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Ludger Beerbaum im Interview am CSI Basel

Am Longines CSI Basel gab mir reitsport.ch die Möglichkeit ein Interview mit Spitzenreiter Ludger Beerbaum zu machen.

Mit meinen vorbereiteten Fragen machte ich mich am Samstagnachmittag auf den Weg zum Stand von reitsport.ch um dort den deutschen Erfolgsreiter Ludger Beerbaum zu treffen.

Ich begann mit der Frage, was macht für Sie ein gutes Springpferd aus?

Ein erfolgreiches Pferd brauche nicht nur Springvermögen, sondern es sollte auch Leistungsbereitschaft zeigen, um den technischen Aufgaben des heutigen Springsportes gewachsen zu sein. Das Exterieur des Pferdes muss nicht perfekt sein, es werden auch Pferde mit kleinen Schönheitsfehlern im Sport eingesetzt. Ein gutes Exterieur ist aber von Vorteil, um einen langlebigen Partner zu haben, der bis ins hohe Alter gesund bleibt.

Welches ist der beste Weg für einen jungen Reiter, um erfolgreich zu werden?

Dafür gibt es kein Paradebeispiel, man kann aus dem Hobbysport heraus genau so erfolgreich werden, wie wenn man von Beginn an viele Pferde besitzt. Jeder kann es schaffen sich bis zur Weltspitze hoch zu arbeiten, bei manchen dauert es vielleicht etwas länger als bei anderen.

Sollte ein junges Pferd schnell in hohen Prüfungen starten oder eher langsam an den Sport herangeführt werden?

Man muss von Pferd zu Pferd unterscheiden. Pferde, die sich dafür anbieten, kann man auch etwas früher vor grössere Aufgaben stellen. Bei Pferden, die zu spät zum Einsatz kommen, fehlt oft die nötige Grundlage. Es sollte darauf geachtet werden, dass junge Pferde regelmässig und konstant gearbeitet werden.

Haben Sie einen Trainingsplan für ihre Pferde und für Sie selbst?

Ja, jedes Pferd hat einen Trainingsplan, der individuell auf es abgestimmt ist.

Ich persönlich mache Ausgleichstraining, wie Gymnastik oder Ausdauertraining, um mich fit zu halten. Auch achte ich auf gesunde Ernährung und lebe bewusster. In den letzten zehn Jahren hat im Reitsport allgemein eine Veränderung stattgefunden und das Bewusstsein für die Fitness des Reiters ist grösser geworden. 

Was kann ich als Amateur für meinen Körper tun, ohne gleich ins Fitness zu gehen?

Sie können zum Beispiel täglich eine halbe Stunde laufen gehen oder einfache Dehnübungen machen. Wichtig ist auch, die Strecke oder die Übungen dem Körper anzupassen, damit er nicht überbelastet wird.

Wie oft springen pro Woche macht Sinn?

Auch hier kommt es völlig aufs Pferd an, wenn ein Pferd etwas steif ist, kann man durch aus ein paar Mal die Woche etwas Gymnastik machen. Es gibt auch einen Unterschied, ob man 3x die Woche möglichst hoch springt oder ob gymnastizierende Übungen geritten werden. Manchmal gibt es dem Reiter auch mehr Sicherheit, wenn er mehrmals etwas springen kann.


Herzlichen dank an Ludger Beerbaum für dieses interessante Interview!

 

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