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Mein Trainingsplan für Pferde

Der Winterspeck muss weg, nicht nur bei mir, auch bei meinem Pony.

Am Wochenende besuchten wir die drei auf der Winterweide. Glücklich und zufrieden sehen sie aus und ganz schön gut genährt. Das macht aber nix, das war ja von Anfang an klar! Die Saison der Isländer Turniere startet im April. Wir haben also genügend Zeit, von Mitte Februar bis im April Vollgas zu geben.

Warum ist ein Trainingsplan eigentlich so wichtig?

Gerade beim ersten Pferd denke ich, sind Vorbereitungen wichtig. Ich setzte mich mit Themen auseinander, die ich eigentlich als selbstverständlich dachte. Ich lese mich ein, lerne Neues und tausche mich viel aus. Intensiver und gezielter als früher sauge ich Infos aus meinen Pferdeleuten ab. Wir wissen aber alle, jedes Pferd ist anders und ein solcher Plan muss individuell angepasst werden. Achtet euch auf körperliche wie aber auch auf geistige Auslastung, Motivation, Wille und Spass darf nie fehlen. Training soll aber auch für dich eine Aufgabe sein. Steige Treppen, mach eine Bauchübung mehr und halte dich fit, ernähre dich gesund, erwarte das, was du von deinem Pferd willst, auch von dir selber. Oft wird das vergessen. Gute Muskeln, vitales Gefühl und vor allem die Zufriedenheit mit sich selber reflektieren sich eins zu eins auf dein Pferd! Es spürt alles.

Starten wir!

Los geht’s in der ersten Februarwoche. Die Pferde kommen nach Hause und kriegen erst einmal neue Hufeisen. Klar starten wir nicht gleich mit Reiten, zuerst sollen sie wieder Zuhause ankommen.

Wenn die Eisen dann drauf sind, können wir am nächsten Tag einmal die erste Runde spazieren. Das Ziel ist es, in den ersten drei bis vier Wochen möglichst schonend Kondition und Muskeln wieder an den Reiter zu gewöhnen. Für mich heisst das viel Radfahren und mitjoggen! Schadet aber auch nicht, auch meine Weihnachtszeit bestand nicht aus Salat und Suppe. Ich liebe diese Arbeit mit Aeringi. Er hat so viel Spass beim Intervalltraining und wir schweissen uns ganz schön zusammen.

Dann wird natürlich longiert, die meiner Meinung nach beste Art, das Pferd aufs Reiten vorzubereiten. Longieren hilft deinem Pferd in ganz vielen Lebenslagen.

Das Pferd kriegt eine bessere Balance und baut Muskeln auf, durch den lockeren Druck der freien Arbeit lösen sich Muskelverspannungen.

Für die Longierarbeit empfehle ich dir einen Kappzaum

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Durch den Kappzaum kannst du dein Pferd punktgenau positionieren und es wird genau gesteuert. Das A und O beim Longieren ist die Körperhaltung von dir. Du bewegst dich immer parallel zur Schulter von deinem Pferd. Die Höhe des Pferdekopfes ist ein Bremsmittel. Wenn du dich hier bewegst, wird dein Pferd langsamer. Sobald du hinter die Schulter in Richtung Kuppe kommst, wird dein Pferd schneller. Bewege dich immer aktiv mit, nichts mit in der Mitte stehen und das Pferd umher jagen!

Nach fleissigem Longieren und Radfahren steige ich wieder in den Sattel. Ich starte mit kleinen Runden einmal um den Wald bei uns und bewege mich in Aeringis Lieblingsgangart Tölt und Schritt. In der Regel reite ich Aeringi vier, maximal fünf Mal in der Woche. Ich bin davon überzeugt, die Kombination aus Reiten, Longieren und Bodenarbeit führt zu einem längeren Pferdeleben. Abwechslung macht’s aus.

Wir sind häufig, ich kann sogar sagen, praktisch immer im Gelände. Unsere Wege sind super geeignet für gutes Training und wir können zwischen Bergtraben und Endlostölten auswählen. Für die Turniervorbereitung werde ich aber vermehrt auch den Reitplatz besuchen. Aeringi ist noch nicht so geübt und ich denke, die Arbeit wird seine Qualitäten verbessern.

In jeden Trainingsplan gehört für mich auch die Arbeit mit Stangen.  Für die richtigen Abstände bei Warmblütern rechnet man im Schritt mit ca. 80cm, im Trab mit 1.20 Meter und im Galopp 3.20 Meter.  Das sind aber Angaben, die total abhängig vom Gangpotenzial und dem Pferd sind. Die Trittlänge ist sehr individuell.

Auf dem Platz übe ich zudem viel Übergänge. Gerade Galopp und Trab sind da sehr ansträngend und das Pferd muss sich enorm konzentrieren. Perfektes Angaloppieren ist hohe Schule.

Wenn dein Pferd keinen guten Galopp hat, übe viel im Gelände.  Zu viel Versammlung am Anfang ist für den Galopp schädlich und im Gelände empfehle ich auch Galopp im leichten Sitz, das Pferd soll sich durchstrecken können. Wenn das Pferd Freude an der Bewegung hat, wird es automatisch besser.

Ich versuche das Programm möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Jeder Tag soll meinem Pferd Freude machen und doch finde ich es wichtig, sich einen Überblick zu schaffen.

Meist plane ich meine Woche am Donnerstag voraus. Ich weiss, was ich für Termine habe und wie ich arbeite, so kann ich meine Freizeit optimal ausnutzen. Ausreiten, Platzarbeit, Bodenarbeit, Longieren und natürlich einen Stehtag. Eigentlich, ist die Woche zu kurz! Meist versuche ich das im zwei Wochenturnus zu variieren, einmal reite ich mehr, einmal mehr Bodenarbeit.  Mein Ziel für die nächste Saison ist es, dass ich auch ab und an zwei Stehtage pro Woche einplanen kann. Ich denke, dem Pferd tut das gut.

Mit dem richtigen Pferdefutter und einer guten Haltung, viel Freude und Liebe wird dein Pferd optimal in die Saison starten. 

Ich wünsche dir viel Spass bei deiner Planung.

Xenia mit Aeringi

 

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