Lehm – Wellness für müde Beine

Nach einem harten Training oder auch Turnierritt pflege ich müde Pferdebeine gerne mit Lehm.
Wobei er sonst noch eingesetzt werden kann, erfahrt ihr in diesem Blog.

Schon vor über 200 Jahren nutzen die Indianer die lindernde Wirkung des Lehms, zur natürlichen Pflege bei Schwellungen, Prellungen, Verstauchungen und Wunden. Dadurch dass er eine spezielle Regenerations-Eigenschaft besitzt (wirkt kühlend), unterstützt er die Linderung der beanspruchten Muskeln und Sehnen massiv.

Gipsy mit vier "weissen Stiefeln"
und auch mal "nur" mit eingestrichenen Vorderbeinen

Gerne verschaffe ich euch nun einen Überblick über die Indikationen der Lehm- Verwendung:

Lehm kann eingesetzt werden…
…bei Überbeanspruchung der Sehnen und Bänder
…bei Zerrungen
…bei Hämatomen und Distorsionen
…bei Verletzungen und stumpfen Traumen (z. B. Prellung)
…bei Knieverletzungen und schmerzenden Gelenken
…bei Schleimbeutelentzündungen
…nach Anstrengungen zur Vorbeugung
…zur Linderung bei Entzündungen
…bei Satteldrucken
…zur Abkühlung von Sehnen, Muskeln und Gelenken
…zur Förderung des Genesungsprozesses bei Verletzungen
…zur Regeneration der beanspruchten Sehnen und Gelenke nach Wettbewerben oder harter Arbeit
…zur Juckreizlinderung bei Insektenstiche

Die „Kühlpackung“ entspannt aber belebt auch gleichzeitig und wirkt kühlend auf Sehnen, Bänder, Gelenke und die Muskulatur. Oftmals wird beschrieben, dass sich die Regenerationszeit dabei erheblich reduziert, was man meiner Meinung dennoch mit Vorsicht „geniessen“ sollte.

Der Senior leidet bei starkem Wetterwechsel (wie hier ein Wechsel auf Schnee) immer wieder an angelaufenen Beinen

Anwendung:
Je nach Hersteller kann die Lehmpaste direkt aufgetragen werden. Bei einigen ist die Mischung jedoch noch in Pulverform, weshalb sie noch mit Wasser im richtigen Mischverhältnis „angemacht“ werden muss. Dabei achtet ihr am besten auf die Packungsbeilage.
Allgemein kann ein dünner oder auch etwas grosszügiger Film (je nach Fellbeschaffenheit) auf die betroffene Stelle / Glieder des Pferdes (gegen den Fellverlauf) aufgetragen werden und für 10 bis 12 Stunden einwirken lassen.
Normalerweise wird die Lehmpackung einfach offen gelassen zum Trocknen. „Der alte Stallmeister“ empfiehlt jedoch auch die sogenannten Lehmumschläge, dabei kann der Lehmpaste auch noch ein Heilpflanzen- Absud (z. B. Arnika, Spitzwegerich usw.) beigefügt werden und mit Kompressen und Wollbandagen (Achtung, es müssen wirklich Wollbandagen sein, welche sich nicht durch die Nässe zusammen ziehen, dies wäre natürlich kontraindiziert, wenn dadurch die Durchblutung verringert werden würde.

Mittlerweile gibt es auch zahlreiche unterschiedliche Zusammensetzungen, weshalb man selber herausfinden muss, was sein Pferd am besten unterstützt, denn nicht alle wirken gleich! Meine Stute Gipsy hat auf einige Lehmprodukte auch schon mit Hautreizungen reagiert, weshalb man darauf achten muss, welche Produkte angewandt werden!

Die Cool Clay – Mischung von Veredus setzt sich (neben dem Lehm) einerseits durch das Salz aus dem Toten Meer (welches durch die Osmosewirkung, die Ausscheidung der metabolischen Unreinheiten erleichtert (treten während intensiver Arbeit auf)) und anderseits aus dem ätherischen Öl der Arnika (welche eine entspannende, aber auch belebende Wirkung aufweist) zusammen.

Veredus

Kühlpaste Cool Clay - 2,5kg

CHF 59.90Zum Produkt

Das folgende Video zeigt dessen Anwendung noch in Bewegtbild:

Im Sommer kann der Lehm nach diesen 12 Stunden einfach wieder mit Wasser abgewaschen werden und im Winter lässt man ihn ebenfalls bis am nächsten Tag darauf und versucht dann mit einer Bürste alles vorsichtig abzubürsten.

Folgend zeige ich euch gerne noch weitere Lehm-Produkte von reitsport.ch auf, wie zum Beispiel der „Lehm Pharma Herbal Clay“ von Horze, welcher zuerst kühl und danach wärmend wirkt.

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