reitsport.ch Community Botschafterin Nicole Fisch

Wie hast Du von reitsport.ch erfahren und wie kamst Du dann dazu, Dich als Botschafterin zu bewerben?

Ich kannte das Portal schon vor der Gründung des Online Shops und als Internet affine Person und "Horse Fashion Victim" war ich Kundin der ersten Stunde von reitsport.ch - wo ich dann auch von der Botschafter-Wahl erfahren habe.

Was bedeutet es für Dich, Community Botschafter zu sein?

Mir gefällt die Philosophie der Firma - schnelle Lieferung, top Kundenservice und alles Pferdemenschen im Team. Hinter einem solchen Konzept kann ich voll und ganz stehen, da ich als Kundin sehr zufrieden bin mit den bereits erworbenen Produkten und auch der ganzen Geschäftsabwicklung. Ich freue mich, reitsport.ch weiterhin zu unterstützen.

Seit wann reitest Du?

Angefangen habe ich mit ca. 5 Jahren - bei einem Bauern im Dorf, wo ich damals gewohnt habe. Er hatte 5 Mazedonier Hengste in einem Laufstall und dort durfte ich die ersten Stunden auf dem Rücken der Pferde verbringen. Ohne Sattel sind wir stundenlang ausgeritten. Als ich dann ein paar Jahre später das erste Mal in einer Reitstunde auf einem gesattelten Pferd sass, war es mir richtig unwohl und ich musste mich zuerst an das Reiten mit Sattel gewöhnen. Ich kann es jedem Anfänger nur empfehlen, sich ohne Sattel auf ein (natürlich daran gewöhntes und liebes) Pferd zu setzen, man findet sehr schnell die Balance und sein Gleichgewicht.

Bei mir kann man beim besten Willen nicht von einer Reitsport-"Karriere" sprechen - mit bald 37 Jahren habe ich nicht mehr grosse sportliche Ziele. Unsere Pferde und der Stall sind für mich das perfekte Kontrastprogramm zum Arbeitsalltag und ich könnte es mir gar nicht mehr vorstellen ohne unsere Pferde. Was wären das für langweilige Wochenenden :-) . Mit dem Springsport und Turnieren habe ich vor ca. 9 Jahren begonnen... da wir aber immer wieder im Ausland gelebt und gearbeitet haben, waren längere Reitpausen dazwischen. Seit Mitte 2011 wohnen wir aber definitiv wieder in der Schweiz und seitdem habe ich wieder richtig intensiv mit reiten angefangen - und Turnieren. Highlights gab es in dieser Zeit viele - fast ebenso viele wie Rückschläge. Aber das kennt wohl jeder Reiter/Pferdebesitzer. Als ich 2006 nach einem Sturz vom Pferd einen dreifachen Beinbruch erlitt und nach ein paar Wochen (mit Schiene und Schrauben im Bein) - das erste Mal wieder (unerlaubterweise natürlich) aufs Pferd sass, war das für mich ein riesen Highlight - und Ansporn, die ungeliebten und schmerzhaften Physiotherapiestunden regelmässig zu besuchen, damit ich schnellstmöglich wieder "normal" reiten konnte. Oder kranke Pferde - verletzte Pferde - reiterliche Rückschläge - davon kann wahrscheinlich jeder Reiter ein Liedchen singen... umso schöner ist es, wenn dann wieder die Up's kommen - und die kommen immer wieder! Man darf sich nie unterkriegen lassen und muss immer wieder aufsitzen und weitermachen.

Du hast Familie, einen Job und Pferde - wie sieht Dein Alltag aus?

Ich arbeite bei einem internationalen Sportverband - eine interessante und arbeitsintensive Aufgabe - welche mir auch ermöglicht, an weltweit stattfindenden Events mitzuarbeiten - seit bald 17 Jahren bin ich verheiratet und die 20 jährige Tochter aus erster Ehe meines Partners lebt mit uns zusammen.

Mein Alltag sieht so aus, dass ich unter der Woche, je nach Arbeit leider manchmal ziemlich wenig dazu komme, unsere Pferde zu bewegen, das übernimmt zur Zeit die Tochter, welche seit ihrem Maturaabschluss im letzten Juni für ein Zwischenjahr im Stall arbeitet, wo unsere Pferde stehen, Reitstunden gibt und alle Pferde bewegt und trainiert. Wann immer ich nach Feierabend noch einigermassen fit bin, helfe ich mit, den Abendstall zu machen (das erspart mir das Fitnesscenter) oder reite noch ein Pferd. Wir haben zwar einen riesigen 90x45m grossen Sandplatz, aber leider keine Halle. Das heisst, bei Wind und Wetter sind wir draussen am Reiten und verladen nur ab und an mal, um auswärts in einer Halle zu trainieren, wenn es z.B. wochenlang gefroren ist. Das härtet ab :-). Mein Wochenende gehört ganz dem Stallalltag. Entweder geht es auf Concours oder wir reiten ganz normal zu Hause, erledigen die Stallarbeit und auf einem Hof gibt es sowieso immer etwas zu tun.... Mein ganz grosses Glück ist, das sowohl Mann wie auch Tochter dem Pferdevirus verfallen sind, und wir somit eine gemeinsame Aufgabe haben. Das schweisst die Familie zusammen und wir können uns gegenseitig unterstützen, wenn es gerade mal nicht so gut läuft.

Der Reitsport ist ein zeitintensives und teures Hobby, was bedeutet, auf manches verzichten zu müssen - aber ich spreche wohl aus dem Herzen jedes Pferdbesitzers wenn ich sage, dass dies kein Opfer darstellt, wenn man mit Leib und Seele Pferdemensch ist. Wobei ich denjenigen, welche einen Partner haben, der nicht reitet und auch an Pferden nicht wirklich interessiert ist nur nahelegen kann, Kompromisse einzugehen - das Pferd darf nie wichtiger sein als der Mensch an Deiner Seite!

Wie viele Pferde hast Du? Gibt es etwas woran Du gerade speziell mit ihnen (oder einem davon) arbeitest?

Wir haben zur Zeit 5 eigene Pferde plus noch die zwei der Stallbesitzerin, welche wir mitbewegen und auch mit auf Turniere nehmen.Die Pferde sind zwischen 6 und 22 Jahre alt und jedes einzelne hat seine eigenen Bedürfnisse, einen anderen Trainingsstand etc. Somit ist es für mich immer wieder eine neue Herausforderung, mich zwischen den Pferden umzustellen - Auch wenn ab und an wieder eines verkauft wird und ein neues kommt - man fängt immer wieder von vorne an und lernt so, auf die verschiedenen Charakteren der Tiere eingehen zu können - jedes reagiert anders, jedes will anders geritten werden. Aber ich finde das spannend und kann mich mittlerweile auch besser von den Pferden trennen als früher...

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