Muttertag, die (Reiter-) Mama ist die Beste!

Bereits vor hundert Jahren feierte man den sogenannten Muttertag, welchen man, wie es der Name schon verrät, zu Ehren der Mutter und der Mutterschaft zelebriert.
Mütter haben es ja insgeheim nicht gerade leicht, aber ich behaupte mal, dass eine Mutter eines Reiters es noch etwas schwieriger / anstrengender hat. Neben dem dass wir Reiter ein Hobby ausüben, zu welchem wir ständig hingefahren und abgeholt werden müssen, „bringen“ wir auch gleich noch ein neues Familienmitglied mit, mit welchem wir natürlich auch bei jedem Kratzer mitleiden, was sich wiederum auf die allgemeine Stimmung in der Familie auswirkt. Nach zahlreichen Folgen von „Notruf“ auf RTL kamen natürlich noch die Ängste dazu, das Kind könnte sich das Genick brechen.

 

So ist es also auch bei mir nicht anders. Schon als kleines Kind lag ich meiner Mutter mit dem Reitwunsch in den Ohren. Denn obwohl ich schon damals ziemlich mit meinem Heuschnupfen zu kämpfen hatte, wollte ich immer schon Reiten lernen, da mich die Pferde auf eine ganz besondere Weise faszinierten. Jedoch stellte mir meine Mutter die Bedingung, dass ich erst mit 12 Jahren reiten dürfe und dann auch nur gut geschützt. Was mir heutzutage einerseits einleuchtet, da Kinder meiner Meinung nach einfach zu wenig Kraft besitzen, um mit einem Pferd verantwortungsbewusst umzugehen und anderseits ist es ein Fluch, da mir früher alles leichter gefallen wäre und ich wahrscheinlich nicht solch eine Angst entwickeln können hätte.

Doch ganz „reitfrei“ wuchs ich natürlich auch nicht auf, denn ich nützte eigentlich jede Gelegenheit, sei dies auf einem Jahrmarkt (was ich heutzutage natürlich als absolut tierschutzwidrig empfinde) oder im Kinderzoo (was auch nicht gerade besser war, aber kann denn als Kind schon überhaupt so weit denken). Ein besonderes Highlight war auch das wöchentliche Eselreiten, zu welchem mich meine Mutter natürlich ebenfalls stetig begleiten musste. Doch hier kam nicht nur der Taxidienst ihrerseits zum Zuge, nein der Esel wurde auch noch von den Eltern durch die ganze Anlage geführt. Da meine Mutter wie schon so oft, wieder einmal das „falsche Schuhwerk“ montiert hatte, könnt ihr sicherlich nachvollziehen, dass sie hier das eine oder andere einschneidende Erlebnis erfahren hatte.

Der grosse Tag
Dann kam er endlich DER TAG, an welchem ich in meine erste Longenstunde durfte.
Da ich nicht gerade ehrgeizig bin, war das Thema jedoch nach dem ersten Bocksprung (mit Korrektur durch einen Hund) für mich eigentlich schon wieder erledigt. Als ich jedoch hörte, dass meine Mama bereits ein 10-er Abo im Voraus bezahlt hatte, wusste ich, dass ich aus der Sache wohl doch nicht mehr so schnell raus komme.
Heutzutage bin ich ihr natürlich unendlich dankbar, dass sie darauf beharrte, das Abo „abzuarbeiten“, denn was wäre mein Leben bloss ohne meine Pferde?!
Also riss ich mich zusammen und machte weiter, was schlussendlich wohl doch meine Mutter bereute, denn schnell „reichte“ mir 1x in der Woche reiten nicht mehr. Zu dem kam noch, dass ich natürlich ALLE meine Erlebnisse mit ihr austauschen bzw. gemeinsam erleben wollte (der erste Galopp, erste Sprung usw.), also war sie jetzt auch mehr im Stall als es ihr lieb war. Denn ich bin aus meiner Familie leider die einzige pferdebegeisterte.

Das erste eigene Pferd
Während dem meine Mutter (wie so manche Frauen) shoppingbegeistert ist, sparte ich über die gesamte Lehrzeit, für mein erstes eigenes Pferd, was für sie natürlich total unverständlich war, denn in allen anderen Bereichen zog ich nie etwas ganz durch. Weshalb sie auch Angst hatte, dass ich der grossen Verantwortung und auch Herausforderung nicht gewachsen wäre.

Verständnis und Unterstützung seitens Familie
Nach bald 15 Jahren Reiterfahrungen, musste sich meine Mama jedoch eingestehen, dass das Reiten und vor allem natürlich die Pferde damit einfach zu meinem Leben und somit zur Familie gehören.
Auch wenn nur Reiter dieses Gefühl der Verbundenheit kennen, so merkte meine Familie schnell, wie fest es mir an die Substanz geht, wenn es einem meiner Tiere schlecht geht.
Natürlich funktioniert hier alles auch nur, wenn man weiss, dass man sich auf seine Familie verlassen kann. Und auch wenn ich weiss, dass es sie 0 bis weniger interessiert und sie schon mit einem Gesichtsausdruck (wann kann ich wieder gehen?) beim Turnier auftauchen, schätze ich die investierte Zeit natürlich sehr, denn wer hat heutzutage schon genug oder gar zu viel (Frei-)Zeit.

ACHTUNG nur noch bis zum Muttertag könnt ihr von diesem Deal of the week profitieren!

Danksagung

Liebe Mama (und Familie), auch wenn du meine Leidenschaft nur bis zu einem gewissen Grad verstehen kannst, möchte ich mich auf diesem Weg bei dir / euch bedanken, dass du / ihr mir dies überhaupt ermöglicht habt. Auch wenn ich euch nicht mehr fürs Reiten begeistern konnte, dann wenigstens für meine Pferde. 

Ich freue mich auf unseren diesjährigen Muttertagsbrunch und hoffe dir damit die erlebten Strapazen etwas zu vergüten.
Letztes Jahr war es bereits ein schöner Tag und hoffentlich wird es in diesem Jahr noch besser ;-)

 

In Liebe, dein Muggi ;-)

PS: Wer noch ein Geschenk für den Muttertag sucht, kann sich hier von den Geschenkideen inspirieren lassen! 

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