Reitwege und ihren Einfluss auf die Pferdegesundheit

Unsere Pferde tragen uns auf ihrem Rücken Tag für Tag über unterschiedliche Böden. Aber welcher Untergrund ist denn überhaupt gesund für unsere Pferde und wie sieht ein pferdegerechter Reitweg aus?

Der ideale Lebensraum für Pferde ist die offene trockene Graslandschaft. Daher eignen sich griffige, grasbewachsene Sandböden am besten für die Pferdebeine. Werden Pferde regelmässig auf schlechtem Untergrund bewegt, können Huflederhautentzündungen, Hufgeschwüre, Sehnenschäden und Arthrose entstehen.  Aber unsere geliebten Vierbeiner sind sehr anpassungsfähig. Bis zu einem gewissen Punkt gleichen Schutzmechanismen im Körper der Pferde schlechten Untergrund aus. Werden Pferde korrekt geritten, kann ihr Körper sehr viel Erschütterung abfedern. Natürlich spielt auch die Gangart bei der ganzen Bodenthematik eine entscheidende Rolle. Im Trab und Galopp kann  sich das Pferd auf unebenen Böden auf Grund des Vorwärtsschubs besser ausbalancieren. Im Schritt sollte daher auf solchem Untergrund auf einen hingegebenen Zügel geachtet werden, damit das Pferd mit dem Kopf und Hals pendeln kann und so die ideale Balance findet.

Reiten auf Asphalt
Auf Asphaltstrasse wird am besten im Schritt geritten. Bei unbeschlagenen Pferden kann der harte Untergrund den Hufmechanismus fördern. Jedoch muss bedacht werden, dass die Hufabnutzung sehr hoch ist und die Pferde daher schneller fühlig werden können. Bei Pferden mit Hufeisen haben wir auf Asphalt das Problem des sogenannten Klirreffektes. Darunter ist der Rückschlag gemeint, welcher das Pferdebein erfährt,wenn der beschlagene Huf den harten Asphaltboden berührt. Ein beschlagenes Pferd, welches viel auf asphaltierter Strasse geht ist somit höherem Verschleiss ausgesetzt als das barhuf Pferd.

Schotterweg ist ungesund für die Pferdehufe
Asphalt ist also nicht der ideale Reituntergrund. Aber noch viel schlimmer als asphaltierter Boden ist Schotter für die Pferdehufe. Schotter ist ein regelrechter Hufkiller. Grund dafür ist, dass die spitzen Steine einen punktuellen Druck verursachen, gegen welchen das Hufeisen nur bedingt hilft. Es wird daher geraten auf Schotterwegen das Tempo stark zu reduzieren, am besten sogar abzusteigen.

Tiefe Böden sind ungesund für die Sehnen der Pferde
Sobald Pferde mit ihren Hufen mehr als 15 cm im Boden einsinken, werden die Sehnen auf eine harte Probe gestellt. Beim Herausziehen der Hufe weiten sich die Gelenkspalten und Bänder, sowie Sehnen werden gezogen. Nebst der schädlichen Zugbelastung behindern tiefe Böden die Balancefindung der Pferde.

Was sind gute Reitwege?
Ideal für die Pferdebeine sind naturbelassene Böden aus Sand oder Lehm mit Graswuchs. Diese Reitwege sind in allen Gangarten nutzbar und wirken sich positiv auf die Gesundheit von Hufen und Beinen aus. Natürliche Wege mit felsigem Untergrund sollten nur im Schritt passiert werden. Sie sind besonders für unbeschlagene Pferde gesundheitsfördernd. Ebenfalls gut zu reiten sind befestigte Wege aus Beton oder Verbundpflaster mit grasbewachsenem Streifen. Der Grasstreifen kann in allen Gangarten passiert werden.

Das könnte Dich auch interessieren‚‚

(0) Kommentare

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.