Pferderassen aus Italien (Teil 1)


Italien hat nicht nur erfolgreiche Legenden zu bieten, auch eigene Pferderassen sind zu verzeichnen. Ich stelle euch die Rassen kurz vor: Abstammungsort, das Äussere sowie der Charakter dieser schönen Tiere.

Bardigiano. Dieses Pony stammt aus dem Gebirge, dem nördlichen Apennin. Seinen Namen hat es von der Stadt Bardi im oberen Ceno Tal bekommen.
Der Kopf und die Ohren sind klein, die Augen liegen weit auseinander, die Nüstern sind gross, der Schopf dicht sowie die Mähne, die auf beide Seiten fällt. Sein Hals ist kräftig und wohlgeformt und endet in einer breiten sowie tiefen Brust. Die Schultern sind kurz und steil, gehen über in einen flachen Widerrist, welcher in einem starken grossen Rücken mündet. Der Rücken setzt sich mit einer schön gewölbten und muskulösen Kruppe mit einem tief angesetzten Schweif fort. Der ganze Körperbau befindet sich auf kurzen kraftvollen Beinen, die wiederum auf grossen schwarzen Hufen stehen. Die Farbvariation geht von hellem Braun bis fast schwarz durch, wobei ein Dunkelbraun bevorzugt wird. Die Grösse liegt zwischen 135 bis 149 cm.
Der Bardigiano ist ein freundliches und gutmütiges Pony, das trotzdem lebhaft ist. Ausserdem ist er ausdauernd und unerschrocken.

Der Calabreser ist ein italienisches Warmblut und stammt wie der Name schon sagt aus Kalabrien in Süditalien.
Das Pferd erreicht ein Stockmass von 155 bis 164 cm und ist durch die Einkreuzung von Englischen Vollblütern zu einem heute typischen Sportpferd im Rechteckmass entstanden. Der Calabreser trägt die Farben Braun, Fuchs, Schimmel oder Rappe.
Dieses Tier ist geeignet für den Sport, da es eine grosse Leistungsbereitschaft wie auch ein lebendiges und eifriges Temperament besitzt. Durch die englische Kreuzung, kann das Temperament ein bisschen nervös ausfallen.

Das Italienische Kaltblut ist sehr selten. Anzutreffen ist es fast ausschliesslich in geringer Zahl in Italien.
Dieses Kaltblut ähnelt sehr stark dem Bretonen in seinem Erscheinungsbild. Sein Kopf hat einen noblen wie auch aufgeweckten Ausdruck mit einem kleinen Maul. Wie auch das Bardigiano Pony hat das italienische Kaltblut einen schweren Hals mit dichter Mähne, einer breiten Brust und dem wenig ausgeprägten Widerrist. Die schrägen Schultern, der mächtige kurze Rücken und die runde abfallende Kruppe runden das ganze Exterieur ab, welches auf grossen aber doch engen Hufen steht. Die Grösse liegt zwischen 150 bis 160 cm.
Wie jeder andere Kaltblüter ist auch dieses Pferd liebevoll. Sein Schritt und Trab sind ausgeprägt und schön anzusehen.

Maremmano stammt aus der Maremma in der südlichen Toskana. Früher wurden sie als Wagen- und Hirtenpferde eingesetzt, in den letzten Jahren aber immer mehr auf das Reitpferd weiter entwickelt.
Das Erscheinungsbild dieser Pferde gleicht dem, der landwirtschaftlich tätigen Kaltblüter. Die Vierbeiner sind von mittlerer Grösse (160 cm) mit einem sehr kompakten Körperbau. Der Kopf hat eine Ramsnase, der Hals ist kurz und schwach ausgebildet wie auch die Hinterhand nicht sehr bemuskelt wirkt. Diese Rasse gibt es so gut wie nur in brauner Jacke, wobei auch Rappen und nur wenige Schimmel bestehen.
Viele mag sein Exterieur nicht überzeigen, doch sein Interieur lässt manch äusserlichen Makel vergessen. Der Maremmano hat einen ganz ruhigen und überaus ausdauernden Charakter, welche auch ohne gross Zweifel für ein gutes Hirtenpferd spricht. Ausserdem kommen sie mit jedem Boden wie auch Wetter zurecht. Diese Eigenschaften sprechen nicht nur für ein Hirtenpferd, sondern auch für ein Wanderreitpferd.

Der letzte für diesen Artikel. Der Salerner. Eine der attraktivsten Warmblutrassen, die Italien zu bieten hat. Die Erscheinung dieses Pferdes ist sehr ansprechend und ist ein hervorragender Typ von Kavalleriepferd mit einer guten Springveranlagung.
Diese Rasse trägt alle klaren Farben und das Stockmass beträgt ca. 163 cm. Er weist schöne Körperproportionen auf mit einer gut gelagerten schrägen Schulter und einer kraftvollen Hinterhand.
Wie auch das Italienische Warmblut ist der Salerner gekreuzt mit Englischen Vollblütern und hat dadurch einen leicht nervigen Charakter.
Heute habe ich euch die ersten fünf Rassen aus Italien vorgestellt. Bald folgen noch zwei mehr sowie zwei aus Sardinien.

 

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