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Rund um unseren Selbstversorgerstall

Ich zeige in meinem heutigen Blog wieder einmal einen kleinen Ausschnitt aus unserem Selbstversorger Leben. Wir hatten ja bereits eine Menge an Berichten über Heilpflanzen, Wunderkräuter und Pflanzenkunde rund um Pferde letzten Sommer. In meinem heutigen Bericht möchte ich euch aufzeigen, was wir für die kommenden Frühlingstage planen und warum.

Zuerst aber einen kleinen und vor allem weiteren Einblick.

Unser Paddock besteht aus verschiedenen Elementen. Wir haben den innen Bereich mit speziellem Kompost Boden und Gummimatten ausgelegt. Ich kann jedem echt empfehlen, sich Gedanken über die Einstreu im Liegebereich zu machen. Der Klassiker Stroh eignet sich meiner Meinung nach im Offenstall nicht gut. Hört euch mal in der Region um, wer was von wem hat. Wir konnten eine echt gute Lösung für uns finden, die Pferde lieben es und es generiert nicht viel Abfall. Dazu kommt, dass es sich echt einfach ausmisten lässt.

Draußen haben wir sage und schreibe 4 verschiedene Bodenbeschaffenheiten. Wir setzten auf gewaschenen Sand als Hauptboden, haben einen Teil mit klassischem Kopfsteinpflaster gelegt, dazu kommt ein kleiner Kiesplatz und der alte Platz vom Stall vorher, welcher einem Waldweg ähnelt. Alle vier Böden sind sehr pflegeleicht und wir sind super zufrieden. Die Pferde liegen oft im Sand. Neben unserem Beet, in dem aktuell der Winter noch Vorherrschaft hat, möchten wir nur nun eine Hecke aus toten Ästen bauen. Sie soll die Wetterseite besser schützen und den Pferden noch mehr Schutz bieten. Dazu soll es auch als Sichtschutz dienen und es sieht halt einfach auch sehr hübsch aus!

"Totbaumhecke", was ist das? Hier handelt es sich um eine Hecke wie wir sie kennen, aber aus toten Bäumen. Wir nehmen also gezielt die Äste und Stämme von Bäumen, die nicht giftig sind (Obstbäume zum Beispiel) und bauen daraus eine Hecke. Der Vorteil ist, das es als natürlicher Windschutz dient und die Pferde daran knabbern können. Eigentlich ist es ganz einfach. Wir platzieren ca. einen halben Meter von unseren Panel weg Pfähle und legen die Stämme dazwischen. Durch das Gewicht und die Menge hält die Hecke am Schluss von alleine! Wichtig ist einfach, dass ihr nur Bäume und Baumreste nehmt, die für Pferde NICHT giftig sind.

Um diese Ecke vom Paddock vollständig fertig zu gestalten haben wir uns auch noch für eine Blumenhecke entschieden. Es soll eine alte Kuh Tränke als Topf umgewandelt werden.

Die Frage, was wir da reinpflanzen könnten, war groß.

Ich möchte euch kurz über unsere Überlegungen aufklären. Die erste Idee war Bambus. Bambus für Pferde! Ihr habt das richtig gehört. In verschiedenen Foren und auf diversen Seiten stehen allgemein viele Infos über die Verträglichkeit von Bambus bei Pferden. Am Schluss hat aber das Telefonat mit einem Gärtner entschieden, der nette Herr meinte, warum nicht etwas pflanzen, was wirklich essbar und gesund ist? Guter Input. Unsere Idee betreffend Bambus war mehr, er ist sehr robust, wächst gut und schütz vor Blicken. Und sind wir ehrlich, es sieht auch toll aus. Wir haben uns aber dann dagegen entschieden.

Als zweite Idee kam dann die Brombeere. Ein schöner Strauch, ungiftig und mit Stacheln, die Pferde werden also nicht den ganzen Strauch in einmal wegreißen. Was spricht gegen Brombeeren? Für mich gab es zwei ausschlaggebende Punkte. Ersten konnte mir niemand sagen, wie viel Brombeeren am Tag zu viel sind für ein Pferd und zweitens sah ich die Brombeeren verquatscht auf unserem hellen Boden und dem neuen Kopfsteinpflaster. Da hat mein Herz geblutet, also keine Beeren.

Eine Freundin meinte, pflanzt doch Hagebutte an! Gesagt getan, googeln wir mal. Hagebutten entstehen durch alle Wildrosen. Genau, Rosen. Wildrosen sind extrem pflegeleicht, lieben die Sonne und sind winterhart. Man könnte fast sagen sie sind unzerstörbar. Die Stacheln dienen als Schutz vor gefräßigen Ponys und die Blüten sehen ja echt hübsch aus! Ein Anruf in der Gärtnerei bei mir im Nachbardorf bestätigte mein Wunsch. Wildrosen, in unserem Fall jetzt Kartoffelrosen, sind nicht giftig und sehr zäh. Die pinken Rosenköpfe werden im Frühling hübsch an der Wand hoch krabbeln und unsere Pferde können sich mit ein wenig Geschick die eine oder andere Hagebutte in der Saison abzwacken. Im Herbst erwarte ich die ersten Früchte. Wenn die Pferde nicht alles wegfressen, sammeln wir die Früchte ein, trocknen sie und haben super Vitamin Bomben Leckerlis für die kalten Wintertage. Die Hagebutte lässt sich ganz einfach Trocknen. Lege die Früchte in die Herbstsonne oder einfach über eine Heizung. Wem das zu lange geht, bei 30 °C in den Backofen.

Die Früchte eignen sich übrigens nicht nur für Pferde. Auch für uns, gemahlen im Tee, getrocknet im Müsli oder einfach pur, eine Leckerei aus dem eigenen Garten - oder bei uns eher aus dem Pferdepaddock.

Es ist immer wieder spannend wie wir durch Ideen so viel Neues lernen! Ich wusste zum Beispiel nicht, dass nur bei Wildrosen Hagebutten entsteht, bei Zierrosen ist das nicht der Fall.

Du möchtest auch eine Hecke bauen? Dann melde dich per Nachricht, gerne gebe ich genauere Infos ab und wir bauen deine Blumenhecke zusammen.

Ich wünsche euch eine sonnige Woche.

Xenia mit Aeringi.

Ps. Wer sie nicht selber herstellt, kann sie kaufen. Leckerli mit Hagebutten gibt es bei uns im Shop.

Frey

Horsinettes Belohnungswürfel getreidefrei

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