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"Kurze Vorstellungsrunde" - Bloggervorstellung Livia

Ich heisse Livia Habegger und werde bald 20 Jahre alt. Ich wohne in einem keinen Dorf - ja auf gut Berndeutsch würde man sagen „imene Buurekaff“ - im Seeland und studiere momentan Biologie an der Universität Bern. Mein Ziel wäre es aber, nächstes Jahr das Studium zur Physiotherapeutin zu beginnen. Natürlich stets mit dem Hintergedanken, mich später auf die Therapie von Pferden spezialisieren zu können.

Siegergrinsen - nein quatsch, wahrscheinlich nur Tagträumen und Wunschdenken

Ich habe das grosse Glück, schon in den Reitsport hineingeboren geworden zu sein. Wir wohnen auf einem Bauernhof und so können all unsere Pferde und Ponys direkt bei uns stehen. Wir wohnen quasi unter einem Dach mit ihnen. Natürlich hat alles angefangen, als mich meine Mutter als kleinen Stünggel mit aufs Pferd genommen hat.

Schon früh hatte ich dann mein erstes Pony. Ein typisch kugelrundes Shetty, das auf den Namen „Jessica“ hörte - wie ungefähr jedes zweite Pony. Später folgte ein Welsh-Pony als eine Art Übergang, bis ich dann auf grosse Pferde umsteigen konnte - was bei meiner jetzigen „Grösse“ von ein wenig mehr als 1,60cm schon fast ein Wunder war.

Stünggel Livia auf der 1,75m grossen "Sira" - So hat alles begonnen.

Mein erstes Pferd und gleichzeitig auch mein grösster Lehrmeister war (und ist bis heute) „Larno“. Ein mittlerweile 17 jähriger Freiberger Wallach. Er kam von ungefähr 10 Jahren in unsere Familie. Mit ihm habe ich schon im ersten Jahr, in dem er bei uns war, das Reitbrevet gemeistert und bin bald darauf erste kleine Concours gestartet. Er konnte vorher nicht springen und ich hatte es auch noch nie gemacht. Ja ziemlich unvorbildlich wo es doch heisst „junges Pferd, erfahrener Reiter oder junger Reiter, erfahrenes Pferd“. Dementsprechend war es anfangs eine kleine Katastrophe. Wir hatten viele Tiefs und Rückschläge und jedes Mal brach für mich eine kleine Welt zusammen, wenn etwas nach etlichen Versuchen noch nicht nach meiner Vorstellung lief. Doch unser Ehrgeiz hat uns nie im Stich gelassen und so haben wir uns im Laufe der Jahre bis zu B90 Prüfungen hochgekämpft. Nebenbei wird Larno ausserdem regelmässig von meinem Vater vor die Kutsche gespannt und bestreitet mit ihm etliche Fahrturniere.

Larno
Larno

Dann kam irgendwann die Zeit, in der wir gemerkt haben, dass Larno nicht mehr so fit ist und ich mit ihm wahrscheinlich nicht mehr weiterkommen würde, was den Sport anbelangt. Wie es das Schicksal wollte, mussten wir auch gerade zu dieser Zeit unser zweites  Familienpferd, mit dem mein Vater erfolgreich ein- und zweispännig gefahren ist, abgeben. Da Larno natürlich nicht nur alleine mit unseren vier Shettys zusammen sein sollte, haben wir uns auf die lange und schwierige Suche nach einem zweiten Pferd, einem Kumpel für ihn gemacht. Ein Pferd, mit dem ich im Sport weiterkommen und die Springlizenz absolvieren kann sollte es sein.

So kam es, dass im April dieses Jahres „Caletina“ in mein Leben trat. Die 6 jährige tschechische Warmblut Stute besticht mit  ihrem sanften und  treuen Blick und ihrem unglaublichen Arbeitswillen. Für mich ist es eine sehr grosse Umstellung, von einem Freiberger (wenn auch einem Sportlichen) auf ein Warmblut umzusteigen, das so viel Temperament und Go hat wie Caletina. Sie ist unfassbar ehrgeizig und motiviert und dementsprechend teilweise schwer zu kontrollieren. Auch wenn wir noch sehr viel lernen müssen, macht es einfach so viel Spass, mit ihr Tag für Tag zu arbeiten. Wir sind noch lange nicht so ein gutes Team wie ich es mit Larno bin, doch wir konnten in der kurzen Zeit, in der ich sie habe, schon einige Klassierungen sammeln und unsere ersten Stilprüfungen erfolgreich meistern.

Caletina
Caletina

Genau diese zwei wertvollen „Schätzis und Schnuggis“, wie ich sie liebevoll nenne, - natürlich eine Oktave höher in Baby-Sprache - sind es, die mich motivieren, einen Blog zu schreiben. Ich möchte über unser gemeinsames Leben, unser Training und unsere Fortschritte schreiben. Ich möchte über neue Produkte schreiben, die ich gerne und häufig genau unter die Lupe nehme und meinen Pferden als Versuchskaninchen zumute. Ich möchte mein immer neu erworbenes Wissen mit anderen teilen - denn als Studentin bin ich schon fast dazu verdammt, mich über alles genaustens informieren zu wollen. Ich liebe es, stundenlang im Internet zu surfen und in Büchern zu wälzen, bis ich mich meine Wissenslücken zu jeglichen pferdigen Themen gefüllt habe. Ich möchte aber auch einfach meine Gedanken niederschreiben, die mir am häufigsten beim durch die Wälder reiten und über die Felder galoppieren im Kopf herum schwirren. Einer dieser berühmt berüchtigten Gedanken wäre zum Beispiel, welche Eskadron Schabracke aus der neuen Kollektion denn nun am besten zum Hü passen würde oder was uns Concours-Reiter dazu treibt, uns nahezu jeden Sonntag bei unchristlichen Zeiten aus dem Bett zu schälen und uns perfekt geschniegelt in die Schlacht auf dem Abreiteplatz zu begeben.

Als treue reitsport.ch Kundin lese ich natürlich auch regelmässig das Magazin. In meinem Kopf schwirren schon etliche Ideen umher, die nur darauf warten, geordnet und niedergeschrieben zu werden und ich freue mich sehr darauf, dies in diesem Blog tun zu dürfen!

 

P.S. als typisches Pferdemädchen der modernen Zeit habe ich natürlich etliche Bilder von den zwei hübschen in allen erdenklichen Posen. Ich konnte mich kaum entscheiden, welche davon ich hier zeigen möchte. Wenn ihr jetzt trotzdem noch mehr sehen möchtet, könnt ihr das auf meiner Instagram-Seite tun. Ich heisse dort „l_ivii“.

Jump and Drive - Larno gefahren von meinem Vater und Caletina geritten von mir
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