Neuer Botschafter - Lucas Sturzenegger

Lucas Sturzenegger reitet bei den Junioren im Kader mit - und das sehr erfolgreich. 2013 gewann er die Jahreswertung der STT über 130/135. reitsport.ch ist stolz, ihn als neuen Botschafter an Board zu haben. Besonders, weil er 2014 den Fokus aufs Reiten legt. Wie Lucas trainiert und was genau seine Ziele für 2014 sind, erfährst Du hier.


Lucas, seit wann sitzt Du auf dem Pferd? 


Schon als kleines Kind sind meine Eltern mit mir und meinen beiden Geschwistern immer nach Südfrankreich in die Ferien gefahren. Dort durften wir dann ab und zu auf der Pony Ranch in Begleitung ausreiten gehen. Ich hatte mit fünf meine erste Reitstunde in der Schweiz. Das war im Reitsportzentrum Challeren in Kaiseraugst. Damals fing ich mit Voltige und Dressur an der Longe an. Irgendwann wurde mir das aber ein bisschen zu langweilig immer nur im Kreis zu reiten und ich entdeckte das Springen. Meine Eltern kauften sich nach langer Zeit dann wieder eigene Pferde, nachdem sie mit dem Reiten für zwanzig Jahre aufgehört hatten. So durfte ich auch manchmal auf den familieneigenen Pferden reiten und sogar springen. Mein erstes Pferd hiess Abigail, eine grossgewachsene Holsteiner Schimmelstute, die ich leider nach einem Jahr wegen einem Sehnenschaden auf die Weide stellen musste. Ich bekam O’Gaura d’Altenweiher, welche ich bis heute über 1,40 m reite.


Ist die Famile Sturzenegger eine Reiterfamilie? 


Meine Grosseltern sassen auf Pferden, meine Eltern ebenfalls. Meine Eltern haben nachdem sie beide in ihrer Jugend Pferde geritten sind, mit dem Reiten für zwanzig Jahre aufgehört. aber auf unser drängen, dass wir Kinder reiten durften, hat sie der Virus „Pferd“ wieder angesteckt. Es sollte bis heute anhalten. Meine Familie hat so lange ich denken kann immer mit Pferden zu tun gehabt, aber niemand hat es bis jetzt im Sport so weit geschafft wie mein Bruder und ich.


Wann und weshalb hast Du Dich für den Springsport entschieden?


Seit 2005 nehme ich regelmässig Springstunden. Damals habe ich in den Sommerferien das französische "Galop 3" bestanden, was etwa dem Brevet gleichkommt. In Frankreich durften wir schon Springen, in der Schweiz waren wir bis dahin noch zu klein. Nachdem wir unsere Springversuche präsentiert hatten, durften wir auch in der Schweiz am Springunterricht teilnehmen.


Was sind Deine beruflichen Ziele?


Ich bin bis Dezember 2013 mit meiner Matura beschäftigt. Danach widme ich mich ein halbes Jahr intensiv dem Reitsport. Mein Berufsziel ist es, einmal als Anwalt zu arbeiten. Trotzdem möchte ich weiterhin im Pferdesport auf hohem Niveau mit Platzierungen dabei sein und um Siege kämpfen.


Hast Du einen Trainer?


Ich habe das grosse Glück, mit meinen Pferden bei Hansueli und Janika Sprunger auf der Anlage zu Hause zu sein. Ich kann die Infrastruktur optimal für die tägliche Arbeit mit meinen Vierbeinern nutzen. In den Ferien reisen wir oft nach Frankfurt zu unserem Trainer Tim Friebertshäuser. Ab und zu darf ich auch kurze Trainings in anderen Ställen besuchen, was mich und meine Pferde sehr weit gebracht hat. Ich setze Wert darauf, mich von verschiedenen Trainern ausbilden zu lassen. Meiner Meinung nach bin ich somit aufnahmefähiger für Kritik. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass ein Trainer die Fehler sieht, die der andere Trainer gar nicht mehr korrigiert, weil er sich schon daran gewöhnt hat.


Wer ist Dein Vorbild?


Sicherlich Hansueli und Janika Sprunger. Aber es faszinieren mich auch Reiter wie Christian Ahlmann, Markus Ehnig, Steve Guerdat und Pius Schwizer.


Welches sind Deine top Pferde?


Die meisten S* Klassierungen habe ich dieses Jahr mit Espoir erreicht. Aber sicherlich gehören Crosby und Cumano ebenfalls in die engere Auswahl, wenn ich ein Pferd für hohe und schwere Prüfungen einsetzen will. Aber welches Pferd an welchem Turnier in welcher Prüfung eingesetzt wird, hängt immer von der Tages- beziehungsweise Wochenform des Pferdes ab. Meine Stute O’Gaura und Centoubet sind im Wiederaufbau für höhere und schwerere Aufgaben.


Wie findest Du Deine Pferde - wer findet sie für Dich?


Meine Mutter sieht sich regelmässig um, um potenzielle Spitzenpferde für mich und meinen Bruder zu finden. Meine Pferde habe ich meist zum ersten mal auf Videos im Internet gesehen. Ich bilde die Pferde, die im Besitz meiner Eltern sind meist aus, was sich nach einiger Zeit bezahlt macht. Mein aktuelles Top-Pferd Espoir hat Jürg Notz für mich gefunden. Wahrscheinlich ist es besser, wenn andere meine Pferde suchen, denn ich weigere mich meist am Anfang, die Pferde zu reiten, mit denen ich dann später den grössten Erfolg habe.


Was waren in der jüngsten Vergangenheit Deine grössten Erfolge? 


2013:



Was sind Deine Ziele für 2014?


Ich möchte mich intensiv mit meinen Pferden auseinandersetzten, da ich die Matur im Dezember 2013 abschliesse und das Studium erst im September 2014 anfängt. Sicherlich will ich meine Pferde weiterhin erfolgreich über 1,40 m reiten und will mich in schwereren Prüfungen bis 1,50 m mit anderen Reitern messen.


Wie viele Pferde reitest Du pro Tag?


Im Moment reite ich nebst der Schule zwei Pferde pro Tag. Am Wochenende werden es schnell einmal vier Pferde, die ich bewegen darf. in meinem Zwischenjahr werde ich sicherlich mehr auf meinen Pferden sitzen, ich plane auch Trainingsaufenthalte in anderen Ställen.


Wie sieht ein normaler Tag von Dir in etwa aus?


Ich stehe morgens um 7 Uhr auf und gehe in die Schule. Dort bin ich dann bis ca um 16 Uhr. Anschliessend reite ich am Abend zwei Pferde, immer abwechselnd welches Pferd am ehesten geritten werden muss. Die anderen Pferde, auf denen ich nicht sitze, werden gymnastiziert.


Kaufst Du auch online ein? Und hast Du schon auf reitsport.ch online eingekauft?


Da ich bis vor kurzem kein eigenes Auto hatte, kam ich nur schwer alleine in Reitläden. Daher blieb mir nichts anderes übrig, als online einzukaufen. Das ist aber sehr komfortabel. Ich informiere mich sehr gern übers Internet und finde es auch super, wenn man Meinungen und Testberichte zu einem Produkt nachlesen kann, so wie auf reitsport.ch!

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