Pferdebeurteilung- Körperbau


Im letzten Blogg wurdet ihr über die Typbewertung
informiert. Nun werde ich euch Beurteilung des Körperbaus etwas näher bringen.

Bei der Beurteilung des Körperbaus werden
Schönheitsmerkmale, die für die Vermarktung unentbehrlich sind, sowie Kriterien
der Funktionalität berücksichtigt werden. Es ist wichtig, dass kein Körperteil
isoliert bewertet wird. Um den Körperbau eines Pferdes korrekt zu beurteilen
braucht man ein geschultes Auge. Es gibt
zwei Arten, wie man bei der Beurteilung vorgehen kann: Entweder in vertikalen
oder in horizontalen Abschnitten.
Die Vorhand trägt die Körpermasse des Pferdes in Bewegung.
Sie dient dabei hauptsächlich als Stossdämpfer und für die Erhaltung des
Gleichgewichts. Die Hinterhand dagegen fungiert als Motor. Sie hat die Aufgabe,
das Pferd aktiv zu tragen und es nach vorne zu bewegen. Das heisst sie ist bringt
Kraft und Schwung, die für den Raumgriff der Gänge und das Übertreten
verantwortlich sind.

Ein kurzer Beschrieb, auf was bei welchem Körperteil
geachtet wird:

Kopf:
Der Kopf sollte nicht zu lang sein, denn ein zu langer Kopf
wirkt sich schlecht auf die Balance des Pferdes aus. Er sollte breit genug
sein, damit genügen Platz für Luftwege und Zähne vorhanden ist. Ebenfalls wird
die Schönheit des Kopfes bewertet. Was als schön betrachtet wird, unterscheidet
sich von Rasse zu Rasse stark. Bei den meisten Rassen möchte man jedoch kleine
Ohren und grosse Augen sehen.

Genick und Ganaschenfreiheit:
Man möchte bei einem Pferd genügend Ganaschenfreiheit und
ein möglichst horizontales, leichtes Genick. Zu wenig Ganaschenfreiheit oder
ein starkes Genick lassen dem Hals ungenügend Bewegungsfreiheit und behindern
die Beugung des Genicks. Das Pferd wird viel mehr Mühe haben korrekt am Zügel
zu laufen.

Hals:
Der Hals ist die Balancierstange des Pferdes und ist fürs
Gleichgewicht in allen Gangarten verantwortlich. Er sollte mittellang und gut
angesetzt sein, das heisst rechtwinklig zur Schulter. Man möchte, dass der Hals
oben gut bemuskelt und gewölbt und unten gerade geformt ist. Bei der Bewertung
des Halses gibt es grosse rassenspezifische Unterschiede.

Schulter:
Bei der Schulter wird auf die Länge, die Muskulatur und die
Winkelung geschaut. Sie hat grossen Einfluss auf den Raumgriff. Pferde mit
einer sehr steilen Schulter (um die 70°) und einem kurzen, wenig gewinkelten
Oberarm haben eine beschränkte Gangveranlagung. Dagegen haben Pferde mit einer
steilen Schulter (um die 65°) und einem sehr langen und schrägen Oberarm gute
Gangveranlagung. Am meisten Gangveranlagung haben Pferde mit einer schrägen
Schulter (um die 45°) und einem sehr langen und gut gewinkelten Oberarm (um die
40°).


Bei der Beurteilung des Körperbaus spielen auch Wiederrist, Sattellage,
Gurtenlage, Oberlinie, Bemuskelung, Lende und Kruppe eine Rolle. Jeder dieser
Punkte wird von den Richtern genauestens begutachten und gewertet. Ebenfalls
werden Fehlstellungen der Vorder- und/ oder Hintergliedmassen die Endnote beeinflussen.

Das könnte Dich auch interessieren‚‚

(0) Kommentare

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.