Pferdige Favoriten im Januar

Es gibt da ja dieses Sprichwort „Die kleinen Dinge machen das Leben aus.“ Deshalb möchte ich auch für den vergangenen Januar einen Favoritenblog über Dinge mit Euch teilen, die mich in diesem Monat besonders beschäftigt haben.

 Pferdiges Tattoo?

Meine liebe Freundin E hat beschlossen, dass sie sich definitiv ein Tattoo stechen lassen wird. Schon länger träumt sie von einem Motiv, das sie irgendwie mit ihrem Pferd in Verbindung bringt. Vielleicht sein Name? Nur der Anfangsbuchstabe? Vielleicht daneben noch sein Kopf mit dem Abzeichen? Dank E’s Begeisterung für ein solches Tattoo konnte ich es natürlich nicht lassen und habe mir ebenfalls Gedanken über pferdige Tattoos gemacht.

Allem voran ist so ein Tattoo schon eine sehr coole Sache und kann je nach Motiv etwas vom persönlichsten sein, was man körperkünstlerisch überhaupt anstellen kann. Da wir Reiter sehr stolz auf unseren Sport sind und das auch gerne gegen aussen zeigen, sind Tattoos mit pferdigen Motiven unter den Rösselern weit verbreitet.

Ein riesengrosses Kontra für mich sind an erster Stelle die Schmerzen beim Stechen, weil ich eine echte Memme bin. Ausserdem ist das Tattoo eines der wenigen Dinge im Leben, das ewig halten kann und das macht mich irgendwie nachdenklich. Ich bezweifle zwar, dass ein Reiter, der sich mal ein pferdiges Motiv hat stechen lassen, dieses jemals bereut (weil: einmal Reiter immer Reiter). Aber man sollte sich doch im Klaren sein, dass die Tinte vom Tätowierer kein schwarzer Edding ist und das Herz mit der Aufschrift LEOPOLD CH auch mit über 90 Jahren noch zu sehen sein wird.

Ein Pferdetattoo ist ohne Frage eine sehr schöne Idee, die mit vielen Gefühlen und Erinnerungen verbunden ist. Ich persönlich wäge mich aber noch etwas im Zwiespalt, ob ich solch eine Liebeserklärung an mein Pferd auf meinem Körper haben möchte. Ich glaube mein verschobenes Schlüsselbein reicht mir vorerst als Erinnerung an Cornet.

Was sagt Ihr zum Thema Pferdetattoo? Was hat Euch dazu bewogen / Warum würdet ihr es nie tun?

Back on Track

Letzten Sommer fand ich Cornet eines Abends mit einem dick angeschwollenen Hinterbein auf der Weide. Ein paar unnötige Heulkrämpfe und ein Ultraschall später stand die Diagnose fest: Leichte Sehnenscheidenreizung.

Der ganze Genesungsprozess zog sich über drei Monate und weil Cornet in dieser Zeit nur Schritt geritten/geführt werden durfte und das für uns beide definitiv zu wenig Action war, musste mein Pferd für ein paar meiner pseudomedizinischen Experimente herhalten. In dieser Zeit habe ich mich durch das halbe Internet gegraben, auf der Suche nach Mitteln, die Cornet’s Heilungsverlauf unterstützen könnten. Ich habe einige Sälbeli, Kügeli und Wickel ausprobiert, aber nichts hat mich mehr überzeugt, als die Stallgamaschen von Back on Track, die ich auf einer meiner Netzjagden erbeutet habe.

Die breite Produktpalette aus dem Hause Back on Track (von Fliegenhaube bis zu Streifkappen) ist aus speziellen Polyester/Polypropylen-Fasern hergestellt, in welche kleine Keramikpartikel verarbeitet sind. Die Keramik verleiht den Produkten die Eigenschaft, Körperwärme im Bereich der Infrarotstrahlung zu reflektieren. Die dadurch entstehende Wärme fördert die Durchblutung im Gewebe und hat bei Cornet’s dickem Bein wahre Wunder bewirkt.

Nun ist die Verletzungspause schon eine Weile her und das Ganze ist gut verheilt. Trotzdem brauche ich die Gamaschen weiterhin nach grösseren Ausritten oder Trainings. Ohne hätte mein Pferd - wahrscheinlich besonders jetzt, wo man von den Wetterumschwüngen beinahe ein Schleudertrauma kriegt - ein aufgelaufenes Bein. Mit den Gamaschen habe ich das unter Kontrolle.

