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Pferdefütterung - Was ist dabei zu beachten?

Fütterung ist ein leidiges Thema. Es gibt heute eine unglaubliche Vielzahl an Produkten, die neben dem Raufutter erworben werden können und verschiedene Anwendungsgebiete besitzen. Eigentlich möchte man ja seinem Pferd nur etwas Gutes tun und es bestens umsorgt wissen, doch sind Reihe von Futtermitteln das Mittel der Wahl, um die Gesundheit des Pferdes zu erhalten?

Durch einige Module im Studium wurde bei mir eine Grundlage von Wissen geschaffen, die ich versuchen werde wiederzugeben:

Zunächst sollte die Fütterung von Tieren immer anatomisch, physiologisch und ethologisch sein. Das sind die drei Pfeiler der Fütterung und sollten stets erfüllt werden. Anatomisch bedeutet, dass Raufutter stets die Grundlage der Fütterung darstellt. Physiologisch beinhaltet, dass Komponenten eingesetzt werden sollten, die das Pferd auch verdauen kann. Körnermais z. B: kann das Pferd sehr schlecht verdauen. Soll trotzdem Mais gefüttert werden, sollte dieser hydrothermisch aufgeschlossen werden. Um ethologisch zu füttern, muss dem Pferd eine Futteraufnahme und Futtersuche von 12-16h gewährleistet werden.

Für eine Rationsplanung bei Pferden sind folgende Werte besonders wichtig: Energiegehalt (Metabolisierende Energie ME MJ/kg), Proteingehalt (dünndarmverdauliches Rohprotein – dv RP), Calcium und Phosphorgehalt (g). Auch das Verhältnis zwischen Energie und Proteinen, sowie Calcium und Phosphor ist wichtig. Im Optimum sollten diese Verhältnisse so gestaltet sein:

Rohprotein : Energie = 6:1

Ca : P = 2:1

Für weitere Bedarfswerte, welche die Pferde mit dem Leistungsbedarf benötigen kann z. B. in den DLG-Futterwerttabellen nachgeschaut werden.

 

Um eine Rationsplanung zu beginnen muss zunächst mit dem Raufutter angefangen werden. Dazu zählt z.B. Heu, Heulage oder Silage. Es gilt die Faustzahl: Mindestens 1,5 kg RF/100 kg LM (Lebendmasse) und Tag. Bei Silage muss tendenziell mehr gefüttert werden, da diese durch einen geringeren Trockenmasse (TM)-Gehalt und einen höheren Wassergehalt eine geringere Nährstoffkonzentration aufweist als Heu. Raufutter ist der Teil des Futters, der die Pferde dick werden lässt. Soll das Pferd abnehmen, darf max. auf 80% des sonst benötigten Nährstoffgehalts reduziert werden, da sonst das Depotfett abgebaut wird. Dies gelangt in die Blutgefäße und lässt den Anteil von Fett im Blut immens steigen, was sehr ungesund ist.

Ist es gewünscht, die Energiedichte in de Ration zu senken, kann z. B. Heu reduziert werden und dafür Futterstroh eingesetzt werden. Auch hier gibt es eine Begrenzung mit maximal 0,6 - 0,8 kg / 100kg LM und Tag.

Den restlichen Bedarf, den das Pferd besitzt kann über weitere Futtermittel gedeckt werden. Bei Zuchtstuten sollte auf einen erhöhten Bedarf, besonders bei den Proteinen geachtet werden. Auch bei Jungpferden muss der Bedarf gedeckt werden, eine alleinige Versorgung über Weidegras ist hier oft nicht ausreichend.

 

Bildquelle: https://phys.org/news/2017-10-grazing-horses-pastures.html

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