Reiten in der Schwangerschaft - eine Gefahr fürs ungeborene Kind?

Zuerst wollte ich euch heute einen Bericht zum Thema „Fohlenaufzucht-
Ethologische Aspekte“ schreiben. Als mir dann bewusst wurde, dass heute
Muttertag ist, kam ich auf eine ganz andere Idee. Unter euch Leserinnen gibt es
sicher die eine oder andere Mutter oder solche die es noch werden möchten. Aber
wie sieht es denn mit Reiten in der Schwangerschaft aus?

Viele Ärzte warnen vor dem Reiten in der Schwangerschaft. Die
Gründe dafür sind vor allem die Sturzgefahr und die Erschütterungen, die auf
das ungeborene einwirken. Studien zeigen
jedoch, dass Schwangere die Reiten keinem signifikant erhöhten Abortrisiko
ausgesetzt sind. Ob das Reiten während der Schwangerschaft vermehrt
Frühgeburten auslöst kann, anhand einer im Jahr 2011 in Deutschland
durchgeführten Studie, nicht nachgewiesen werden. Man konnte jedoch nachweisen,
dass neugeborene Säuglinge von Reiterinnen genau so entwickelt sind wie andere
Kinder. Demzufolge wirkt sich das Reiten nicht negativ auf die Entwicklung des
Kindes aus - vorausgesetzt man hat keinen Unfall. Fehl- und/ oder Frühgeburten
können als Unfallfolge nicht ausgeschlossen werden. Im Allgemeinen verkürzen
Unfälle beim Reiten oder im Umgang mit Pferden die Schwangerschaft jedoch
nicht. Am meisten gefährdet sind erfahrene, ambitionierte und professionelle
Reiterinnen, die im Sport oder bei der Ausbildung junger Pferde oder Problempferden tätig sind.

Laut Studien müssen Reiterinnen während der Schwangerschaft
nicht auf ihr liebstes Hobby verzichten. Sie sollten jedoch das Ganze etwas
ruhiger angehen und zusätzliche Risiken, wie zum Beispiel das Ausbilden junger
Pferde meiden. Ebenfalls sollte auf intensives Spring- und Dressurtraining
verzichtet werden. Am besten wenden sich schwangere Reiterinnen an ihre
Frauenärztin, die individuelle Tipps geben kann.

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