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Regeln beim Ausreiten

In letzter Zeit häufen sich die Bilder von Pferden, die mit ihren Reitern über abgemähte Felder galoppieren. Doch darf man das überhaupt? Was darf man grundsätzlich auf dem Ausritt und was nicht? Hier also ein kleines Ausritt Knicke.

 

Verhaltensregeln sind wicht und wir sind darauf angewiesen, dass alle sich daran halten. Nur so können wir unseren Ausritt mit den Mitmenschen geniessen.

Im Strassenverkehr:

Grundsätzlich gilt, wer sein Pferd nicht unter Kontrolle hat, sollte die Strasse meiden. Die wenigsten Autofahrer sind sich bewusst, dass ein Pferd innert Sekunden erschrecken und davon rennen kann. Stellt euch immer vor, dass die anderen Verkehrsteilnehmer keine Ahnung von Pferden haben. Wenn wir uns auf der Strasse bewegen, müssen wir automatisch das Strassenverkehrsgesetzt befolgen. Zeichen setzte, Einspuren und Vortritte werden gleich wie beim Fahrradfahren beachtet und wir reiten grundsätzlich immer auf der rechten Strassenseite. Ab einer Reitergruppe von 6 Pferden sollte in eine Zweierkolone geritten werden, ansonsten einzeln hintereinander. Achtet immer darauf, dass die anderen Verkehrsteilnehmer euch gut überholen könnt. Sobald es dunkel wird, müssen die Pferde gut sichtbar beleuchtet werden. Die Dämmerung naht schon wieder früher, deckt euch also mit den passenden Leuchtutensilien ein.

 

Fahrverbote sind für Pferde bereitbar, außer es ist exakt so ausgeschildert, dass auch kein Pferd durch darf.

Achtung! Du darfst auf dem Fahrradweg reiten, solange Du den Fahrradverkehr nicht störst. Du darfst aber auf keinem Fall das Trottoirs benutzen, dies ist ausschließlich für Fußgänger.

Im Wald:

Passe deinen Ausritt immer den Bodenverhältnissen an. Nicht nur für die Pferdebeine sondern auch für die Wege. Gerade matschige und sumpfige Wege sollten nicht benutzt werden. Bei erneuerten Kieswegen sollte man nur in Schritt reiten. Achtung, der Vitaparcours ist für den Pferdesport verboten.

Wenn Du dein Pferd anbindest, immer so, dass sie gut gesichert sind und die Bäume keine Schäden nehmen.

Auf den Feldern:

So, nun kommen wir zum Felder galoppieren. Felder sind immer im Privateigentum. Bevor Du also ein schnelles Galöppli nimmst, frag den Bauer, ob es für ihn in Ordnung ist. Auch im Winter, wenn alles so scheint wie wenn dem Feld nichts passieren kann, sollte immer um Erlaubnis gefragt werden.

Begegnungen mit anderen Wald und Feld Benutzer:

Wir alle kennen es, wir reiten nichts ahnend im Wald und von hinten rast ein Velo heran, klingelt einen Meter vor dem Pferd und fährt ungebremst an uns vorbei. Nicht angenehm, ich weiss, aber wir müssen daran denken, wie im Strassenverkehr, wissen es auch hier die Leute nicht besser. Wichtig also, immer freundlich sein und grüssen. Wenn jemand kommt, gehe ich immer im Schritt und reite in Gruppen hintereinander.

Ein Tipp: Wenn ich einen „Raser“ erwische, bitte ich höflich darum beim nächsten Mal ein bisschen Rücksicht zu nehmen. Auch wenn grosse Fahrradgruppen von vorne kommen, lasse ich meinen jungen Isi immer auf die Seite stehen. Die Fahrradfahrer sehen, dass ich Rücksicht nehme und meinem Pony passiert sicher nichts.

 

Sonstige Tipps:

Im Sommer gibt es nichts schöneres, als ein kühles Bad mit dem Pferd. Gerade bei Flussufern ist aber Vorsicht geboten, der Untergrund ist uneben und man muss schauen, dass die Landschaft nicht zu viel Schaden von unseren Ponys nehmen.

Meine Hunde dürfen immer mal wieder mit auf den Ausritt. Hier gilt aber, nur wer absolute Kontrolle über seinen Hund hat, nimmt ihn mit.

 

Wir dürfen vieles und wenn wir uns um die Beziehung zu den Bauern und Feldbesitzer kümmern, dürfen wir sogar fast alles.

 

Ich wünsche euch allen einen schönen Ausritt.

 

 

 

Tags: Xenia Heiden
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