Mutprobe Patrouillenritt RVS / 04.05.2014

Ein paar Stunden nach dem aufregenden Trailkurs, hiess es dann am vergangenen Sonntag wieder früh aufstehen, da das passende Patrouillenritt-Outfit für die Pferde herausgesucht werden musste.

Nebenbei erwähnt sahen unsere Pferde dank der neuen Eskadron-Kollektion natürlich am besten aus ;-)

Wer mich besser kennt weiss, dass ich nicht gerade der ideale Patrouillenritt-Teilnehmer bin. Denn sobald ich das Stallgelände auf dem Pferd verlassen muss, schaltet sich bei mir automatisch der Fluchttierinstinkt ein.

Ich höre Traktoren schon vor meinen Pferden und den Zeit bzw. Fahrplan vom Milchlastwagen beherrsche ich mittlerweile auch schon auswendig. Trotzdem taste ich mich einmal im Jahr an die Mutprobe Patrouillenritt (solange ich noch willige Reitpartner dafür finde).

Diesmal musste Michel daran glauben. Schon beim Start fiel ich fast in Ohnmacht vor Nervosität und als es dann im ersten Patrouillenritt-Paar bereits einen Sturz gab, war ich völlig aus dem Häuschen.

Posten 1
Am ersten Posten ging es darum innert drei Minuten so viele Pakete (von insgesamt 12), welche nur mit den Ortschaften beschriftet waren, an die richtige PLZ zu „liefern“ (Tische mit PLZ beschriftet). Während Michel mit Special bereits fleissig die Pakete zuordnete, versuchte ich immer noch mein erstes Paket aufzunehmen, da Gipsy es überhaupt nicht toll fand, wenn sie so ein „riesiges“ Paket berührte. Trotzdem schafften wir wie durch ein Wunder: 10 von 12 Pakete. Dies ist wohl so, weil Special vollen Einsatz gab: wie ein junges Fohlen galoppierte er hin und her (inkl. Bockeinlage). Währenddessen lieferten Gipsy und ich drei Pakete gemütlich im Schritt aus. ;-)

Posten 2
Der zweite Posten war mein absoluter Lieblings-Posten. Denn er war sogar für mich leicht zu bewältigen. Wir bekamen eine Greifzange (glücklicherweise genug lang) und damit konnten wir dann Red Bull-Dosen einsammeln.

Posten 3
Der nächste Posten gestaltete sich wieder schwieriger. Ein Reiter hielt die Peitsche und der andere die Schaufel vom Bollenjäger und so mussten wir dann mehrere Bälle einsammeln. Da sich unsere Pferde auf dem Platz unwohl fühlten, stachelten sie sich gegenseitig an und wurden immer nervöser, weshalb das Stillstehen nicht mehr allzu gut funktionierte.

Posten 4
Am vierten Posten mussten wir zuerst Plastikschweine an Bändern aufhängen und anschliessend gemeinsam die Bälle bis zum Eimer tragen. Das Tragen funktionierte erstaunlicherweise ziemlich gut, jedoch bereitete uns bzw. mir das Treffen in den Eimer mehr Mühe.

Posten 5
Beim nächsten Poster versagte ich vollkommen. Doch dafür konnte ich nur halbwegs etwas. Denn ich machte an diesem Tag einen kleinen aber doch gravierenden Fehler bei der Pferdeauswahl. Da ich als bekannter Angsthase auf Nummer sicher gehen wollte, entschied ich mich fürs Verlasspferd und nicht für den Senioren. ABER falsch gedacht, Gipsy zog GENAU an DIESEM Tag ihr „wenn ich will kann ich auch ein sehr ungezogenes/böses Pferd sein“ –Programm durch. Was mir in den fünf Jahren zum Glück erst das zweite Mal passierte, mich mental jedoch wieder auf die Stufe „verängstigtes Reh“ zurückwarf. Also brachte ich es zustande, dass von 4 Bällen drei gleich auf den Boden fielen. Der Sinn dahinter war eigentlich, dass Michel die Bälle oben ins Rohr steckte und ich sie unten wieder auffing.

Zum Glück kamen wir anschliessend gleich am Verpflegungsposten vorbei, so konnte ich mich wenigstens ein bisschen beruhigen.

Posten 6
Den nächsten Posten sollte ich eigentlich nicht mehr erwähnen, da dies der absolute Tiefpunkt von unserer Teilnahme war. Wir sollten auf der extra zur Verfügung gestellten Galoppbahn (Traum eines jeden Reiters) 15 km / h gehen bzw. traben und wer am nächsten an die vorgegebene Zeit heran kam, bekam die besten Punkte. Da Gipsy mich im vorherigen Trab herunterbocken wollte, traute ich mich natürlich nur im Schritt über diese Bahn, was Michel natürlich total peinlich war, denn die Runde dauerte EWIG. ;-)

Posten 7
Um Punkte aufzuholen, erhielt ich beim nächsten Posten deshalb nur noch die Aufgabe, den riesigen rosa Pferdeball hin und her zu schieben, während Michel die Tüten an die vorgegebenen Plätze transportierte.

Posten 8
Der zweitletzte Posten war wieder ein gemütlicher Posten. Wir bekamen zwei Blätter mit Tieraugen (Bauernhof- und Zootieren), welche wir natürlich die meisten zuteilen konnten.

Posten 9
Am letzten Posten mussten wir dann noch vier Tische decken. Ich kümmerte mich um die Teller und das Besteck, während Michel die Dessertrondellen heraussuchte, denn diese mussten auch den Tischfarben entsprechend zugeteilt werden.

Ranglisten & Fotos
Alle Infos zu den Ranglisten findet ihr auf der Reitverein Schönenberg-Homepage.
Neben den tollen Fotos auf der Homepage von Marie-Françoise Ruesch, möchte ich euch auch auf die talentierte Fotografin Janine Leuthold hinweisen. Sie war ebenfalls fleissig vor Ort, um zu fotografieren.

Alles in Allem war ich froh, dass die Pferde und wir alles gut überstanden hatten. Auch war ich stolz, dass ich trotz kurzen Nervenzusammenbruchs bis zum Schluss durchhielt. Aber es hatte trotzdem auch etwas Gutes an der ganzen Sache, denn ich habe mich noch NIE so aufs Helfen GEFREUT, wie an diesem Tag. Hauptsache, ICH musste nicht mehr mitreiten. ;-) Somit hat sich das Thema „Patrouillenritt“ auch wieder für ein Weilchen erledigt.

Wer meine Rasselbande weiterhin verfolgen möchte, kann dies unter diesem Link.

Übrigens habe ich noch folgenden tollen Artikel im Shop entdeckt, welcher bei längeren Ritten ein klarer Vorteil mit sich bringt. So hat man die Hände frei für die Posten und kann trotzdem das Nötigste mitnehmen: Wanderreitschabracke mit Taschen

Das könnte Dich auch interessieren

(0) Kommentare

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.