Krafttraining für das Pferd Teil II – Übungen für die Praxis

Im ersten Teil habt ihr ja bereits erfahren, was Krafttraining genau bedeutet und wie sich ein erfolgreiches Training zusammensetzt.


Weil wir unsere Pferde nicht einfach ins Fitnesscenter schicken können, um Gewichte zu stemmen oder an den „Kraftmaschinen“ zu schuften, müssen wir etwas kreativ sein, um geeignete kräftigende Übungen zu entwickeln.


Deshalb zeige ich euch gerne hier ein paar Möglichkeiten auf. Zwar nicht gerade innovativ, aber dafür effektiv und einfach anzuwenden.

Steigungen
Wer mit seinem Pferd ins Gelände geht, kann die Steigungen gleich ausnützen, denn diese trainieren beispielsweise beim bergaufgehen die Kraft der Hinterhand (im Schritt oder Galopp).
Bergabwärts im Schritt ist zugleich die Erholung.
Ausserdem habe ich gelesen, dass man besser nicht steil bergauf trabt, weil dabei die Kräfte auf das Iliosakralgelenk zu stark sind.
Steilhänge bergabwärts sollten auch nur im Schritt geritten werden, da schnellere Gangarten vermehrt Traumata an den Knochen und Gelenken verursachen und damit die Entwicklung arthritischer Veränderungen beschleunigen können.

Dies ist ja auch nicht gerade bequem, wenn man es sich nicht gewohnt ist ;-)

Eine allmähliche Abwärtsneigung wird manchmal sogar dafür genutzt, ein hohes Mass an Versammlung zu entwickeln. Denn die nötige Anstrengung und die Versammlung abwärts zu erhalten, ist deutlich stärker, als auf dem flachem Boden. Die Piaffe wird auf diese Weise trainiert, aber auch der versammelte Trab oder Galopp kann natürlich davon profitieren.

Springgymnastik
Auch die Springgymnastik (mit Gymnastiklinien) ist ein Krafttraining. Während das Hindernisspringen die Arbeit ist, ist das zurückkehren an den Ausgangspunkt im Trab oder Schritt die Erholungsphase. Zudem kann man hier schön variieren: Anzahl, Höhe und Weite der Sprünge und der Distanz dazwischen.

Die fortschreitende Beanspruchung kann gesteigert werden, indem man die Anzahl der Hindernisse oder die Anzahl der Wiederholungen bei gleichbleibender Höhe der Hindernisse erhöht. Für alle nicht springenden Reiter, können ihre Pferde natürlich auch freispringen lassen. Dabei ist es wichtig, dass das Pferd in einer guten Manier und einem runden Rücken springt, da sonst das Springtraining keinen Nutzen als Krafttrainingsübung bringt.

Loser, tiefer Boden
Wenn ein Pferd in einem mässig tiefen Sand arbeitet, profitiert man von einem zusätzlichen Effekt, da der Sand die Tendenz nachzugeben hat, wenn der Huf dagegen schiebt und abgestellt wird. Um eine vergleichbare Schubkraft im tieferen Sand, wie auf härterem Boden zu erreichen, müsste das Pferd mehr Muskelkraft ausüben.
Wie jedoch bei jeder neuen Kraftübung, sollte die Arbeit auf Sand sorgfältig und langsam aufgebaut werden. Zudem ist es besonders wichtig, das Pferd auf Sand zu trainieren, wenn Turniere auf Sandboden gemeldet werden.
Dies sollte man jedoch nicht mit all zu langen Arbeitseinheiten (auf tiefem Sand) übertreiben, damit das Risiko von Bänder- oder Sehnenverletzungen reduziert werden kann.
Nicht vergessen: Sehnen und Bänder brauchen viel länger, um sich anzupassen, als dies Muskeln haben.


Unterstützung der Erholung
Wer bei seinem Pferd die Erholung unterstützen möchte, kann dies beispielsweise mit der Verabreichung von Sanovital 860. Die hochwertigen, essentiellen Aminosäuren (BCAA), Spurenelemente und Vitamine, optimieren zudem den Muskelaufbau sowie die Proteinsynthese.

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