Kräuter für Pferde - Thymian

Im Teil 1 der Kräuterserie, wurdet ihr bereits darüber informiert, dass Kräuter den Organismus positiv, wie auch negativ unterstützen können. Genau ein solches Kraut möchte ich euch heute etwas näher bringen - den Thymian.


Der Thymian

Der Thymian, ein ausdauernder Strauch oder Halbstrauch,  kam im 11. Jahrhundert aus den Mittelmeerländern zu uns. Er enthält vor allem ätherische Öle, welche auch hauptsächlich seine Wirkung bestimmen. Aufgrund dieser Öle kann Thymian auf Darmparasiten einwirken. Die ätherischen Öle, speziell das Carvacrol, das Linalool und das Thymol verhindern das einnisten und vermehren der Würmer. Daher kann Thymian bei gesunden Pferden eingesetzt werden, um Würmer im Körper zu beseitigen. Wichtig ist, dass zu Beginn nur wenig Thymian gefüttert wird und anschliessend die Kotbeschaffenheit genau beobachtet wird. Grund dafür ist, dass das Kraut auch abführend wirken kann. Ebenfalls gut zu wissen ist, dass Thymian im Hochsommer eine negative Auswirkung auf den Kreislauf haben kann. Daher wird empfohlen, ihn nur an kühlen Tagen zu verfüttern. Ebenfalls kann er Fehlgeburten fördern, weshalb von der Verfütterung bei tragenden Stuten abgeraten wird. Auch sollten Fohlen kein Thymian erhalten, sowie auch nicht Pferde mit Herz-, Nieren- oder Lebererkrankungen. 


Im Allgemeinen wird die Pflanze vor allem bei Husten eingesetzt. Sie löst Sekrete und wirkt antibakteriell. Eine zu hohe Dosis kann hingegen Krämpfe oder Koliken auslösen, sowie die Darmflora stören. Ebenfalls kann eine zu lange Fütterung in zu hoher Dosis die Leber schädigen. Aufgrund dieser diversen Nebenwirkungen würde ich davon abraten, ohne die Absprache mit einem Tierhomöopathen oder einem Tierarzt, Thymian Pferden zu verfüttern.

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