Neue reitsport.ch Botschafterin: Nadine Steffen

Wie bist Du zum reiten gekommen?  

Als ich 6 Jahre alt war, ging meine Mutter regelmässig zum Reitunterricht. Da ich schon als junges Mädchen sehr Pferdebegeistert war, durfte ich zu schauen und am Schluss des Unterrichts auf das Pferd sitzen. Von da an war der Fall eigentlich klar und ich wollte und durfte Reitunterricht nehmen. Ein Jahr später kaufte sich meine Mutter ihr erstes eigenes Pferd und bald darauf schon ein zweites, welches für mich bestimmt war. Seit dem sind die Pferde ein Bestandteil meines Lebens.

Wie kam es, dass Du dich für den Springsport entschieden hast?

Obwohl ich erst mit 12 Jahren mein erstes „Springtraining“ bekam, gefiel mir das Springreiten von Anfang an am besten. Meine Mutter legte sehr grossen Wert auf eine gute Dressurausbildung, so dass ich nicht nur Springunterrichtsstunden sondern auch Dressurstunden nahm. Ich absolvierte die Dressur und Springlizenz, jedoch war es für mich schon immer klar, dass mein Schwerpunkt beim Springen lag.

Wusstest Du schon immer, dass Du das Reiten zum Beruf machen möchtest? 

Die Pferde und somit das Reiten war für mich seit Beginn an sehr wichtig und nahm meine ganze Freizeit in Anspruch. Auch als ich noch zur Schule ging, fing ich damit an von Freunden ihre Pferde auszubilden und Reitunterricht zu geben. Ich wusste schon damals, dass ich die Arbeit mit den Pferden zu meinem Beruf machen will, obwohl mir klar war, dass dies nicht einfach werden würde.

Wie sehen deine sportlichen Ziele aus?

Meine sportlichen Ziele sind auf dem Niveau bis N155 national sowie international bis ***Sterneturniere konstante Leistung zu erbringen und in den Schweizer Springkader zu gelangen.

Du startest gerne international. Wie oft pro Jahr reist Du mit deinen Pferden ins Ausland – und was ist das spezielle daran?

Internationale Turniere reite ich ca. 1mal pro Monat. Bei Möglichkeit zwischendurch auch 2mal. Ich mag an den Turnieren, dass man über mehrere Tage mit 4-6 Pferden am gleichen Turnier, jeden Tag Prüfungen auf sehr schönen Plätzen reiten kann. Man misst sich mit Reitern aus anderen Ländern und lernt auch sehr viele neue Menschen kennen. Für mich ist das jeweils ein bisschen wie Ferien. Da ich mich auch voll und ganz auf meine Pferde konzentrieren kann. Zu Hause fällt eben immer noch eine andere Arbeit an.

Welches sind für Dich deine wichtigsten Erfolge?

Meine wichtigsten Erfolge sind sicher die GP – Klassierungen von den letzten 12 Monaten. Unter anderem natürlich den Sieg mit Royal Anthem am CSI** Offenburg. Für mich sind aber die unbeschreiblichsten Momente, wenn ich merke wie ein Pferd mir beginnt zu Vertrauen - oder mit Freude und Ehrgeiz für mich zu kämpfen beginnt, dass zuvor eher ängstlich und lustlos war.

Wie merkst Du, wenn sich ein Pferd eignet, ebenfalls mit im Team Steffen dabei zu sein?

Grundsätzlich passen alle Pferde ins Team Steffen, da ich mich als Reiter dem Pferd probiere so gut wie möglich anzupassen und nicht umgekehrt. Es gibt natürlich immer wieder Pferde da dauert die Arbeit etwas länger bis wir ein eingespieltes Team sind. Wer macht das Team Steffen aus? 

Im Team Steffen mit dabei sind:

-Ferenc Peter und Maiju Karjalainen Pferdepfleger/in, sind für die Mithilfe der Pferdepflege sowie Bewegung der Pferde verantwortlich.

-Meine Schwester, Stephanie Raimondo, erledigt meine ganze Administration. Sei es die Meldungen der Turniere oder die laufenden Abrechnungen. Ebenfalls hilft sie mir mit der Bewegung der Pferde sowie unterstützt mich an Turnieren.

-Mein Lebenspartner, Sacha Wasser ist zuständig für meine Homepage und das ich mich zwischendurch Erhole und ein Freitag geniesse

- Meine Eltern, Gerhard und Verena Fehlmann, welche mich seit Kind in meiner sportlichen Reiterkarriere in allen Bereichen unterstützen.

-Gute Freunde, wie Dominique Stallone, Diego Wipfli, Christine + Heinz Wipfli, Fabienne Dietiker, Beatrice Müller, Andrea Lupi, Ruedi Hunziker und Barbara Hunziker sind alles fleissige Helfer, wenn es darum geht mir und meinen Pferden die Arbeit zu erleichtern. Sei es beim pflegen und bewegen der Pferde, die handwerklichen Reparaturen rund um den Stall, sowie die Mithilfe an den national- und internationalen Turnieren. Sie halten meinen Stall wirklich „in Schuss“. Eine unglaublich coole Truppe die mir einiges an Arbeit abnehmen und mir den Rücken freihalten, wenn ich auf Turnieren unterwegs bin. Nicht zu vergessen sind natürlich unsere „Stars“ die Pferde.

-Im weiteren all meine tollen Sponsoren die mir tolle Pferde zur Verfügung stellen.

Die Homepage vom Team Steffen findest Du hier.

Das ist ein beachtliches Team - trotzem bewältigst Du selber Vieles - Wie sieht eigentlich ein normaler Arbeitstag bei Dir aus?

Mein Arbeitstag fängt normalerweise um 07.00 Uhr an. Dann beginne ich mit der Fütterung und mit der Stallarbeit. Anschliessend folgt die Arbeit mit den Pferden, sei es mit der Arbeit in der Halle, wo Dressurarbeit und leichte Gymnastik anfällt oder das Ausreiten im Gelände, welche für die gute Kondition- und Muskelaufbau der Pferde sorgt. Zusätzlich gehen die Pferde täglich einige Stunden auf das „Aussenpaddock“ oder bei guten Wetterverhältnissen auf die Weide. Um ca. 12.00 Uhr beginne ich mit dem Mittagsstall sowie der Fütterung der Pferde. Am Nachmittag bis zum Abend bin ich dann wieder am Reiten. Zwischen 18.00 und 19.00 Uhr beginne ich mit dem Abendstall und der Fütterung. Normalerweise reite ich täglich zwischen 8-10 Pferde. Zwei Tage die Woche unterrichte ich Nachmittags oder reite Kundenpferde. Saisonweise gebe ich zwei Abende Springkurse, dann wird es etwas später mit dem Feierabend. Meine Woche gestaltet sich sehr abwechslungsreich, da ich zum Teil schon ab Donnerstag zum Turnier fahre. Es hört sich sehr streng an, aber da ich diese Arbeit liebe, fällt mir das alles sehr leicht. Meine Frei-Tage fallen sehr spärlich aus, aber es ist ja auch mein Hobby/Sport, dass ich zu meinem Beruf gemacht habe.

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