RER - Recurrent Exertional Rhabdomyolysis, eine chronische Form von Kreuzverschlag

RER, die chronische Form von Kreuzverschlag. Mehr über die Erkrankung an akutem Kreuzverschlag könnt ihr hier lesen:
Kreuzschlag- eine Krankheit mit verschiedenen Namen

Die milde Verlaufsform der Erkrankung ist sehr undeutlich in der Symptomatik. Es treten leichte wiederkehrende Muskelsymptome auf, die nicht einzuordnen sind und nicht abhängig von der Jahreszeit, dem Wetter oder dem Trainingszustand und der Trainingsintensität sind.

Pferde, die von ihren Besitzern oft als nicht leistungsbereit und steif eingeschätzt werden und mit wiederkehrenden Muskelverspannungen und Schmerzen kämpfen, leiden womöglich an Muskel- Stoffwechsel- Problemen. Häufig treten die Symptome einer RER Erkrankung erst bei trainierten Pferden auf.
Wahrscheinlich liegt die Krankheit einer Muskelkontraktionsstörung zugrunde, wobei die interzelluläre Calzium- Regulation gestört zu sein scheint. Auf jeden Fall hat Recurrent Exertional Rhabdomyolysis nichts mit Überanstrengung zu tun.

Vollblüter, die leicht erregbar sind, zeigen in Stress- Situation, das heisst unter Aufregung und starker Nervosität, plötzlich Verspannungssymptome. Bei manchen Pferden bleibt die Krankheit zuerst oft auch unerkannt, da die Symptome auf einen normalen Rückschritt im Trainingsaufbau zurück geführt werden.

Wer ist am meisten betroffen?
Vermehrt sind hoch im Blut stehende Pferde von der Krankheit RER betroffen. Es handelt sich dabei meist um bewegungsfreudige und leicht erregbare Pferde. Da Recurrent Exertional Rhabdomyolysis autosomal dominant vererbt wird, kann es auch andere Rassen wie Warmblüter etc. betreffen. Bei Pferden unter drei Jahren zeigen Studien, dass Stuten vermehrt betroffen sind. Im höheren Alter gibt es keine deutlichen Unterschiede mehr zwischen Stuten, Wallachen und Hengsten.

Was tun wenn mein Pferd betroffen ist?
Im ersten Moment ist man als Besitzer nach der Diagnose nicht wirklich schlauer als zuvor. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass RER Pferde in der fitten Zeit keine Leistungseinschränkung gegenüber gesunden Tieren zeigen.
Eine einheitliche Therapieform kann für die betroffenen Pferde nicht genannt werden. Es gilt jedoch allgemein Stressfaktoren zu minimieren. Das heisst das Fütterung, Haltung, Training, Herdenzusammenstellung, etc. überdacht werden müssen. Im Bereich der Stressminimierung kann auch mit Akupunktur oder Homöopathie nachgeholfen werden. Bezüglich der Fütterung von Zusatzstoffen sollte man sich am besten mit einem Tierarzt absprechen und die Werte des Tieres genauer betrachten. Im Allgemeinen profitieren RER- Pferde von der Zusatzfütterung chromhaltiger Kräuter oder Futtermittel. Darin unterscheiden sich die beiden Formen der chronischen Kreuzschlagerkrankung recht deutlich. Über die zweite Form, genannt PSSM, werdet ihr morgen in einem Bericht von mir informiert.

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