Mein Pferd ein Zungenakrobat- Was nun?

Immer wieder gibt es Pferde, die mit der Zunge spielen oder sie über die Trense legen. Unsere Vierbeiner sind zum Teil richtige Zungenakrobaten. Aber was ist der Grund für dieses Verhalten?
Obwohl es sich um ein weit verbreitetes Problem handelt, findet man im Internet kaum Fachliteratur. Sowohl Google, wie auch andere Suchplattformen bieten zu diesem Thema hauptsächlich Forum Beiträge. Ein Grund dafür könnte sein, dass nur wenige Forscher genau wissen, was im Pferdemund passiert. Ein Spezialist auf diesem Gebiet ist der amerikanische Professor Robert Cook. Der anerkannte Wissenschaftler forscht seit langer Zeit und interessiert sich hauptsächlich für die Wechselwirkung zwischen dem Mund und dem Gebiss. Er meint, dass es ein Irrglaube ist, dass ein Pferd, welches die Zunge übers Gebiss legt nicht mehr zu kontrollieren ist. Fakt ist, dass das Pferd in einem solchen Moment dem Reiter weniger Aufmerksamkeit schenkt. Aber das alles passiert nur, weil das Pferd mit den Reflexen kämpft oder den Schmerz auf der Zunge lindern möchte, welcher durch den Zug am Gebiss entsteht, meint Cook. Er ist allgemein der Meinung, dass die Anwendung eines Gebisses gegen die Natur des Pferdes verstösst. Denn ein Pferd sollte beim Arbeiten ein möglichst trockenes Maul haben. Grund dafür ist, dass Pferde sich nur auf das Fresse oder das Laufen konzentrieren können. Laut seinen Forschungsergebnissen ist daher das Schäumen ein absolutes Ärgernis für das Tier. Die Ansichten und die Forschungsergebnisse von Cook sind sehr interessant und spannend. Sie lösen zum Teil Kopfschütteln aus oder regen einem zum Nachdenken an. Es ist daher jedem nur zu empfehlen, sich einmal seiner Literatur und seiner Forschung zu widmen.
Aber nun zurück zum Thema. Möchte man nicht auf die Trense verzichten wie Cook, braucht man Lösungen für das Problem. Die Ursache für das Zungenspiel kann, wie bei so vielen Problemen, unterschiedlicher Natur sein. Zum Beispiel kann die zu harte Reiterhand einen Einfluss haben. Aber auch eine falsch eingestellte Zäumung oder eine unpassende Trense, sowie noch viele andere Dinge können die Ursache für das Problem sein. Es ist also Gespür und Kreativität auf Seiten des Reiters gefragt. Und damit ist nicht gemeint, den Zaum möglichst hoch zu schnallen oder den Sperriemen möglichst eng zu schnüren. Ihr könnt euer Pferd an der Longe beobachten, um festzustellen, was es ohne reiterliche Einwirkung mit der Zunge macht oder den Zaum ein Loch höher stellen. Ebenfalls kann ein Trensenwechsel Wunder bewirken oder auch die falsche Grösse kann einen Einfluss auf das Verhalten haben. Im Allgemeinen erfordert dieses Problem von der Seite des Reiters Geduld, Kreativität und Feingefühl. Wichtig ist dabei, für jedes Pferd die richtige Lösung zu finden.

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