Meine erste Reitstunde mit Amigo

Letzten Sonntag hatten Amigo und ich unsere erste Reitstunde zusammen. Für ihn war es vielleicht sogar die erste in seinem Leben.

Doch zuerst möchte ich euch gerne einmal Amigo vorstellen. Der sechsjährige Wallach ist meine zweite Reitbeteiligung neben der Stute im Ebersberg.
Im Winter, kurz nachdem ich mich im Ebersberg eingelebt hatte, fragte mich mein Kollege Andi, ob ich Lust hätte mit ihm und den zwei jungen Schimmeln Amigo und Onyx am Wochenende auszureiten. Nach langem Hin und Her sagte ich zu. Und so gingen wir einige Male an den Sonntagen zusammen ins Gelände, was mit den zwei Pferden eine Herausforderung war. Zuerst musste ich mich an den Westernsattel gewöhnen, zweitens hatten die zwei sehr viel Energie und unzählige Flausen im Kopf. Ich weiss noch, dass der erste Ausritt eine gute Sitzstunde für mich war, da Amigo ein paar Sprünge nahm. Es ging alles gut, auch wenn ich mich ein oder zwei Mal knapp noch halten konnte. Aber nach diesem ersten Ausritt hatten wir uns gefunden und ich wusste wie ich reagieren muss, damit er nicht buckelt.


Irgendwann kam uns der Gedanke mit den zwei Süssen in die Reitstunde zu gehen. Der Besitzer gab und sein ok und wir besorgten uns noch englische Sättel. Unter der Woche werden die Pferde vor allem gefahren.

Nun zur ersten Reitstunde. Martin, der Bruder von Andi, hatte sich dazu bereit erklärt uns zu unterrichten. Martin ist ein langjähriger Reiter und erfahrener Reitlehrer mit einer äusserst sympathischen Art. Ich fühlt mich von Anfang sehr aufgehoben bei ihm.
Unsere Stunde sah so aus, dass wir abwechslungsweise an die Reihe kamen. Das heisst zuerst wurde Andi für circa eine Viertelstunde von Martin unterrichtet, danach kam ich an die Reihe. Dieses ständige Wechseln tat nicht nur den Pferden gut, sondern auch mir. Die Pause zum durchschnaufen konnte ich gut gebrauchen, denn es war sehr anstrengend. Nach dieser Reitstunde hatte ich definitiv Sport gemacht und mein Kopf war zwischendurch knall rot! Reiten braucht Konzentration und Kondition, was gerne unterschätzt wird.
Als Martin das erste Mal sich mir widmete und ich wenige Runden auf dem Zirkel getrabt war, rief er mich zu sich und hängte mir Schlaufzügel rein. Im ersten Moment war ich total überfordert, da ich bis anhin nur mit einem Paar Zügel geritten war. Doch nach gründlicher Erklärung, nahm ich meine Mut zusammen. Trotzdem war mir noch immer ein wenig mulmig und traute mich nicht wirklich etwas an den Schlaufzügeln zu machen. Ich hatte schlichtweg Angst, etwas falsch zu machen. Wenn der Reitlehrer aber meint „beweg dein Finger“, dann wird es gemacht. Am Ende ging es besser als ich dachte. Amigos Hals wurde rund sowie er sich auch in die Tiefe bewegte.
Als ich die Fotos sah, die mein Freund geschossen hatte, war ich wahrlich überrascht und auch ein klein wenig stolz :) Ich weiss nicht wie es euch geht, aber mir geht das Herz auf, wenn sich ein Pferd so elegant bewegen kann. Es war eine richtig gute Reitstunde. Schweisstreiend, aber lehrreich. Der Kleine wirkte zum Schluss auch sehr zufrieden und ich freue mich auf die nächste Stunde.



Wir werden alle zwei oder drei Wochen bei Martin in die Stunde gehen. Für reitstundenfreien Wochenenden gibt er uns Tipps wie auch Aufgaben, damit wir weiterhin mit den Schimmeln arbeiten können und Fortschritte machen.

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