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Mit Handpferd unterwegs

Sommerferienzeit heisst Handpferdezeit! Wenn eine von uns in den Ferien ist, übernimmt die andere nicht nur den Stall, sondern auch das Pferd. Da es nicht möglich ist, beide Pferde täglich zu reiten, bietet sich die Handpferdearbeit super an.

Im heutigen Blog geht es also rund um meine Tipps und Tricks beim Handpferdereiten.

Starten wir mit der richtigen Ausrüstung. Ich habe mich durch getestet und bin zum Entschluss gekommen, dass ein Kappzaum das beste Hilfsmittel ist. Beim Handpferdereiten mit Zaum, fühle ich mich unwohl.

Der Kontakt zum Pferdemaul ist dann stark und meine Hand am Führstrick kann ich nur schwer beeinflussen. Dazu kommt, wenn das Pferd mir abgeht und auf den Führstrick steht, können böse Verletzungen entstehen. Ich bin mir aber bewusst, dass geübtere Reiter das durchaus sehr gut machen! Ich empfehle aber im Fall von einem Zaum, die Longierbrücke. Warum ich das wichtig finde, erkläre ich unten.

KERBL

Longierbrille - schwarz

CHF 9.90Zum Produkt

Bis dato habe ich mit einem gut sitzenden Lederhalfter gute Erfahrungen gemacht.  Gerade bei uns, Aeringi als Chef ist das Reitpferd, Smari als Beta Tier die Begleitung. Durch die bestehende Rangordnung muss ich mir keine Sorgen machen, das Smari mir abgeht.

Der Nachteil finde ich, das Halfter sitzt egal wie gut es ist, nicht perfekt. Es bewegt sich immer und hat viel Spielraum.

Kentucky

Ledehalfter Anatomic (Lederimitat) - braun

CHF 129.90Zum Produkt

Die für mich optimale Lösung ist aber ein Kappzaum! Ich habe mich für einen leichten Naylon Kappzaum von einer Isländermarke entschieden. Er sitzt wirklich perfekt. Aus meiner Grosspferdevergangenheit kann ich aber sagen, wir haben bei uns im Shop auch viele Auswahl. Der Vorteil am Kappzaum ist ganz klar die Verstellbarkeit und den dadurch entstehenden sehr passenden Sitz.

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Kappzaum Fit Pro - braun/creme

CHF 109.90Zum Produkt

Ein guter Kappzaum kann problemlos auch als Reithalfter verwendet werden und das zeigt mir, dass meine Einwirkungen optimal sind, einfach ohne Trense! Eine unruhige Hand stört mein Pferd also nicht. Wer das ganze noch optimieren will, hängt die oben erwähnte Longierbrille noch dran, so kann das Pferd super frei links und rechts vom Reitpferd geführt werden.

Als Strick empfehle ich eine dünne Variante. Bei uns im Shop gibt es sogenannte Vorführstricke in verschiedenen Längen.

Kentucky

Vorführstrick 2m Biothane Beta - schwarz

CHF 39.90Zum Produkt

rtikel-Nr.: A31804401

Man kann aber auch einfach alte Zügel umwandeln. Ein Karabiner abschneiden und einen Knoten ins Ende und meine perfekte Hilfe ist gebastelt. Der Vorteil hier ist ganz klar, ich spanne das zweite Pferd in meine Reiterhand ein. Ich reite so zusagen auf zwei Zügel. Der Druck auf mein Reitpferd verändert sich nicht extrem.

 

Mit Kappzaum und Führstrick ausgerüstet geht’s ab ins Gelände und somit zum zweiten Thema, das Reiten mit Handpferd.

Ich bevorzuge bei dieser Kombination immer Wege, die die Pferde nicht so gut kennen. Die bekannten und auch beliebten Galoppstrecken lasse ich gekonnt aus. Ich möchte nicht unnötig mit den ca. 1000 Kilo diskutieren. Da ist ganz schön viel Power dabei! Dafür nehmen wir gerne auch mal einen Trampel Weg, das geht super gut. Wenn du den Führstrick hast, den ich dir empfohlen habe, kannst du das Pferd problemlos auch nach hinten schicken. Das sind übrigens auch für junge Handpferde super Anstandes Übungen.

Warum ich eine  Longier Brücke nehme ist einfach, ich wechsle unterwegs die Seite des Handpferdes. Das muss ein bisschen geübt sein, ist aber für alle Beteiligten sehr wichtig. Du als Reiter kannst deine Kraft im Führungsarm gezielt verteilen, das Reitpferd wird auf beide Seiten gleich gearbeitet und das Handpferd sollte nie immer gleich geführt werden. Dies gilt übrigens auch beim Fahrradfahren oder Spazieren. Öfter mal die Seite einfach wechseln.

Wir reiten dann eigentlich alle Gangarten ganz normal. Die Pferde sind sich an Stimmsignale gewöhnt und ich kann die Gangart so frei wählen, das macht richtig viel Spass!

Ich finde die Handpferdearbeit super! Einerseits fordert es mein Geschick als Reiter und anderer seits kann man Pferde, die nicht geritten werden können, super auslasten. Gerade in der Ferienzeit natürlich ist der zeitliche Aspekt nicht weg zu denken. Zwei Pferde sind in der gleichen Zeit wie eines gut ausgelastet und können ins Gelände.

Noch nie probiert? Dann bitte doch eine Freundin oder einen Freund mit zu kommen. Mach zuerst nur einige Runden ums Haus und übe das mit Ganze mit beiden Pferden. Wer beide Pferde gut kennt, wird schnell mit der neuen Situation klar kommen.

 

Ich wünsche euch viel Spass!

Xenia mit Smari und Aeringi

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