Obwohl ich ein grosser Skeptiker bin und mich nicht so schnell überzeugen lasse, bin ich total Fan von den BoTs! Ich sehe zwar nicht wie es wirkt, aber die Ergebnisse sprechen für sich. Die Gamaschen haben wir im Übrigen auch bei anderen Pferden im Stall getestet (z.B. bei Gallen) und auch dort eine deutliche Verbesserung festgestellt.

Back on Track Stallgamaschen Royal - Mein absoluter Super-Tipp!

Reiten mit Musik

Mein Pferd ist gerade im gnadenlosen Zerstörungsmodus. Im Verlaufe des Januars hat er es geschafft, sich eine Abschwitzdecke, meine Spooks-Winterjacke, einen Schlüsselanhänger und meine I-Phone-Kopfhörer aufs Gewissen zu laden. Und seit meine Kopfhörer tragischerweise von mir gegangen sind, fällt mir auf, wie sehr ich sie im Stallalltag vermisse.

Ja, ich höre Musik beim Reiten und ja, ich weiss, dass das einige bestimmt gefährlich finden. Aber gebt mir doch kurz einen Versuch Euch zu erklären, warum ich die Musik ums Pferd so sehr schätze:

Musik bei der Arbeit mit dem Pferd motiviert mich extrem und macht direkt bessere Laune. Gerne wähle ich für Lektionen im Schritt eher ruhigere Musik, dafür darf es für die Galopp-Arbeit etwas Frischeres sein – Filmreife Szenen inklusive! Manchmal schaffe ich es mein Pferd im Trab genau im Takt der Musik zu halten, dann habe ich direkt Hühnerhaut und das Gefühl fast so cool zu sein wie eine Uta Gräf in der Freestyle-Kür.

Aber auch im Gelände habe ich im Alleingang oft Musik dabei. Ich möchte aber unterstreichen, dass ich immer nur einen Kopfhörer im Ohr habe, die Kabel vorsichtig unter der Kleidung durchziehe und die Lautstärke gerade eben so einstelle, dass ich erkenne welches Lied läuft. Mit Musik bin ich entspannter und rege mich viel weniger schnell auf. Und ich singe mit. Laut und falsch.

Mir ist bewusst, dass ich dadurch bis zu einem gewissen Grad von der Umwelt abgelenkt werde. Deshalb würde ich das Musikhören auch niemandem empfehlen, der sich dadurch noch mehr verunsichern lässt. Ich persönlich kann mich mit Musik beim Reiten sogar noch besser konzentrieren. Ausserdem war ich letzten Monat echt froh, dass sich Umwelt ein kleines bisschen überspielen liess. Ich musste nämlich sehr oft im Dunkeln und ohne Begleitung ins Gelände und war superfroh, wenn mir Andreas Bourani’s Hammerstimme ein paar Monstervorstellungen vom Hals hielt.  

Aber nicht nur ich höre Musik: Da es auf den Concoursplätzen dieser Welt nie so still ist wie zuhause im Stall, habe ich angefangen, die Musik während der Arbeit mit Cornet auch mal laut aufzudrehen. Anfangs war das für mein Pferd die totale Katastrophe. Da erdreisten sich doch tatsächlich wieder irgendwelche Menschen herumzusingen! Ohne Cornet's Erlaubnis! Sakrileg!

 Langsam aber sicher bessert sich die Lage. Nach ein paar obligaten Bockern gegen die Geräuschequelle, wird sie in den meisten Fällen toleriert, da sie ganz offensichtlich weder zurückbockt, noch beisst und immer brav an der selben Stelle bleibt. Ein bisschen Show muss aber immernoch sein. Mein Ziel mit dieser Übung ist, dass Cornet dadurch etwas desensibilisiert wird und ihn die verschiedenen Geräusche nicht ganz so sehr beeindrucken und ablenken. 

Was hält ihr von Musik beim Reiten? No-Go oder doch eine gute Sache? Ich freue mich auf Eure Meinungen!

 

(Bild: Cornet im Zerstörungsmodus, aber wenigstens inkl. schlechtem Gewissen)

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