Reitstunde, Reitbeteiligung oder eigenes Pferd?

Jeder hat den Wunsch vom eigenen Pferd. Grosse Pläne werden geschmiedet und die Vorstellungen kennen keine Grenzen. Wie soll es aussehen? Welches Alter wäre gut? Ist mir die Rasse wichtig? Was soll es können?

Auch mir geistern von Zeit zu Zeit solche Träume durch den Kopf. Ich male mir dann immer aus, welche Farben der Schabracke dazu passen könnten und welchen Zaum ich bevorzugen würde. Aber leider bleibt es beim träumen, denn als Studentin habe ich nicht das nötige Kleingeld für ein Pferd. Sehr wahrscheinlich würde mir auch die Zeit fehlen. Doch welche anderen Möglichkeiten stehen einem zur Verfügung?

Seit 12 Jahren bin ich in der Reitschule und irgendwann kam bei mir der Moment, wo ich sagen musste, dass mir dies nicht genügt. Die Vorstellung in den Stall zu fahren, das Pferd zu satteln und einfach ausreiten zu gehen, ist einfach nur toll. Doch dies bleibt einem in einer Reitschule verwehrt. Auch hat mir mit der Zeit gefehlt, dass ich nicht das Pferd nehmen kann und alleine an etwas neu gelerntem zu üben. Vielmals, wird an der letzten Stunde angeknüpft und dort weiter gemacht. Ich habe dann immer das Gefühl, als hätte ich es nur zur Hälfte gelernt. Dies soll keine Kritik an die Reitschulen sein, dass ist nur meine Meinung und vielleicht teilen diese ein paar von euch. Auf jeden Fall kam ich zu dem Entschluss, dass ich mehr will. Ein bisschen mehr Flexibilität. Ein bisschen mehr Freiheiten. Viel Zeit zum üben und mehrmaligem Repetieren. Mit diesen Bedürfnissen entschloss ich mich, eine Reitbeteiligung zu suchen und wurde auch schnell fündig.

Bis anhin hatte ich schon um die vier und bin diese Woche bei Nummer fünf angekommen. Mit den einen hatte ich es gut, mit den anderen weniger. Es gab verschieden Gründe, wieso die Zusammenarbeit nicht funktioniert hat, aber ich habe es jedes Mal genossen so viel Freiheit zu haben. Leider ist es ein zwei Mal auch wegen dem Geld gescheitert. Solch eine Reitbeteiligung kann kostspielig werden und fast gleich viel kosten wie ein eigenes. Da habe ich mir schon oft überlegt, ob es überhaupt Sinn macht so viel auszugeben? Aber nicht nur Reitbeteiligungen können teuer werden. Reitstunden in guten Sportställen sind auch nicht gerade billig. Manchmal finde ich die Preise ein bisschen überrissen, vor allem für Reiter, welche das Geld nicht locker sitzen haben, sich aber doch eine gute Ausbildung wünschen.
Vor kurzem habe ich auch einen neuen Stall ausprobiert. Aber leider war dies ein Reinfall, denn ich hatte das Gefühl, dass mich dieser nicht weiter bringen wird. Nach diesem Fall hatte ich es langsam wirklich aufgegeben. Mir kam es so vor, als würde ich nichts Passendes finden für mein eher bescheidenes Budget. Dieser Reitschulbetrieb wäre von den Preisen sehr gut gewesen, doch leider nicht das richtige für mich.
Kurz darauf fragte mich eine Freundin, ob ich eine Reitbeteiligung suche. Ich war etwas unentschlossen, da ich es einfach bleiben lassen wollte und vielleicht doch noch Glück hätte und bezahlbare Stunden gefunden hätte. Aber ich liess mich überreden, denn es klang nach einem guten Angebot. Doch auch diese Freude war nicht von Dauer, als ich ausrechnete was mich die Reitstunden, die Hallenmiete sowie die Kostenbeteiligung kosten würden. Nun wusste ich wirklich nicht mehr, was ich machen soll.

Aber mich verliess das Glück nicht und eine Freundin aus meinem Volleyballteam fragte, ob ich das Pferd ihrer Schwester reiten möchte. Jetzt hoffe ich, dass ich endlich am Ziel angekommen bin und eine Reitbeteiligung gefunden habe, die von beiden Seiten passt.

Habt ihr ein eigenes Pferd oder eine Reitbeteiligung? Was verlangt ihr für euer Pferd und wie findet ihre die Preise heutzutage?

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