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Muskelaufbau für dein Pferd

 

Fertig Winterpause! In vier Wochen kommen unsere Pferde wieder zurück und wir bereiten uns gerade darauf vor. Vor der Turnierzeit ist eine gute Vorbereitung das A und O.

Neben einem gut ausgeruhten, entspannten und zufriedenen Pferd ist eine gute Bemuskelung und top Kondition zwingend.

Wie ich diese zwei Komponenten auf und ausbaue möchte ich euch jetzt weiter erzählen.

Täglicher Weidegang als Priorität. Lustig ich weiss, man glaubt es kaum. Der tägliche Weidegang hilft den Musklen, Sehnen und Gelenken sich optimal zu entwickeln. Pferde sind Lauftiere und sich eigentlich keine Boxenhaltung gewohnt. Sie müssen sich bewegen, um den Körper (und auch den Geist) richtig zu formen. Es wird auch mal gebockt und rumgaloppiert, das macht überhaupt nichts. Unsere Pferde kommen täglich auf eine riesige Weide wo sie sich austoben können. Obwohl sie nur selten umherrennen, bewegen sie sich sehr aktiv. Auch unser Stall ist so konzeptiert, dass die Futterstellen und Wasserstellen auseinander stehen. Das Überqueren von verschiedenen Böden ist somit garantiert und die Bewegung kommt von alleine.

Ab ins Gelände, am besten im Schritt!

Bergauf und Bergab im Schritt am langen Zügel hilft dem Pferd enorm, die Muskeln schön sauber aufzubauen und zu stärken. Wenn sich das Pferd richtig strecken kann, ist es entspannt und die Ausritte werden ein Genuss. Auch Trampelpfade über Stock und Stein helfen, Muskeln und Sehnen aus der Komfortzone zu locken. Wenn du die Möglichkeit hast, durch Wasser zu reiten, nutze sie! Wasser ist auch für Pferde ein super Helfer für den Muskelaufbau.

Im Sommer gehen wir mehrmals in der Woche mit unseren Pferden an den Fluss. Wir können sie ca. 20 Meter Flussaufwärts gegen den Strom im knietiefen Wasser waten lassen. Dies kann dann auch wiederholt werden, dass macht mega Spass!

 

Im Galopp Muskeln mit Sauerstoff versorgen.

Die Galopparbeit ist ebenfalls wichtig. Im Galopp kann ein Pferd sich richtig austoben und mit genügend Zügellänge auch durchstrecken. Die Lunge wird wieder mal ordentlich beansprucht und pumpt so die Muskeln mit frischem Sauerstoff voll! Mach mal einen richtigen Sprint, streck deine Beine, du wirst sehen, dass fühlt sich echt gut an!

 

Und hopp!

Wage auch mal einen Sprung! Sei es auf dem Reitplatz oder im Gelände über einen Baumstamm. Alle Pferde sollten in der Lage sein, einen in der Höhe angepassten Sprung zu überwinden.

Wenn du auf dem Reitplatz arbeitest solltest du häufige Handwechsel machen. Reite in einer Acht, mach dein Pferd geschmeidig in den Wendungen. So werden die Muskeln optimal gebraucht.

Das Zulegen und Zurücknehmen in allen Gangarten ist eine sehr anstrengende aber intensive Trainingseinheit, kann man übrigens auch sehr gut im Gelände trainieren.

Mein Pferd kriegt ein Sixpack!

Richtig gehört, die Bauchmuskeln der Pferde können ganz gezielt trainiert werden. Wenn der Hals sich senkt, wölbt sich der Brustwirbelbereich an und die Oberlinie entspannt und dehnt sich zugleich. In dieser Position wird automatisch die Unterlinie also die Bauchmuskelpartie aktiviert. Die Muskelspannung ist dann in diesem Bereich. Natürlich ist das alles nicht ganz so einfach. Es hängt vieles auch mit der Hinterhandarbeit zusammen. Wenn die Hinterhand gut aktiviert ist, ist eine Beweglichkeit im Rumpf garantiert.  Ein starker Bauchmuskel hilft bei der Aufwölbung der Wirbelsäule. Dadurch wird die Beweglichkeit im ganzen Körper also spürbar.

Gute Muskeln kommen nicht von heute auf morgen. Es braucht viel Zeit und Geduld. Die richtige Ernährung und Auslastung rund ums Reiten spielt ebenfalls eine Rolle.

Einen optimalen Trainingsplan auf mein Pferd geschneidert wird in den nächsten Tagen erstellt. Klar, dass ich euch den nicht vorenthalte!

Ihr habt euch auch auf der faulen Haut ausgeruht? Viele Kekse gegessen und jetzt leidet die Reithose beim reinschlüpfen? Dann geht es euch gleich wie mir! Als Januar Ziel habe ich mir, wie so viele andere, einen Fastenmonat vorgenommen. Ich versuche praktisch ganz auf den geliebten Rotwein zu verzichten, esse wenig bis gar kein Fleisch und viel Gemüse. Bei dieser Jahreszeit liebe ich alle Arten von Suppen. Vorallem Kohlsuppen wie Blumenkohl finde ich echt supper. Ich ersetze auch die Pasta durch Gemüse und esse wenn es irgendwie geht, keine Kekse. Man sagt ja, 70 Prozent von der Figur steuert das Essen! Für die restlichen 30 Prozent bewege ich mich aber auch im Dunkeln vom Sofa und habe mit einem kleinen Intervalltraining gestartet. Wer nicht extra eine App herunterladen will: Musik an, Playlist so einrichten das die Titel um die drei bis vier Minuten gehen und dann mal so 10 Lieder durch trainieren. Lied eins ist für schnelles Gehen, bei Lied zwei wird gejoggt. Abwechslungsweise Gehen und Joggen ist ein super Training und das, dass kann wirklich jeder.  Dazu alle zwei Tage mal Liegestützen und Bauchtraining machen und schon bist du fit für den Frühling.

 

Ich wünsche euch einen guten Start ins neue Jahr!

Xenia mit Aeringi

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