löffelgamschen schützen nicht nur das Röhrbein sondern umfassen ebenfalls den Fesselkopf.



Man verwendet Stallgamaschen, wenn das Pferd z. B. an die Boxenwand schlägt oder wenn Pferde mit dem Nachbarpferd in der Aussenbox rangeln.



Die Transportgamaschen sind besonders gepolstert und umfassen das Bein komplett - also vom Kniegelenk an bis zum Huf. Somit ist das Röhrbein, der Fesselkopf und Kronrand vollumfänglich vor Greiftritten oder Rutschverletzungen geschützt.



Nebst den Gamaschen und Bandagen tragen auch Glocken Wesentliches zum Beinschutz bei. Thomas Tuytens, MD, Inhaber von Kentucky Horsewear, der High-Tech Marke für innovativen Pferde-Beinschutz, erklärt, warum seine neuentwickelten Sprungglocken unschlagbar in Bezug auf Schutz und Funktionalität sind:


"Im patentierten Design der Kentucky Sprungglocken wird ein ganz neues Konzept verwirklicht, indem der Kronrand von der Glocke eng umschlossen wird. Reiter, die die Glocken das erste mal benutzen, denken häufig, sie seien zu klein, aber der enge Kontakt ist beabsichtigt. Die anatomische Form schützt den grössten Teil des Hufballens und des Kronrands, und dank einer eingearbeiteten Verdickung, die wir den ‘no turn ball’ nennen, sitzen sie perfekt, ohne sich zu verdrehen.


Die Kentucky Horsewear Sprungglocken sind durch die Kombination der verarbeiteten Materialien D3O und EVA und ihre Neoprenfütterung in der Lage, die Energie von Schlageinwirkungen um 60% besser zu absorbieren als die effektivsten der übrigen Glocken auf dem Markt. Sie werden in zwei Varianten hergestellt, entweder aus extrem robustem und wetterfestem Solimbra oder aus PVC Kunstleder. Letzteres ist etwas schwerer und daher besonders beliebt bei Dressurreitern und Fahrern.



Ein wichtiger Hinweis für Pferde mit besonders sensibler Haut am Kronrand: die Kentucky Tendon Grip Bandage als Schutz unter den Sprungglocken verwenden.


 Was kannst du tun, wenn dein Pferd sich unglücklicherweise einen Ballentritt zugezogen hat?


1. Stell zuerst die Schwere der Verletzung fest und überprüfe, ob es lahmt.


2. Im Falle eines tieferen Schnittes muss zuerst die Blutung gestoppt werden, indem über die Wunde für mindestens 5 Minuten ein sauberer Druckverband angelegt wird.


3. Es wird empfohlen, die Wunde gründlich mit einem kalten Wasserschlauch abzuspülen. Dadurch wird nicht nur der Schmutz entfernt sondern auch einer Schwellung vorgebeugt.


4. Überprüfe das ganze Bein auf eventuelle weitere Verletzungen. Bei kleinen, oberflächlichen Wunden kannst du Wundspray anbringen oder einen Schutzverband anlegen, bei tieferen Verletzungen solltest du auf jeden Fall einen Tierarzt hinzuziehen.

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