Nachmeldungen, Startplatz übergeben, Nenngelder Ist dies ein zusätzlicher Aufwand oder nicht?

Welcher Meinung seid ihr, was das Nachmelden von Veranstaltungen, übergeben von Startplätzen oder neu zahlen von Nenngeldern angeht?

Die Meinungen gehen weit auseinander, was dieses Thema betrifft. Dies kann zu viel Ärger und Missmut von Veranstaltern und Teilnehmern führen.

Das Nachmeldungen für den Veranstalter, resp. für das Sekretariat einen grossen Aufwand bedeuten, dass kann ich gut verstehen. Jedoch ist auch nicht zu vergessen, dass gerade Veranstalter mit Rasenplätzen auch auf solche Nachmeldungen angewiesen sind. Rasenplätze sind stark Wetterabhängig und werden bei guter Prognose meistens mit Nachmeldungen überrannt. Dies ist zwar ein etwas grösserer Aufwand für das Sekretariat, bringt aber auch Nenngelder, Reiter die in der Festwirtschaft etwas konsumieren und allenfalls auch mehr Zuschauer. Klar kann es sein, dass der Zeitplan ins Schwanken gerät, dies sollte jedoch bereits bei der Planung mit einbezogen werden.

Nachmeldungen aus Sicht des Reiters. Natürlich gibt es Reiter die sich aus Bequemlichkeit, Faulheit, Unorganisiertheit oder anderweitigen Gründen nicht an den Nennschluss halten.

Auf der anderen Seite gibt es Reiter wie ich, denen es aus beruflichen Gründen nicht Möglich ist, bei Nennschluss zu Melden. Meistens weiss ich bei Nennschluss noch nicht wie ich an dem besagten CS Wochenende arbeiten muss. Ich arbeite im Schichtbetrieb und habe auch Wochenenddienst. Dazu kommt, dass ich meistens erst am 15-20 des Monats den Dienstplan für den Folgemonat erhalte. Ihr seht ich bin fast darauf angewiesen, dass ich die Möglichkeit des Nachmeldens nutzen kann. Klar könnte ich einfach melden, da würde ich jedoch sehr viele Nenngelder in den Sand setzen. Ich bin sicher, dass es auch vielen anderen Reitern so geht wie mir.

Eine weitere, eher neue Möglichkeit ist das übergeben des Startplatzes. Dies wird auch durch die sozialen Netzwerke gefördert. Gibt es z.B. bei Facebook eine Gruppe: Startplatz gesucht / zu vergeben. Ich finde dies eine geniale Sache. So können die Reiter untereinander die Startplätze abgeben. Meistens zahlt man sich einfach gegenseitig das Startgeld nach Ausschreibung und meldet dies dann entsprechend beim Veranstalter als Paarwechsel. So ist für den jeweiligen Reiter der den Platz abgeben hat, dass Startgeld nicht verloren. Denn bei einem verletzten Pferd, erhält man ja leider auch kein Geld mehr zurück und bei einer Abmeldung ist das Nenngeld ja sowieso weg. Meiner Meinung nach gibt dies für den Veranstalter keinen grossen Aufwand. Er muss lediglich den Reiter und das Pferd erfassen und auf der Startliste austauschen. Es verändert sich für den Veranstalter genau gar nichts ob nun XY oder AB reitet.

Seit einiger Zeit gibt es leider Veranstalter die keine Ummeldungen von ganzen Paaren mehr annehmen. Dies wird als Neumeldung gewertet und das neue Reiterpaar, zahlt noch einmal das ganze Startgeld ev. sogar mit Zuschlag für die Nachmeldung. Das Startgeld für einen Startplatz wird somit also zwei Mal eingezogen. Ich persönlich finde dies eine Frechheit. Dies führt zu viel Unmut bei den Reitern.

Der Reiter der den Platz nicht abgeben konnte, wird sich wohl zwei Mal überlegen ob er noch einmal kommen wird. Derjenige der den Startplatz übernehmen wollte, resp. Neumelden muss, zahlt sicher nicht Doppelt oder mehr Nenngeld als in der Ausschreibung. Daher wird er ev. nicht Starten und wahrscheinlich auch nicht mehr kommen. Dies wirft ein schlechtes Licht auf den Veranstalter. Denn jeder Reiter der Startet, konsumiert auch in der Festwirtschaft.

Ihr seht hier gibt es einen grossen Disput. Das Veranstalter mit Sandplätzen, Reithallen und riesigen Infrastrukturen mit Nennungen überflutet werden und nicht auf Nachmeldungen angewiesen sind, verstehe ich. Dass jedoch alle mit einem Grasplatz, welche Wetterabhängig sind, auf genau solche Nachmeldungen angewiesen sind, sollte auch einleuchtend sein.

Nun will der schweizerische Pferdesportverband dem ganzen einen Riegel schieben und zwei Nennschlüsse einführen. Hier der Link zum Bulletin vom August 2014.

Was haltet ihr davon? Also wenn dies tatsächlich so kommt, kann ich wohl meine Turnierreiterei an den Nagel hängen. Meiner Meinung nach sollte man eine andere Lösung finden. Denn in der heutige Zeit, gibt es so viele Personen die an Wochenenden und im Schichtbetrieb arbeiten müssen. 0815 Arbeitszeiten von MO-FR 08.00-12.00-13.00/17.00 Uhr ist in vielen Branchen, bei der heutigen 24h Gesellschaft nicht mehr möglich. Davor kann auch der Reitsport die Augen nicht verschliessen. Denn es ist immer wie mehr zu sehen, dass der Reitsport in der Schweiz zum Profisport mutiert. Die Amateure gehen immer wie mehr unter. Sei dies in der Anzahl der Startenden oder auf den Ranglisten. Gegen die Profis mit dem Pferdematerial, was vorhanden ist, ist das Leben als Amateur schwierig und auch frustrierend.

Das könnte Dich auch interessieren

(0) Kommentare

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.