Rundum gut geschützt!

Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie wichtig ein richtiger Schutz ist. Eine Sekunde abgelenkt und schon kann alles anders sein. Bei meinem letzten schwereren Sturz war ich schon ziemlich erschrocken, als mir die Sanitäter mitteilten, dass wenn dieser Helm nicht so viel ausgehalten hätte, ich heute wohl nicht mehr mein Leben „normal“ weiterleben könnte.

Bevor ich überhaupt wieder normal gehen konnte, hab ich mir genau diesen Helm nochmals neu bestellt. 

Seit dem muss ich mich bei jedem Ausritt zusammen reissen, dass ich mich nicht gleich auf die helmlosen Reiter stürze, um sie aufzuklären oder ganz einfach zu belehren.

Allgemein bin ich im Stall für meine Vorsicht bekannt, sodass die Kolleginnen sich schon fast vor mir verstecken, wenn sie keinen Rückenpanzen anhaben. Doch jeder ist für seine Gesundheit gewissermassen selber verantwortlich. Verstehen kann ich es trotzdem nicht ;-)

Ich weiss noch, wie ich mich am Fotoshooting (ohne alles) unwohl gefühlt hatte. Aber da wollte man halt doch einfach schöne Erinnerungsbilder. Wie ich schon mehrmals erwähnt habe ist Gipsy ein sehr vertrauensvolles Pferd, doch auch sie stolpert mal, wenn sie beim gemütlichen Ausritt vor sich hin döst. Und wenn du da als Reiter keine Blitzreaktion besitzt, kann es durchaus einmal sein, dass du das Gleichgewicht verlierst und dann halt doch auch mal neben dem Pferd landest.

Also hat es bei mir nichts mit Vertrauen zu tun, sondern einfach mit Eitelkeit – weil man zu sehr an der Frisur hängt wird kein Helm getragen.

Kampagne „Kluge Köpfe schützen sich“
Deshalb hat der Schweizerische Verband für Pferdesport in Zusammenarbeit mit der Präventionskampagne der SUVA eine Plakataktion gestartet, die möglichst sämtliche Reitställe und Reitvereine erfassen soll, um möglichst viele Kopf- und Halswirbelsäulenverletzungen zu vermeiden.

Jeder sollte wissen, dass er als Reiter ein hohes Verletzungsrisiko eingeht, sei es weil der Abstieg schon einmal unfreiwillig geschehen kann, oder sei es weil das Pferd als Herdentier plötzlich scheut und ausbricht. Die Reiter besässen dann weder eine Knautschzone noch einen Airbag.
Nur ein Helm kann den Kopf und die Halswirbelsäule vor schlimmen Folgen bewahren. Kopfverletzungen zählen zu den häufigeren Reitsportverletzungen, insbesondere im Rahmen von Stürzen vom Pferd, beim Hochschlagen des Pferdekopfes beim Reiten und dem Ausschlagen von Pferden im täglichen Umgang.

Dennoch tragen gemäss den Pferdesamaritern immer noch viel zu viele Reiter keinen oder einen ungeeigneten Kopfschutz. So hat sich in Umfragen gezeigt, dass vor allem die weiblichen Befragten eingestehen, ohne Helm zu reiten, obwohl sie sich des Risikos bewusst sind. Als Grund nannten sie in erster Linie Eitelkeit, weil eben mit einem Helm eine schöne Frisur leiden kann.

Dressur setzt erste Zeichen
Aber auch in der Dressur setzte man mit der Helmpflicht für die „niedrigeren“ Prüfungen Zeichen in die ordnungsgemässe Richtung. Erst ab Programmen L 11 und höher darf auf den Zylinder ausgewichen werden. (warum auch immer ;-))

Wie schütze ich mich?
Wie bereits weiter oben erwähnt reite ich immer mit dem GPA-Reithelm. Ebenfalls legte meine Mutter als Bedingung, dass ich überhaupt anfangen zu reiten durfte fest, dass ich einen Rückenschoner trage. Sie hat wohl schon geahnt weshalb, denn ihm hab ich zu verdanken, dass es „nur“ den Kopf, das Becken und die beiden Schultern härter erwischt hat. Dabei ist es am wichtigsten die passende Grösse zu finden. Denn wie oft muss ich mir anhören, dass der Schoner zwar gerne angezogen werden würde, er aber zu gross / klein sei. Aber leider passt mein momentaner auch nicht zu 100%. Das war bei meinem Vorgänger anders. Dieser passte wie angegossen. Doch auch mit meinem jetzigen kann ich, für das was ich momentan vorhabe, gut leben. Dieser ist nämlich praktischer zu reinigen, da man ihn einfach mit einem nassen Tuch säubern kann.
Und für mein psychisches Wohlbefinden, muss ich ihn sowieso einfach zuschnüren können (dass fast die Luft weg bleibt) – Dann fühle ich mich SICHER ;-)

Schlussendlich ist jeder für sich selber verantwortlich und auch die Bedürfnisse unterschiedlich. 

Wie schütze ich mein Pferd?
Nicht nur der Reiter sollte geschützt werden, sondern auch unsere Pferde. Die höchste Priorität hat wohl bei den meisten Reiter der Beinschutz. Meine Pferde haben abgesehen von der Weide immer einen Beinschutz an, sei es Bandagen oder Gamaschen.

Meine lieblings Gamaschen sind die Flexisoft pro Safe- Gamaschen von Eskadron. Auch bekommt Gipsy beim Springen Glocken angezogen, damit es keine hässlichen Ballentritte gibt. Beim Verladen und Transportieren haben wir die besten Erfahrungen mit den Transportgamaschen von Pessoa gemacht.
Zum Thema Insektenschutz habe ich ja bereits ausführlich gebloggt. Und den Rest stelle ich euch ein andermal genauer vor. 

Und zum Schluss noch ein Video, welches mir schon manchen Gänsehauteffekt beschert hatte: Video: Eindrücke Reitsport

Schützt euch und eure Pferde!

Das könnte Dich auch interessieren‚‚

(0) Kommentare

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel
Zum Artikel
Zum Artikel